• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Business Angels Netzwerk Deutschland und Startup-Verband gründen German Standards Setting Institute

09.08.2018

Business Angels Netzwerk Deutschland und Startup-Verband gründen German Standards Setting Institute

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Startup-Finanzierungen in Deutschland sollten schneller, einfacher und kostengünstiger möglich und gleichzeitig rechtssicher sein, fordert das Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. (BAND). Der Branchenverband hat sich deshalb mit dem Bundesverband Deutsche Startups e.V. zusammengetan, um eine solche Sammlung standardisierter Rechtsdokumente zu erarbeiten.

Zu diesem Zweck wurde von den beiden Verbänden im Juli 2018 das German Standards Setting Institute (GESSI) gegründet. Durch die Kooperation beider Verbände, erarbeiten Vertreter beider Vertragsparteien – also Startups und Investoren – die Dokumente gemeinsam, sodass ein fairer Interessenausgleich zustande kommt. Um ein großes Maß an Ausgewogenheit zu erreichen, werden die Texte des GESSI durch Arbeitsgruppen erstellt, in welchen, neben fachlichen Experten, Startup-Vertreter und Investoren-Vertreter berufen werden. Die Federführung der Arbeitsgruppe obliegt jeweils einer fachlich versierten Anwaltskanzlei.

Standarddokumente werden regelmäßig überprüft und können kommentiert werden

Der Prozess der Standardisierung endet nicht mit der Veröffentlichung. Jeder, der möchte, kann die Texte kommentieren oder Anregungen geben. Die jeweilige Arbeitsgruppe wird in regelmäßigen Abständen die Kommentare prüfen und gegebenenfalls Textänderungen vornehmen. Wichtig ist, dass die Standarddokumente nicht die individuelle Rechts- und Steuerberatung ersetzen können. Jemand, der sich zum ersten Mal mit gesellschaftsrechtlichen Verträgen befasst, sei es als Angel oder als Startup, benötigt für ein solides Gesamtverständnis eine fachkundige Beratung. Dennoch kann ein Standarddokument helfen, sich schneller zurechtzufinden und den Beratungsbedarf besser zu identifizieren.

Erstes GESSI-Standardvertragswerk zu Wandeldarlehen erhältlich

Wandeldarlehen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und werden bereits bei etwa 40 % der Erstfinanzierungen genutzt, können jedoch einige Fallstricke enthalten. Erarbeitet hat das Vertragswerk eine gemeinsame Arbeitsgruppe beider Verbände unter juristischer Federführung der Anwaltskanzlei Osborne Clarke.

Das Vertragswerk Wandeldarlehen besteht aus fünf Teilen: Nach einführenden Verwendungshinweisen, die quasi als Gebrauchsanweisung dienen und dem zur Aufnahme von Wandeldarlehen ermächtigenden Gesellschafterbeschluss folgt der eigentliche Wandeldarlehensvertrag sowie die Wandlungsverpflichtung. Ergänzt wird das Vertragswerk durch ein Excel-Berechnungstool für Wandeldarlehensverträge. Die Texte sind inzwischen durch das GESSI unter www.standardsinstitute.de veröffentlicht worden, frei und kostenlos herunterladbar und an den individuellen Bedarf anpassbar. Die Dokumente sind in der Regel simultan in Deutsch und Englisch verfasst, wobei die deutsche Version die rechtlich verbindliche ist.

Die nächsten Dokumente des GESSI sind bereits in Arbeit: Das „Term Sheet“, das den eigentlichen Beteiligungs- und Finanzierungsvertrag vorbereitet, und ein Standard-Arbeitsvertrag.

Um Beteiligten und Interessierten das German Standards Setting Institute vorzustellen, findet am 23.08.2018, um 16.00 Uhr, in Düsseldorf eine Kick-off Veranstaltung statt, gefolgt von einer Roadshow mit Stopps in Berlin, Frankfurt, Stuttgart und München.

(Pressemitteilung Business Angels Netzwerk Deutschland vom 30.07.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

pitinan/123.rf.com

16.04.2026

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz

Fast die Hälfte (45 %) der Unternehmen, die sich selbst als „KI-Vorreiter“ bezeichnen, verfügen laut einer neuen Studie von Payhawk nicht über die notwendigen grundlegenden Governance-Strukturen, um KI sicher in Finanzprozessen zu skalieren. Die aktuelle Studie stellt zudem die gängige Annahme infrage, dass die KI-Reife entlang eines definierten Pfads erläuft. Selbst innerhalb der Kategorie der

Finanzverantwortlichen fehlen Mindestregeln für KI-Einsatz
Meldung

© ferkelraggae/fotolia.com

14.04.2026

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen

Immer weniger mittelständische Unternehmen interessieren sich für eine Kreditaufnahme bei ihrer Bank oder Sparkasse. Nur 27 % der Mittelständler in Deutschland sind grundsätzlich bereit, einen Bankkredit zur Investitionsfinanzierung aufzunehmen – das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren. Im Jahr 2023 zogen noch 42 %, 2017 sogar 66 % der Unternehmen eine Kreditfinanzierung in Betracht. Das sind Ergebnisse

Immer weniger Mittelständler wollen einen Kredit aufnehmen
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.04.2026

Milliardengrab E-Auto: Massiver Gewinneinbruch der Autokonzerne

Was vor wenigen Jahren noch als große Zukunftswette galt, entwickelt sich für viele Autokonzerne inzwischen zu einer massiven finanziellen Belastung. Führende Hersteller in Europa und den USA korrigieren derzeit ihre Elektrostrategien und müssen dafür tief in die Bilanz greifen. Abschreibungen auf Batteriefabriken, Entwicklungsprojekte und Modellreihen summieren sich bereits auf fast 60 Milliarden Euro. Gewinne brechen

Milliardengrab E-Auto: Massiver Gewinneinbruch der Autokonzerne
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)