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31.08.2022

DIW-Konjunkturbarometer: Deutsche Wirtschaft vor schwierigem Herbst

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW Berlin liegt im August bei 78,7 Punkten und verharrt somit weit unter der 100-Punkte-Schwelle, die für ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft steht. Gegenüber Juli hat sich der Wert um knapp sieben Punkte verbessert. Angesichts des schwierigen Umfelds mit hoher Inflation, Energiekrise und Dürre hält sich die deutsche Wirtschaft noch erstaunlich gut. Für das dritte Quartal ist dennoch mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Leider wird es immer wahrscheinlicher, dass wir eine Rezession bei gleichzeitig hoher Inflation durchmachen werden, so die Prognose der DIW-Konjunkturexperten.

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

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Zudem bleiben die Risiken abwärtsgerichtet. Die Energiekrise zwingt bereits jetzt viele Gasanbieter, neue Verträge abzuschließen und die Preise massiv zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund bleibt auch die Teuerung hoch und viele Menschen sind inflationsbereinigt mit deutlichen Lohneinbußen konfrontiert. Darüber hinaus belastet die abkühlende Weltkonjunktur die exportorientierte deutsche Wirtschaft. In den meisten entwickelten Volkswirtschaften, aber auch in Schwellenländern wie insbesondere China, deuten sich für das zweite Halbjahr nur geringe Wachstumsraten oder sogar Rezessionen an.

Industrie zunehmend unter Druck

Die größten Auswirkungen zeigen sich nach wie vor in der Industrie. Der Krieg in der Ukraine, die Schwäche der Weltkonjunktur und die daraus resultierende Unsicherheit mindern Auftragseingänge auf der einen und hemmen Materiallieferungen und Produktionsabläufe auf der anderen Seite. Darüber hinaus wachsen die Sorgen um die Energieversorgung. Die deutsche Industrie hält sich in Anbetracht der widrigen Umstände zwar tapfer, och die Herausforderungen nehmen kein Ende und setzen die gesamte Branche zunehmend unter Druck, stellen die Konjunkturforscher fest.

Hohe Inflation und Energiepreise mindern die Kaufkraft

Im Frühjahr hatten nach dem Abflauen der Pandemie die Dienstleistungen noch stützend auf die deutsche Wirtschaft gewirkt, doch hier zeigen sich nun auch zunehmend Probleme. Die anhaltend hohe Inflation führt zu einer merklich geringeren Kaufkraft der Haushalte und die Aussichten bleiben schlecht. Laut der Studienautoren drücken die Sorgen um die Gasversorgung und die hohen Energiepreise massiv auf die Konsumlaune, insbesondere bei Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen.

(Pressemitteilung Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung vom 31.08.2022)


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26.09.2022

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Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge des Russland-Ukraine-Kriegs machen sich im M&A-Markt bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2022 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich weniger Fusionen und Übernahmen statt als im vorangegangenen Halbjahr. Die Anzahl der Transaktionen sank von 1.884 auf 1.436 – ein Rückgang um 23,8%. Davon entfielen 1.061 auf Deutschland, 104 auf Österreich und 271 auf die Schweiz. Die Höhe der Unternehmenskäufe fiel um 34,8% von 107,4 auf 67,3 Mrd. €.

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Laut des M&A-Marktreports zum Bereich Environmental, Social & Governance Technology (ESG) des M&A-Beratungsunternehmens Hampleton Partners zielten in der ersten Jahreshälfte 2022 weltweit 93 Deals auf ein ESG-Unternehmen ab – das ist ein Anstieg von 173% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Der Environmental, Social & Governance Technology M&A Market Report von Hampleton Partners untersucht Transaktionen, die in den letzten fünf Jahren auf Unternehmen abzielten, die sich auf ESG-Techunterstützung spezialisiert haben. Der Schwerpunkt liegt auf Software, Outsourcing-Services und Beratung sowie auf Technologielösungen im weiteren Sinne.

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Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger

Noch nie schütteten die DAX-Konzerne so viel Dividenden aus wie in diesem Jahr: 51 Mrd. € gingen an die Investoren. Im Jahr zuvor waren es nur 36 Mrd. € gewesen. Deutsche Anleger haben allerdings wenig vom Geldregen durch die DAX-Dividenden, denn die Wertpapiere von Deutschlands Top-Index befinden sich mehrheitlich – zu 53% – in der Hand ausländischer Investoren. Anleger aus Deutschland besitzen lediglich etwas weniger als ein Drittel (30%) der Wertpapiere der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. Bei mindestens 24 der 40 DAX-Konzerne liegt der Analyse zufolge die Mehrheit der Aktien in Depots im Ausland. Deutsche Investoren halten dagegen nur bei vier Unternehmen mehr als 50% der Anteile.

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