02.10.2015

Delisting: Besserer Schutz für Aktionäre

Autokonzerne auf der Überholspur

Corporate Finance

Künftig sollen Anleger besser vor Kursstürzen geschützt werden, die aus einem Delisting resultieren.

Wenn Aktiengesellschaften sich in Zukunft von der Börse zurückziehen, sollen Anleger eine Entschädigung bekommen. Diese orientiert sich am durchschnittlichen Börsenkurs in den sechs Monaten vor Verkündigung des Rückzugs vom Parkett. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Finanzausschusses des Bundestags. Damit bessern die Parlamentarier eine ursprüngliche Entschädigungsregelung der Regierung nach. Diese sollte sich am Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor dem angekündigten Börsenabschied orientieren.

Fauler Kompromiss?

Die von der Koalition vorgesehenen Änderungen sieht die SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger als „faulen Kompromiss“ an. Nach wie vor hält die SdK einen Beschluss der Hauptversammlung über das Delisting sowie die Einführung einer gerichtlich nachprüfbaren Abfindung zum vollen Verkehrswert im Zuge des sogenannten Spruchverfahrens für unabdingbar. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz schließt sich an. Gerade bei kleineren Werten bleibe der Börsenkurs bei einem Delisting manipulierbar, auch innerhalb eines halben Jahres.

(Handelsblatt / CF Redaktion)


Redaktion

Weitere Meldungen


Rechtssystem, EU-Recht, Europa, §, Paragraf, Paragraph, Europarecht
Meldung

©bluedesign/fotolia.com

29.02.2024

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds

Der Rat der EU hat am 26.02.2024 neue Vorschriften angenommen, um die europäischen Kapitalmärkte und den Anlegerschutz in der EU zu stärken. Mit der nun angenommenen Richtlinie wird die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds geändert, die für Verwalter von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds, Privatschuldenfonds, Immobilienfonds und anderen alternativen Investmentfonds in der EU gilt. Außerdem wird der

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds
Rotstift, Krise, sparen, Taschenrechner, Konjunktur
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

29.02.2024

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung

Die deutsche Wirtschaft setzt ihre ausgeprägte Schwächephase auch im Winterhalbjahr 2023/24 fort. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal merklich gesunken (0,3 % ggü. dem Vorquartal). Ein erneuter Rückgang in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist sehr wahrscheinlich. Mehr noch: Die konjunkturellen Stimmungsindikatoren deuten auf keine rasche Belebung der deutschen Wirtschaft

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung
Handshake with chinese flag background
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

28.02.2024

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief

Chinesische Käufer kommen bei Firmenübernahmen in Europa immer seltener zum Zug: Die Zahl der Transaktionen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 139 auf 119. Im Jahr 2016 – auf dem Höhepunkt des Booms chinesischer M&A-Transaktionen in Europa – waren noch 309 Zukäufe chinesischer Unternehmen registriert worden. Auch das Transaktionsvolumen sank erneut: Der

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank