• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Venture Capital-Investoren setzen auf Corona-Trendthemen

20.01.2021

Venture Capital-Investoren setzen auf Corona-Trendthemen

Beitrag mit Bild

© WrightStudio/fotolia.com

Risikokapitalgeber setzen angesichts der Corona-Pandemie ihre Hoffnungen verstärkt auf Start-ups aus den Bereichen Pharma und BioTech, Gesundheitswesen sowie Hard- und Software. Diese Sektoren verzeichneten 2020 im Vergleich zum Vorjahr allesamt zweistellige Zuwachsraten beim investierten Kapital, so der neue Venture Pulse von KPMG, für den die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen auswertet.

Am stärksten legte weltweit der Sektor Pharma und BioTech zu: hier konnten Start-ups mit 44,6 Mrd. USD über 63% mehr einsammeln als noch 2019 (27,3 Mrd. USD). Auch in junge Unternehmen im Bereich Gesundheitswesen wurde mit 28,8 Mrd. USD deutlich mehr investiert als im Vorjahr (21,8 Mrd. USD/+ 32%). Ebenfalls eine Schippe draufgelegt haben die Investoren beim Thema Digitalisierung: sowohl in Start-ups aus dem Bereich IT-Hardware (+ 28% auf 11,4 Mrd. USD) als auch Software (+ 16,7% auf 95,5 Mrd. USD) floss wesentlich mehr Geld als 2019.

Corona-Krise sorgt für Schub bei Digitalisierung

Laut der Studie hat das Thema „Digitalisierung“ die Corona-Krise noch einmal einen zusätzlichen Schub erhalten. Dies zeigt sich auch in den Investitionen in rein digitale Geschäftsmodelle. Nach Ansicht der Studienautoren wird dieser Trend auch in 2021 weiter anhalten.

Weltweit über 300 Mrd. USD investiert

Über alle Branchen hinweg haben die Venture Capital-Geber junge Unternehmen 2020 weltweit insgesamt mit 300,5 Mrd. USD neuem Kapital ausgestattet – das sind 6,7% mehr als im Vorjahr (281,6 Mrd. USD). Die Zahl der Deals sank dabei allerdings von 28.657 auf 24.433 (minus von 14,7%). Europaweit wurden nach 41,9 Mrd. USD 2019 nun 48,9 Mrd. investiert – und damit mehr als je zuvor.

Rekordwert in Berlin

In Berlin stieg die Investitionssumme sogar um fast 50% von 2,7 Mrd. auf 4 Mrd. USD; auch dies stellt der Analyse zufolge einen neuen Rekordwert dar. Dazu trugen vor allem die Start-ups GetYourGuide (428 Mio. USD), Frontier Car Group (361 Mio. USD) und TIER Mobility (248 Mio. USD) bei.

Exits in Europa nehmen wieder zu

Im letzten Quartal haben Venture Capital-finanzierte Unternehmen in Europa insgesamt über 14,3 Mrd. USD Wagniskapital eingesammelt. Auch stieg in der zweiten Jahreshälfte 2020 der Gesamtwert der M&A-Exits in Europa wieder an. Das zeigt, dass sich die Liquidität der europäischen Unternehmen stabilisiert und aufgestaute Exits nun wieder auf die Agenda kommen, so die Prognose der Studienautoren.

Die englischsprachige Studie „KPMG Venture Pulse Q4/2020“ finden Sie hier zum Download.

(Pressemitteilung KPMG vom 20.01.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© habrda/ fotolia.com

21.09.2026

Autoindustrie: Gewinne und Margen brechen ein

Die deutschen Autokonzerne geraten im internationalen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Während der Umsatz der 19 größten Autohersteller weltweit im ersten Halbjahr 2026 um 3,6% auf den Rekordwert von 1,048 Billionen Euro stieg, sanken die Erlöse der deutschen Hersteller um 2,9% auf 284 Milliarden Euro. Das zeigt eine Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. Gewinne und

Autoindustrie: Gewinne und Margen brechen ein
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

16.09.2026

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet

Private-Equity-Investoren können sich immer weniger auf Multiple-Expansion verlassen. Längere Haltedauern und schwierigere Exit-Märkte erhöhen den Druck, Wert operativ zu schaffen. Die Studie „Winning the Value Creation Game“ von Radial, Keyplayer und dem Centre for Performance Management & Controlling der Frankfurt School zeigt, welche Hebel dabei entscheidend sind. Management als wichtigster Werttreiber Mehr als 100 Gespräche

Was Private-Equity-Wertschöpfung wirklich entscheidet
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

16.09.2026

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort

Deutsche Unternehmen investieren weiter in China und finanzieren den Ausbau immer mehr aus eigenen Gewinnen vor Ort. Sie haben im ersten Halbjahr 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China investiert. Das zeigt eine IW-Auswertung auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Der Betrag lag rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum. Im längerfristigen Vergleich bewegt

Deutsche Unternehmen finanzieren China-Investitionen zunehmend aus Gewinnen vor Ort
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)