• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • ZEW: Britische Unternehmen stehen nach Brexit hoch im Kurs

20.04.2017

ZEW: Britische Unternehmen stehen nach Brexit hoch im Kurs

Beitrag mit Bild

© gunmanza/fotolia.com

Obwohl sich Großbritannien nunmehr auch offiziell dazu entschieden hat, aus der Europäischen Union auszutreten, scheinen britische Unternehmen für ausländische Unternehmen weiterhin höchst attraktiv zu sein. Das finanzielle Volumen der Transaktionen hat nach dem Brexit-Votum eine absolute Rekordhöhe erreicht.

Wird die Anzahl der Fusionen und Übernahmen britischer Unternehmen durch Unternehmen mit Sitz außerhalb Großbritanniens betrachtet, so lässt sich seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 kein Einbruch der M&A-Aktivitäten erkennen – allerdings auch keine Zunahme. Gänzlich anders sieht das Bild jedoch beim finanziellen Volumen der Transaktionen aus, das nach dem Brexit-Votum eine absolute Rekordhöhe erreicht hat. Zu diesen Ergebnissen kommen Untersuchungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, auf Basis der Zephyr-Datenbank von Bureau van Dijk.

Unternehmen nutzen die Gunst der Stunde

Im zweiten Halbjahr 2016 belief sich das aggregierte Transaktionsvolumen bei internationalen M&A mit britischen Unternehmen auf rund 164 Milliarden Euro. Die mit 111 Milliarden Euro bei Weitem größte Transaktion stellte dabei die Übernahme des Brauereigiganten SABMiller durch Anheuser-Busch InBev dar. Doch selbst ohne Berücksichtigung dieses Deals würde das zweite Halbjahr das stärkste M&A-Halbjahr seit 2005 darstellen.

Die zweitgrößte Transaktion betraf dabei die Übernahme des Chipdesigners ARM Holding durch den japanischen Telekommunikationsriesen SoftBank Group für rund 29 Milliarden Euro. Aber auch in der Versicherungs- (Abbey Life), Kino- (Odeon&UCI), Handelsunternehmens- (Darty) und Pharmabranche (AstraZeneca) gab es Übernahmen mit Kaufpreisen zwischen einer Milliarde und zwei Milliarden Euro.

„Angesichts des durch den Brexit stark geschwächten Pfunds scheinen ausländische Unternehmen also die Gunst der Stunde genutzt zu haben, um sich lang ersehnte britische Unternehmen einzuverleiben“, kommentiert Michael Hellwig, Wissenschaftler in der ZEW-Forschungsgruppe „Wettbewerb und Regulierung“ die Untersuchungsergebnisse.

(Pressemitteilung ZEW vom 20.04.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
Meldung

© Olivier Le Moal/fotolia.com

03.06.2026

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking

Das weltweite Angebot an Stablecoins dürfte sich bis 2030 auf das Fünf- bis Zwölffache erhöhen. Digitale Bargeldinstrumente sind dabei, die Architektur des Zahlungsverkehrs grundlegend zu verändern – für Banken wird es damit zur dringenden strategischen Priorität, ihre Rolle in diesem Ökosystem neu zu definieren. Das hat die Studie „From Hype to Hard Value: Stablecoin and

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking
Meldung

pitinan/123.rf.com

02.06.2026

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Das Vertrauen in Maschinen wächst dagegen: 39 % der Menschen in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Finanzplanung zu optimieren. Das zeigt der aktuelle „AI Sentiment Index 2026 – Fokusthema Finanzen“ von EY, für den weltweit rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt wurden, darunter 1.000 in Deutschland. Damit

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)