• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Kryptowährungen im Kampf mit traditionellen Zahlungsmitteln

03.08.2017

Kryptowährungen im Kampf mit traditionellen Zahlungsmitteln

Beitrag mit Bild

© ulchik74/fotolia.com

Kryptowährungen erfreuen sich großer Bekanntheit. Über 70 Prozent der Verbraucher kennen die innovativen Zahlungsmittel oder haben davon schon mal gehört. Allerdings gibt es nach wie vor eine große Kluft zwischen Bekanntheit und tatsächlicher Nutzung. Zudem werden Kryptowährungen im Wettbewerb mit staatlichen Währungen und Gold in der Erfüllung der einzelnen Geldfunktionalitäten weiterhin eher als Außenseiter gesehen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Unternehmensberatung BearingPoint. Im Rahmen der Online-Erhebung wurden über 1.000 Verbraucher aus ganz Deutschland befragt. Die Studie beschäftigt sich mit den grundlegenden Eigenschaften von Kryptowährungen im Vergleich zu staatlichen Zahlungsmitteln und Gold.

Kryptowährungen – Vertrauen und Rahmenbedingungen vielfach nicht vorhanden

Im Vergleich zu staatlichen Währungen und Gold werden Kryptowährungen von einem eher kleineren Anteil der Nutzer als wettbewerbsfähig bezeichnet, wenn auch mit steigender Tendenz. Laut der aktuellen Studie halten immerhin 34 Prozent eine Ablösung durch virtuelle Zahlungsmittel für wahrscheinlich. In der Vorgängerstudie von BearingPoint aus dem Jahr 2016 waren es lediglich elf Prozent, die eine Durchsetzung und damit frühzeitige Verdrängung traditioneller Zahlungstechnologien erwarteten.

Allerdings hält nur etwa ein Drittel der Befragten (32 Prozent) virtuelle Zahlungsmittel für vertrauenswürdig hinsichtlich ihrer Preisstabilität. Verbraucher vertrauen am stärksten der Preisstabilität des Goldes (81 Prozent), gefolgt von staatlichen Währungen (69 Prozent).

„Die Digitalisierung der Finanzwirtschaft führt zur Beschleunigung im Ablauf der Finanzprozesse, um Verbraucherbedürfnisse immer und jederzeit befriedigen zu können. So ermöglichen es Kryptowährungen beispielsweise, Zahlungen nahezu in Lichtgeschwindigkeit zu beauftragen und abzuwickeln. Daher ist ihr Einsatz aus Verbrauchersicht zukünftig sicherlich eine mögliche Alternative zu staatlichen Währungen und Gold als Zahlungsmittel oder Anlageform. Hierfür muss in Bezug auf die Geldfunktionen aber noch einiges passieren, um das Entwicklungspotenzial von Kryptowährungen auch wirklich auszuschöpfen. Das erfordert vor allem entsprechende technische und gesetzliche Rahmenbedingungen, die grundlegende Veränderungen im gesamten Finanzsystem nach sich ziehen. Themen wie Sicherheit, Werterhaltung und Zweckmäßigkeit spielen dabei eine entscheidende Rolle“, kommentiert Dr. Robert Bosch, Partner bei BearingPoint im Bereich Financial Services.

Staatliche Währungen und Gold weiter führend

Die noch fehlende Entwicklung zeigt sich auch in Bezug auf die Geldfunktionalitäten. Laut Studie gibt es hier weiterhin signifikante Unterschiede zwischen staatlichen Währungen, Gold und Kryptowährungen. Gold wird mit 79 Prozent als die beste Anlageform zur Werterhaltung wahrgenommen. Die Hälfte der Nutzer (53 Prozent) nimmt staatliche Währungen als geeignete Anlageform wahr und nur ein Drittel (31 Prozent) würde für Anlagen virtuelle Währungen nutzen.

Wenn es um den Preisvergleich von Produkten und Dienstleistungen geht, neigen Verbraucher eher zu staatlichen Währungen – für 77 Prozent der Befragten sind diese am besten zum Preisvergleich geeignet. Gold (48 Prozent) genauso wie Kryptowährungen (36 Prozent) werden eher weniger als Recheneinheit empfunden.

Auch wenn in absehbarer Zeit keine Ablösung traditioneller Zahlungsmittel zu erwarten ist, sollte die Finanzwelt Kryptowährungen jedoch mehr Beachtung schenken. Während 2016 nur fünf Prozent die neue Zahlungsform bereits benutzt haben, sind es laut der aktuellen Studie mit elf Prozent immerhin schon doppelt so viele. Und auch die Digitalisierung trägt ihren Teil zur Weiterentwicklung bei.

(Pressemitteilung BearingPoint vom 03.08.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Minerva Studio/fotolia.com

09.07.2026

Kapitalerhöhungen im Aufwärtstrend

Die Entwicklung am deutschen Emissionsmarkt zeigt im zweiten Quartal 2026 ein insgesamt robustes Bild. Zwar hat sich trotz verbesserter Kapitalmarktbedingungen nur ein Unternehmen neu auf das Börsenparkett gewagt, aber bei den Kapitalerhöhungen zeigt der Trend deutlich nach oben – ein klarer Hinweis, dass die Aufnahmebereitschaft des Marktes grundsätzlich vorhanden ist. Zu diesen Ergebnissen kommt die

Kapitalerhöhungen im Aufwärtstrend
Meldung

©Stockfotos-MG/fotolia.com

08.07.2026

Kredithürde im Mittelstand auf Rekordhoch

Der Kreditzugang der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich weiter verschlechtert. Im zweiten Quartal 2026 berichteten 40,5 % der kreditinteressierten Mittelständler, dass sich ihre Banken bei der Kreditvergabe restriktiv verhalten. Dieser Wert, der im Vergleich zum Vorquartal um 6,5 Prozentpunkte zulegte, markiert einen neuen Rekordwert seit Beginn der Umfrageaufzeichnung im Jahr 2017. Für die KfW-ifo-Kredithürde wertet

Kredithürde im Mittelstand auf Rekordhoch
Meldung

©number1411/fotolia.com

07.07.2026

Volkswirtschaftliche Bedeutung der KMU bleibt hoch

Trotz der seit Jahren andauernden geopolitischen Herausforderungen erwirtschafteten die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) rund 2,8 Billionen Euro im Jahr 2024 laut den aktuellsten verfügbaren Daten. Das waren 29 % des gesamten Umsatzes in Deutschland. Mehr als 3,5 Millionen Unternehmen in Deutschland zählen gemäß der KMU-Definition der Europäischen Kommission zu den kleinen und mittleren Unternehmen.

Volkswirtschaftliche Bedeutung der KMU bleibt hoch
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)