01.07.2023

Deutliches Umsatzplus im EU-Einzelhandel

Hohe Inflationsraten lassen Einzelhandelsumsätze in der EU erneut steigen, auch wenn die Kaufzurückhaltung hoch bleibt.

Beitrag mit Bild

©Cybrain/fotolia.com

Der Einzelhandel in den 27 EU-Staaten konnte auch 2022 seinen Umsatz deutlich steigern. So flossen im vergangenen Jahr rund 2,83 Billionen Euro in den Einzelhandel, was einem Umsatzplus von 6,5 % entspricht. Die höchsten Zugewinne verzeichneten die osteuropäischen Staaten, allesamt mit Wachstumsraten von über 9 %. Mit 23 % liegt die Slowakei dabei deutlich auf dem ersten Platz. Dies zeigt die neue Studie zum Einzelhandel in Europa, in der GfK wichtige Schlüsselindikatoren untersucht.

Große Unterschiede beim Einzelhandelsumsatz in den EU-Ländern

Während sich der Einzelhandelsumsatz in Osteuropa 2022 deutlich steigern konnte, zeichnete sich in Skandinavien ein anderes Bild ab: So erzielte Finnland ein Umsatzplus von nur 3 %, in Schweden war der Einzelhandelsumsatz mit minus 1 % sogar leicht rückläufig. Ein detaillierterer Blick auf die Fast Moving Consumer Goods (FMCG) zeigt, dass auch hier die osteuropäischen Länder und allen voran die Slowakei auf den vorderen Rängen liegen. EU-weit betrug die Steigerungsrate von Produkten des täglichen Bedarfs 6,9 %, in der Slowakei wuchs der Umsatz sogar um 38 % und damit um ein Vielfaches des Umsatzes im Nonfood-Bereich.

Einzelhandel in der Dauerkrise

„Zuerst die Corona-Pandemie, dann der Angriffskrieg auf die Ukraine – der europäische Einzelhandel erlebt eine Krise nach der anderen“, erklärt Studienleiter Dr. Philipp Willroth. „Trotzdem verzeichnete der Einzelhandel 2022 ein deutliches Umsatzplus. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Verbraucherpreise, allen voran bei Lebensmitteln und im FMCG-Bereich generell, zurückzuführen. Die Menschen in Europa sind aufgrund der hohen Inflation und dem Krieg in der Ukraine sowie der damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen aber weiterhin verunsichert und gehen eher sparsam mit ihrem Geld um.“

(GfK vom 29.06.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

05.11.2026

Exportfinanzierung im geopolitischen Stresstest

Geopolitische Spannungen, Sanktionen und verschärfte Exportkontrollen erschweren zunehmend die Finanzierung internationaler Geschäfte. Neben der wirtschaftlichen Tragfähigkeit entscheiden heute auch regulatorische Anforderungen und geopolitische Risiken darüber, ob Exportgeschäfte finanzierbar bleiben. MMag. Marta Zuliamis, Counsel bei Baker McKenzie, und Dr. Oliver Socher, Partner bei Baker McKenzie, erläutern, welche Finanzierungsstrukturen unter diesen Bedingungen an Bedeutung gewinnen, welche Rolle

Exportfinanzierung im geopolitischen Stresstest
Meldung

©pitinan/123rf.com

04.11.2026

CFO-Studie: Zwischen großen Zielen und knappen Ressourcen

Laut einer aktuellen CFO-Studie des Beratungsunternehmens RGP erwarten 89% der CFOs eine positive Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Allerdings geben 49% an, dass ihre Transformationsvorhaben die verfügbaren Umsetzungskapazitäten übersteigen. Nur 31% berichten, dass mindestens drei Viertel ihrer großen strategischen Initiativen in den vergangenen drei Jahren die angestrebten Ergebnisse fristgerecht erreicht haben. Hohe Verantwortung, wenig

CFO-Studie: Zwischen großen Zielen und knappen Ressourcen
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

03.11.2026

Deutschlands Rechenzentren vor gewaltigem Wachstum

Künstliche Intelligenz (KI) verändert den deutschen Rechenzentrumsmarkt grundlegend. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie werden 2035 bereits 55 % der Kapazitäten für KI und Hochleistungsrechnen (HPC) benötigt. 2026 liegt der Anteil noch bei 20 %. Die gesamte IT-Anschlussleistung soll von 3.300 Megawatt auf rund 9.700 Megawatt steigen. Damit bleibt Deutschland Europas größter Rechenzentrumsstandort. International wächst jedoch der

Deutschlands Rechenzentren vor gewaltigem Wachstum
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)