• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Chemiebranche: Fusionen und Übernahmen in 2015 auf Rekordniveau

13.01.2016

Chemiebranche: Fusionen und Übernahmen in 2015 auf Rekordniveau

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Neuer Rekord bei den Fusionen und Übernahmen in der Chemiebranche: Wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervorgeht, gab es im Jahr 2015 weltweit 183 Transaktionen ab 50 Mio. USD mit einem Gesamtvolumen von 156,2 Mrd. USD. Das ist der höchste jemals gemessene Wert für die Chemiebranche.

Allein der Wert der Übernahmeaktivitäten im letzten Quartal 2015 überstieg das jeweilige Gesamtvolumen der Jahre 2011 bis 2014. Auch der durchschnittliche Wert der Transaktionen erreichte mit knapp 1 Mrd. USD eine rekordverdächtige Höhe und lag deutlich über den Vergleichswerten der Vorjahre. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren mehrere große Deals, allen voran die Ankündigung der Mega-Fusion zwischen den beiden amerikanischen Chemieriesen Dow Chemical und Dupont in Höhe von 62,1 Mrd. USD.

Eurozone legt zu – China und USA dominieren

„Das hohe Transaktionsvolumen in 2015 lässt sich nicht zuletzt auch auf eine stärkere Aktivität von Unternehmen und Investoren aus der Eurozone zurückführen“, erklärt Dr. Volker Fitzner, Partner und Experte für die Chemieindustrie bei PwC. „Ihre Beteiligung an Deals ab einem Wert von 50 Mio. USD erreichte mit 28 Mrd. USD ein beinahe doppelt so hohes Niveau wie im Vorjahr.“ Und dies obwohl die Anzahl der Deals mit Beteiligung der Eurozone um 50% gegenüber 2014 gesunken ist. Der regionale Schwerpunkt der M&A-Aktivitäten in der Chemiebranche lag allerdings auch im letzten Jahr wieder in den USA und in China.

Spezialchemie und angrenzende Industriebereiche im Fokus

Wie bereits im Vorjahr waren die meisten Transaktionen in 2015 dem Sektor Spezialchemie zuzurechnen. Besonders auffällig war die Marktstellung dieses Bereichs bei den Mega-Deals, also bei Transaktionen ab einem Volumen von mindestens 1 Mrd. USD. Hier stammte mehr als die Hälfte der Fusionen und Übernahmen aus dem Segment Spezialchemie. Aber auch angrenzende Branchen, wie die Ernährungsmittelindustrie, waren für Chemieunternehmen von Interesse.

Ausblick 2016

Vor dem Hintergrund der angekündigten Transaktionen wird die Dynamik des M&A-Marktes in der chemischen Industrie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in diesem Jahr weiter anhalten. „Die angekündigte Mega-Fusion in den USA könnte zu einem echten Game-Changer werden. Nicht nur das angekündigte Verfahren eines Mergers mit darauf folgender Aufspaltung in spezialisierte Segmente, auch die Reaktionen der anderen Chemieunternehmen werden für viel Dynamik im neuen Jahr sorgen“, so Fitzner. Insbesondere Abspaltungen und Carve-outs könnten das Kaufinteresse anderer Branchenakteure wecken. „Wir müssen mit einer weiteren Spezialisierung in der Branche auf bestimmte Marktsegmente, gerade in den Bereichen Spezial- und Petrochemie rechnen“, so Fitzner weiter.

(Pressemitteilung PwC vom 11.01.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

Corporate Finance

08.10.2026

Future Finance Conference 2026: Finance neu denken

Die Finanzfunktion erlebt aktuell einen tiefgreifenden Wandel. Künstliche Intelligenz, intelligente Automatisierung, datengetriebene Steuerung und neue Formen der Zusammenarbeit verändern nicht nur Prozesse, sondern auch die Rolle von CFOs und Finance-Teams grundlegend. Die Future Finance Conference 2026 greift diese Entwicklungen auf und bietet eine Plattform für alle, die die Zukunft von Finance aktiv mitgestalten wollen.  Am

Future Finance Conference 2026: Finance neu denken
Meldung

© WrightStudio/fotolia.com

08.10.2026

Deutscher Wagniskapitalmarkt erlebt sehr starkes drittes Quartal

Der deutsche Venture-Capital-Markt hat ein sehr erfolgreiches drittes Quartal erlebt. Hiesige Start-ups sammelten mehr als 4,5 Milliarden Euro ein – das war nochmal ein gutes Drittel mehr als im starken Vorquartal und fast viermal mehr als im dritten Quartal 2025. Gemessen am Dealvolumen war es das stärkste Quartal seit dem vierten Quartal 2021. Insgesamt erhielten

Deutscher Wagniskapitalmarkt erlebt sehr starkes drittes Quartal
Meldung

©Sondem/fotolia.com

07.10.2026

Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt

Deutsche Unternehmen haben den Wert ihrer Direktinvestitionen im Ausland seit 2010 mehr als verdoppelt. Der Bestand an deutschen Direktinvestitionen im Ausland lag im Jahr 2024 (letztverfügbarer Datenstand) bei 1.689 Milliarden Euro. Das zeigt eine vom Auswärtigen Amt geförderte IW-Analyse auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. Gründe hierfür sind vermehrt niedrige Produktionskosten im Ausland. Das

Deutsche Auslandsinvestitionen: Seit 2010 mehr als verdoppelt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)