• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Banken fordern höhere Zinsen und weniger Regeln

19.06.2019

Banken fordern höhere Zinsen und weniger Regeln

Autokonzerne auf der Überholspur

Corporate Finance

Nach dem Willen der EZB bleiben die Nullzinsen im Euroraum noch mindestens bis 2020 bestehen. Viele Banken stellt das vor ernsthafte Probleme. 80% der Institute sagen, dass die Zinsen steigen müssen, damit sie wieder Geld verdienen. Drei Viertel verlangen von der Politik, Banken besser zu schützen und mehr zu deregulieren. Das geht aus einer Umfrage der Software-Firma Camunda hervor. 102 Führungskräfte und Projektleiter wurden befragt.
Die schwachen Erträge wirken sich auch darauf aus, wie schnell die Banken ihre Geschäfte digital umgestalten können. 59% der Institute geben an, dass ihnen die finanziellen Spielräume dafür fehlen – Mittel, die sich auch wegen der Nullzinspolitik nur noch schwer verdienen lassen. Viele gesetzliche Vorschriften, die von den Geldhäusern derzeit umgesetzt werden müssen, erhöhen den Druck zusätzlich, stellen die Studienautoren fest. 76% der Befragten erklären, dass zu viel Regulatorik sie daran hindere, sich um die digitale Transformation zu kümmern. Jetzt räche sich, dass viele Banken bei ihrer Kern-IT auf fremde Hilfe angewiesen seien.
Die Institute kämpfen beispielsweise mit der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie PSD II. Wenn die Kunden einverstanden sind, dürfen auch andere Unternehmen als die Hausbank auf ihre Konten zugreifen und sogar elektronisch Zahlungen auslösen. Verbraucher benötigen so etwa nur eine einzige App, um alle ihre Konten auf einen Blick zu verwalten. Gleichzeitig sollen besonders starke Authentifizierungen dafür sorgen, dass Geld zu überweisen sicherer wird. Doch dafür mussten die Banken teils tief in die eigenen IT-Systeme eingreifen und digitale Schnittstellen bereitstellen, stellen die Autoren der Studie fest. Am 14.09.2019 läuft die Frist dafür ab. Die Systeme zu öffnen, sei deshalb so aufwendig, weil die die Kernbank-IT dafür nicht ausgelegt seien.
Viele Banken rechnen wohl damit, dass sie künftig eher häufiger als seltener ihre IT anzupassen haben. Sie steuern daher jetzt um. 71% der Geldhäuser sind dabei oder planen konkret damit, ihre IT-Abteilungen so auszubauen, dass sie Software auch selbst entwickeln können. Zwei Drittel setzen dafür sogar auf eine eigenständige Abteilung. Software selbst entwickeln zu wollen, sei die richtige Strategie, so die Studienautoren. Global Player wie Goldman Sachs würden sich selbst schon seit Jahren eher als Technologiefirmen und nicht allein als Bank sehen.
(Pressemitteilung Camunda Services vom 18.06.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Rechtssystem, EU-Recht, Europa, §, Paragraf, Paragraph, Europarecht
Meldung

©bluedesign/fotolia.com

29.02.2024

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds

Der Rat der EU hat am 26.02.2024 neue Vorschriften angenommen, um die europäischen Kapitalmärkte und den Anlegerschutz in der EU zu stärken. Mit der nun angenommenen Richtlinie wird die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds geändert, die für Verwalter von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds, Privatschuldenfonds, Immobilienfonds und anderen alternativen Investmentfonds in der EU gilt. Außerdem wird der

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds
Rotstift, Krise, sparen, Taschenrechner, Konjunktur
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

29.02.2024

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung

Die deutsche Wirtschaft setzt ihre ausgeprägte Schwächephase auch im Winterhalbjahr 2023/24 fort. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal merklich gesunken (0,3 % ggü. dem Vorquartal). Ein erneuter Rückgang in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist sehr wahrscheinlich. Mehr noch: Die konjunkturellen Stimmungsindikatoren deuten auf keine rasche Belebung der deutschen Wirtschaft

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung
Handshake with chinese flag background
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

28.02.2024

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief

Chinesische Käufer kommen bei Firmenübernahmen in Europa immer seltener zum Zug: Die Zahl der Transaktionen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 139 auf 119. Im Jahr 2016 – auf dem Höhepunkt des Booms chinesischer M&A-Transaktionen in Europa – waren noch 309 Zukäufe chinesischer Unternehmen registriert worden. Auch das Transaktionsvolumen sank erneut: Der

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank