• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Der nächste Wachstumshebel in der Banken- und Finanzbranche ist ein kollaboratives Ökosystem

04.05.2023

Der nächste Wachstumshebel in der Banken- und Finanzbranche ist ein kollaboratives Ökosystem

Umsatzwachstum und Rentabilität sind nach wie vor die wichtigsten Geschäftsziele für Unternehmen. Hinzu kommt ein neuer Konkurrent: die Entwicklung von kollaborativen Ökosystemen für neue Formen der Wertschöpfung.

Beitrag mit Bild

©Sondem/fotolia.com

Die Studie „The ecosystem imperative: How to create new sources of value in BFS enterprises“ zeigt, dass Banken und Finanzdienstleister, die zwischen makroökonomischen Herausforderungen und Innovationspotenzial hin- und hergerissen sind, die Schaffung von Ökosystemen als neue Hoffnung für Wachstum und neue Formen der Wertschöpfung sehen. Dies ist die erste Studie einer vierteiligen Reihe, in der Infosys und HFS Research 450 Führungskräfte aus dem Bank- und Finanzdienstleistungssektor in den Global 2000 befragt haben. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Umsatzwachstum (29 %) und Rentabilität (26 %) sind nach wie vor die wichtigsten Geschäftsziele für Unternehmen. Hinzu kommt ein neuer Konkurrent: die Entwicklung von kollaborativen Ökosystemen für neue Formen der Wertschöpfung (24 %).
  • 44 % der befragten Unternehmen glauben, dass sie ihr Wachstum in nur zwei Jahren durch Ökosysteme vorantreiben werden. Doch ohne eine vorgeschaltete Unternehmensmodernisierung könnten diese Bemühungen scheitern.
  • Die Förderung und Bindung von Talenten, das Fehlen einer zentralisierten Datenverwaltung und veraltete Technologien sind die größten Hindernisse für die Rentabilität von Innovationsinvestitionen.
  • BFS-Unternehmen wenden sich mit weitaus höheren Erwartungen an Kooperationspartner, um ihren Weg zu neuen Werten zu ebnen. Die bevorzugten Kooperationspartner bei der Lösung dieser Herausforderungen sind Full-Service-Unternehmen (65 %) und zunehmend auch FinTechs (60 %).

In Anbetracht der schwierigen makroökonomischen Umstände weisen die Befragten darauf hin, dass für eine strategische Zusammenarbeit sowohl die Kosten als auch der Wandel in Betracht gezogen werden müssen. Kosten allein sind nicht mehr genug.

Was bedeutet Ökosystem?

Die Studie definiert Ökosysteme als Zusammenarbeit zwischen mehreren Organisationen mit gemeinsamen Zielen, um neue Wertquellen zu schaffen. Dieser Ökosystem-Imperativ ist äußerst spannend. Er ist aber auch völlig unrealistisch, wenn BFS-Unternehmen keine angemessenen Schritte unternehmen, um die Unternehmensmodernisierung und die jahrzehntelangen technischen und prozessbedingten Schulden anzugehen. Im Rahmen der Studie wurden die BFS-Befragten in einen Innovationsreifegrad eingeordnet:

Horizont 1: Funktionale digitale Optimierung, aktueller Zustand, der zum Überleben erforderlich ist

Horizont 2: End-to-End-Unternehmensmodernisierung, erforderlicher Zustand, notwendig, um zu überleben

Horizont 3: Neue Wertschöpfung durch Ökosysteme, zukünftiger Zustand, die Chance zur Führung

50 % der Befragten befinden sich derzeit in Horizont 1 und konzentrieren sich auf die digitale Optimierung. In zwei Jahren wird sich dies ändern: 44 % erwarten, Horizont 3 zu erreichen, wo sich die Transformation des Ökosystems auf die Nutzung von Beziehungen konzentriert, um neue Formen der Wertschöpfung zu erzielen. Der Weg zu Horizont 3 muss Horizont 2, die Unternehmenstransformation, einschließen. Andernfalls wird die Zusammenarbeit des Ökosystems mit anderen Unternehmen, wie z. B. FinTechs, eingeschränkt.

(Infosys und HFS Research vom 03.05.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© Sergey Nivens/fotolia.com

29.10.2026

Konjunktur zieht an, private Investitionen bleiben schwach

Die deutsche Wirtschaft zeigt zum Jahresende 2026 wieder Wachstumssignale. Das aktuelle Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) steigt deutlich über die neutrale 100-Punkte-Marke. Doch der Aufschwung bleibt fragil: Während Industrie und staatliche Investitionen die Konjunktur stützen, halten sich private Unternehmen weiterhin mit Investitionen zurück. Hohe Energiepreise und ungünstigere Finanzierungsbedingungen erschweren die Planung. Industrie

Konjunktur zieht an, private Investitionen bleiben schwach
Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

28.10.2026

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko

Engpässe bei kritischen Rohstoffen bedrohen zunehmend die Industrieproduktion. Laut Boston Consulting Group (BCG) unterschätzen viele Unternehmen ihre Abhängigkeiten und verpassen zugleich Chancen auf staatliche Finanzierungshilfen. Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich Nach Berechnungen der BCG könnte die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden, Lithium, Kupfer und Graphit bis 2040 bei 120 bis 250 % des

Kritische Rohstoffe werden zum Finanzierungsrisiko
Meldung

©peterschreibermedia/123rf.com

27.10.2026

Kostendruck bremst grüne Transformation

Fast jedes zweite Unternehmen in Deutschland verschiebt Investitionen in Nachhaltigkeit. Gleichzeitig kritisiert eine deutliche Mehrheit die aufwendigen ESG-Berichtspflichten. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Kreditversicherers Atradius. Nachhaltigkeit bleibt wichtig – doch das Geld fehlt Die schwache Industriekonjunktur, Liquiditätsengpässe und geopolitische Unsicherheiten setzen Unternehmen unter Druck. Laut Atradius-Umfrage räumen 73 % der Befragten Nachhaltigkeit weiterhin eine

Kostendruck bremst grüne Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)