• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Automobilwirtschaft: Diese Regionen sind besonders vom Verbrenner-Aus bedroht

10.09.2025

Automobilwirtschaft: Diese Regionen sind besonders vom Verbrenner-Aus bedroht

Bundesweit ist die Beschäftigung rund um den Verbrenner seit 2021 um rund 11 % zurückgegangen, Tendenz sinkend.

Beitrag mit Bild

dmitrydemidovich/123rf.com

Ab 2035 sollen in der EU keine neuen Autos mit Verbrenner-Motor zugelassen werden – für die deutsche Autoindustrie hat das gravierende Folgen. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt, welche Regionen sich am stärksten wandeln müssen.

Auto-Branche gilt als Vorzeigeindustrie

Deutschland, einig Autoland: Bundesweit arbeiten 3,2 Millionen Menschen in der Automobil- oder Zulieferindustrie, die Branche gilt immer noch als Vorzeigeindustrie. Doch die Veränderungen sind groß: Ab 2035 dürfen in der EU (Stand jetzt) keine Autos mit Diesel- oder Benzinmotor mehr zugelassen werden. Gerade in der Elektromobilität hat Deutschland Nachholbedarf: Kam weltweit im Jahr 2024 insgesamt jedes fünfte Auto von einem deutschen Hersteller, war es bei den Elektroautos nur etwa jedes zehnte.

36 Regionen hängen besonders am Verbrenner

In einer neuen Studie hat die IW-Tochterfirma IW Consult 36 Regionen identifiziert, die besonders stark von dem Wandel betroffen sind. Dort konzentriert sich die Wirtschaft bislang besonders auf den konventionellen Motor. In Salzgitter etwa hängen 14 % aller Jobs am Verbrenner, im Saarpfalz-Kreis sind es knapp 9 %. Dass die Nachfrage nach Diesel oder Benziner weltweit zurückgeht, ist dort besonders spürbar. Bundesweit ist die Beschäftigung rund um den Verbrenner seit 2021 um rund 11 % zurückgegangen, Tendenz sinkend.

Doch nicht alle Regionen sind gleichermaßen bedroht: Manche Regionen wie Heilbronn profitieren von ihrer guten Lage und Anbindung an Universitäten und innovative Unternehmen. In anderen Städten wie Salzgitter oder Kassel hat die Industrie begonnen, sich an neue Technologien (z.B. Automatisierung oder Elektrifizierung) anzupassen. Für Gemeinden wie Stuttgart oder Ingolstadt gilt sogar beides. Übrig bleiben 19 Regionen, die vor großen Herausforderungen stehen. Zu ihnen zählen die Landkreise wie das niedersächsische Northeim und Altenkirchen im Westerwald oder die Stadt Speyer.

Anpassung ist möglich

„Die deutsche Autoindustrie steckt in einem fundamentalen Veränderungsprozess, dabei gibt es auch Regionen, die unter großen Transformationsdruck geraten“, kommentiert Studienautor Hanno Kempermann die Ergebnisse. Beispiele wie die Region Kassel zeigten aber auch, dass die Unternehmen intensiv in den Wandel investieren. Dafür brauche es politischen Rückenwind: „Die Politik muss dafür sorgen, dass solche Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland wieder attraktiver werden“.

(IW Köln vom 09.09.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


Weitere Meldungen


Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.05.2026

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport

Private-Equity-Investoren agieren weltweit zunehmend selektiv. Geopolitische Unsicherheiten bremsen den Markt, während Kapital weiterhin vor allem in große Transaktionen in Bereichen wie KI-Infrastruktur, Energiewende und Transport fließt. Das zeigt die aktuelle Studie „Pulse of Private Equity Q1’26“ von KPMG. Im ersten Quartal 2026 erreichte der globale PE-Markt ein Transaktionsvolumen von 436 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig sank die

Private-Equity-Kapital fließt zunehmend in Infrastruktur für KI, Energie und Transport
Meldung

nialowwa/123rf.com

12.05.2026

Konjunkturerwartungen hellen sich auf

Nach zwei starken Rückgängen in den vergangenen Monaten hellen sich die Konjunkturerwartungen im Mai wieder auf. Der ZEW-Index steigt um 7,0 Punkte und beträgt nun minus 10,2 Punkte. Er verbleibt somit im negativen Bereich. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt dagegen einen leichten Rückgang. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,8 Punkten um

Konjunkturerwartungen hellen sich auf
Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

12.05.2026

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische

Die weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) steigen weiter – getrieben vor allem von den großen US-Technologiekonzernen. Allein die sogenannten „Big Five“ Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon und Meta erhöhten ihre F&E-Investitionen im vergangenen Jahr um fast 46 Milliarden Euro – ein Plus von 21 %. Zum Vergleich: Die 31 deutschen Unternehmen im Top-500-Ranking steigerten ihre

US-Konzerne steigern Forschungsausgaben doppelt so stark wie europäische
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)