15.12.2015

Wirtschaftslage: Expansion mit Gegenwind

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Corporate Finance

Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im Dezember 2015 auf Expansionskurs, allerdings mit leichtem Gegenwind aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld.

Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Expansionskurs. Die Industrie startete positiv in das Jahresschlussquartal und hat begonnen, ihre Schwächephase des dritten Quartals zu überwinden. Nach drei Monaten mit rückläufiger Nachfrage zogen die Auftragseingänge zuletzt wieder etwas an. Impulse kamen sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Die Bauproduktion entwickelte sich nach dem starken Jahresbeginn bisher seitwärts. Allerdings hat sich das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe seit dem Frühjahr erheblich aufgehellt. In den kommenden Monaten dürfte sich daher insbesondere der Wohnungsbau beleben. Die Konjunktur in den stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereichen ist weiter stabil aufwärtsgerichtet. Eine zentrale Rolle für die robuste binnenwirtschaftliche Entwicklung spielt dabei nach wie vor die anhaltend positive Lage des Arbeitsmarktes mit einer hohen und weiter steigenden Beschäftigung und einer guten Einkommensentwicklung.

Weltwirtschaft schwächer als prognostiziert

Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlief in diesem Jahr schwächer als erwartet. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellenländern zeigte sich weniger dynamisch. Die Wirtschaft der rohstoffexportierenden Schwellenländer wie Russland oder Brasilien wird nach wie vor durch das niedrige Öl- und Rohstoffpreisniveau belastet. In den Industrieländern war das Wirtschaftswachstum dagegen relativ robust. In den Vereinigten Staaten stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2015 auf das Jahr annualisiert um 2,1 %. Im Eurogebiet setzte sich die moderate konjunkturelle Erholung fort. Bis September war die weltweite Industrieproduktion im Trend leicht aufwärtsgerichtet. Das vom ifo Institut ermittelte Weltwirtschaftsklima geht allerdings seit dem zweiten Vierteljahr zurück und signalisiert keine deutliche Verbesserung. Die internationalen Organisationen – OECD, IWF – erwarten dennoch, dass sich die Konjunktur in den Schwellenländern trotz der generell zu beobachtenden Wachstumsnormalisierung teilweise wieder etwas belebt.

Einfluss der Weltwirtschaft

Die deutschen Unternehmen haben ihre Warenausfuhren im Berichtsmonat Oktober merklich reduziert. Schon die Entwicklung im dritten Quartal war schwach verlaufen. Im Vergleich zum Vormonat sanken im Oktober die nominalen Ausfuhren um 1,2 %. Hier zeigt sich die wenig dynamische weltwirtschaftliche Nachfrage. Die nominalen Wareneinfuhren waren im Berichtsmonat Oktober mit 3,4 % noch deutlich stärker rückläufig als die Ausfuhren. Im gesamten dritten Quartal gingen die nominalen Warenausfuhren – in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen – um saisonbereinigt 0,1 % zurück; die Wareneinfuhren legten um 0,8 % zu. Dabei waren Ein- und Ausfuhrpreiserückläufig.

(BMWi, PM vom 11.12.2015/ Viola C. Didier)


Redaktion

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