• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Digitalisierung im Rechnungswesen kommt nur in kleinen Schritten voran

15.08.2019

Digitalisierung im Rechnungswesen kommt nur in kleinen Schritten voran

Autokonzerne auf der Überholspur

© Coloures-Pic/fotolia.com

Neue Technologien finden im Rechnungswesen nur zögerlich Anklang. Big Data-Analysetools, Self-Service Reporting und In-Memory-Datenbanken werden von etwa 90 Prozent der Unternehmen noch nicht oder lediglich in Pilotprojekten genutzt. Priorität haben Projekte, mit denen das Feld für weitere Digitalisierungsschritte erst geebnet wird. Dabei geht es vor allem um die Homogenität der im Rechnungswesen eingesetzten Basissysteme, die Standardisierung von Workflows und die Qualität der Stammdaten. Die Digitalisierung der Abschlussprüfung gewinnt an Bedeutung.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie „Digitalisierung im Rechnungswesen 2019“ von KPMG und der Ludwig-Maximilians-Universität München, für die CFO’s, Chief Accountants und andere leitende Führungskräfte aus 151 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Neben dem mutigeren Einsatz von neuen Technologien mangelt es zudem häufig an Offenheit für neue Methoden des Projektmanagements. Dr. Markus Kreher, Head of Finance Advisory bei KPMG: „Unternehmen gehen Transformationsprojekte im Rechnungswesen überwiegend noch nach klassischen Methoden an. Agile Prinzipien oder Methoden spielen eine untergeordnete Rolle. Nur jeder sechste Befragte sagt, dass Methoden wie Scrum oder Design Thinking eine hohe Bedeutung bei der Umsetzung von Digitalprojekten in ihrer Abteilung haben.“

Obwohl in den Unternehmen bereits transaktionale Prozesse wie beispielsweise Purchase to Pay und Order to Cash bei fast drei von vier Unternehmen ganz oder teilweise automatisiert sind, zeigen die Umfrageergebnisse, dass es noch viel Potenzial für weitere Automatisierungen gibt. Um hierfür innovative Lösungen zu entwickeln, arbeiten immer häufiger Beschäftigte aus den Fachbereichen eng mit Kollegen aus der IT zusammen.

Dr. Markus Kreher: „Die Digitalisierung des Rechnungswesen stellt neue Anforderungen an die Personalplanung. Immer mehr Unternehmen stellen hierfür interdisziplinäre Teams zusammen, die Mitarbeiter aus den Fachbereichen und aus der IT umfassen. Auch in neue Mitarbeiter wird investiert, um neue Kompetenzen zu erwerben. Outsourcing hingegen spielt eine untergeordnete Rolle.“

Digitalisierung der Abschlussprüfung gewinnt an Bedeutung

Die meisten der befragten Unternehmen teilen die Einschätzung, dass die Digitalisierung der Abschlussprüfung an Bedeutung gewinnt. So gehen 78 Prozent davon aus, dass die Datenanalyse im Hauptbuch in naher Zukunft „wichtiger“ bis „sehr wichtig“ werden wird. Beim Nebenbuch sind es 75 Prozent. Die Hälfte der Befragten erwartet auch entsprechende Visualisierungen über Process Mining in der Abschlussprüfung. Dr. Markus Kreher: „Die Ergebnisse zeigen, dass durchaus eine gesteigerte Erwartungshaltung an den Einsatz neuer Technologien in der externen Abschlussprüfung besteht. Unregelmäßigkeiten und Auffälligkeiten lassen sich hier mit technischer Unterstützung schnell erkennen.“

(Pressemitteilung KPMG vom 14.08.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Trend, Prognose, Aufschwung
Meldung

©alphaspirit/123rf.com

28.05.2024

KfW-Research: Deutsche Wirtschaft wächst wieder

Im ersten Quartal 2024 hat die Wirtschaftsleistung wieder leicht zugenommen, nachdem sie am Ende von 2023 geschrumpft ist und im Gesamtjahr praktisch stagniert hat. Die bisher verfügbaren Frühindikatoren deuten für das zweite Quartal 2024 ebenfalls auf ein leichtes Wachstum hin und in der zweiten Jahreshälfte dürfte der Aufschwung an Breite gewinnen. Insgesamt erwartet KfW Research

KfW-Research: Deutsche Wirtschaft wächst wieder
Startup on Display of Vending Machine.
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

28.05.2024

Startups: Zwischen Hoffen und Bangen

Steigende Zinsen, Nullwachstum und globale Krisen: Die schwierige Konjunktur geht auch an den deutschen Startups nicht spurlos vorbei. Aktuell befürchtet aufgrund der konjunkturellen Entwicklung rund jedes zehnte Startup (11 %) eine Insolvenz in den kommenden zwölf Monaten. Fast die Hälfte (45 %) sagt, in den vergangenen zwei Jahren habe sich die Situation allgemein für Startups in Deutschland

Startups: Zwischen Hoffen und Bangen
Frankfurter Bankenviertel mit Untermainbrcke
Meldung

© mojolo/fotolia.com

27.05.2024

Banken rechnen mit weiterer Konsolidierung

Banken in Deutschland sind wenig optimistisch mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung: 47 % der Geldhäuser erwarten eine Verschlechterung der Wirtschaftslage in diesem Jahr, 9 % sogar eine starke Eintrübung. Nur 30 % rechnen aktuell mit einer Verbesserung in den kommenden 12 Monaten. In keiner der früheren EY-Befragungen war der Anteil derer, die mit einer starken Verschlechterung rechnen,

Banken rechnen mit weiterer Konsolidierung
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank