• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Kryptowährungen spalten die deutsche Wirtschaft

26.05.2021

Kryptowährungen spalten die deutsche Wirtschaft

Beitrag mit Bild

© ulchik74/fotolia.com

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum haben nach immer neuen Höchstständen gerade einen heftigen Einbruch verzeichnet, verschiedene internationale Konzerne planen die Integration in Bezahlsysteme oder legen selbst Teile ihrer Geldreserven in Kryptowährungen an – und die deutsche Wirtschaft ist bei dem Thema gespalten. Rund jedes zweite Unternehmen sieht in Kryptowährungen nur etwas für Spekulanten (54%), hält sie für zu kompliziert (53%) oder nur für Kriminelle geeignet, die Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung betreiben (46%). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 652 Verantwortlichen für digitale Technologien bzw. Blockchain in Unternehmen ab 50 Beschäftigten im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Fast ebenso weit verbreitet ist allerdings die Einschätzung, dass etwa Bitcoin sich zu einem digitalen Gold entwickelt, das als alternative Geldanlage dienen kann (46%) oder Kryptowährungen allgemein eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sind (44%). Doch rund jedes dritte Unternehmen meint, die Kurse von Kryptowährungen werden in den nächsten Jahren massiv einbrechen (37%), aber ebenso viele sagen, Kryptowährungen eignen sich als langfristige Geldanlage (39%).

Laut der Studienautoren gibt es auf dem Markt für Kryptowährungen viel Übertreibung und auch Betrugsmaschen. Aber es sei sicher, dass Kryptowährungen dauerhaft Teil unserer Wirtschaft werden. Mit zunehmender Regulierung werden sie dabei auch für Unternehmen interessant und wichtig, so der Digitalverband. Wer sich heute mit Bitcoin & Co. beschäftige, könne sich damit einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Banken und Finanzdienstleister beurteilen Kryptowährungen deutlich positiver

Auffällig ist, dass die Verantwortlichen in Banken und anderen Finanzdienstleistern Kryptowährungen deutlich positiver beurteilen als die Gesamtwirtschaft. Von ihnen halten nur 46% Kryptowährungen vor allem für Spekulation geeignet, aber 62% sehen in ihnen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem. Und für jedes Zweite (49%) eignen sich Kryptowährungen zur langfristigen Geldanlage, nur jedes Vierte (28%) erwartet in den kommenden Jahren massive Kurseinbrüche. Nur 3 von 10 Banken und Finanzdienstleistern (31%) sehen in Kryptowährungen allein eine Spielwiese für Kriminelle, aber 46% sehen sie als digitales Gold zur alternativen Geldanlage. Womöglich liegt diese unterschiedliche Einschätzung auch am Kenntnisstand rund um Kryptowährungen: Unter den Banken und Finanzdienstleistern halten nur 11% sie für zu kompliziert.

(Pressemitteilung Bitkom vom 25.05.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

peshkova/123rf.com

03.03.2026

KI gegen Finanzkriminalität: Vom Trend zur Pflichttechnologie

Künstliche Intelligenz ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Strategien zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – mit klarem Fokus auf Effizienzsteigerung und Next-Generation-Sicherheitstechnologien wie verhaltensbasierter Biometrie. INFORM, Entwickler von Softwaresystemen für KI-gestützte Entscheidungsfindung in den Bereichen Risiko, Betrug und Compliance, veröffentlichte zentrale Ergebnisse seiner aktuellen Branchenumfrage „The Artificial Intelligence & Anti-FinCrime Market Research Survey“. Die Resultate unterstreichen

KI gegen Finanzkriminalität: Vom Trend zur Pflichttechnologie
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

02.03.2026

Exit-Blockade für Private Equity: EU sucht Lösungen

Private-Equity-Investoren in der EU sehen sich weiter mit Herausforderungen konfrontiert, wenn sie ihre Beteiligungen veräußern wollen, etwa durch Börsengänge (IPOs) oder den Verkauf von Unternehmensanteilen. Doch ohne funktionierende Ausstiegsmöglichkeiten stockt der Kapitalfluss. Dazu hat die Europäische Kommission eine öffentliche Konsultation gestartet. Bis zum 27.04.2026 können Startups, Wachstumsunternehmen, Private-Equity-Fonds und weitere Stakeholder ihre Erfahrungen teilen. Beitrag

Exit-Blockade für Private Equity: EU sucht Lösungen
Meldung

© vege/fotolia.com

26.02.2026

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China

Der deutsche Mittelstand sorgt sich um seine internationale Konkurrenzfähigkeit. Eine Sonderbefragung zum KfW-Mittelstandspanel im September 2025 ergab: Mehr als 40 % aller im globalen Wettbewerb stehenden deutschen Mittelständler rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition in den kommenden drei Jahren – das sind gut doppelt so viele wie zweieinhalb Jahre zuvor. Nur 23 % gehen von einer Verbesserung

Mittelstand beklagt steigenden Konkurrenzdruck aus China
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)