• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Dynamik bei Immobilienpreis-Entwicklung leicht abgeflacht

15.08.2020

Dynamik bei Immobilienpreis-Entwicklung leicht abgeflacht

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© industrieblick / fotolia.com

Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) legte im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 um 5,5% zu und steht nun bei 166,4 Punkten. Trotz dieser neuen Höchstmarke zeigen sich die ersten Auswirkungen der COVID-19-Krise auf den deutschen Immobilienmarkt. Der auf Basis echter Transaktionsdaten für den gesamtdeutschen Markt ermittelte Index für Wohnimmobilien stieg im zweiten Quartal 2020 um 6,0% (Q1/2020: 6,5%), für Gewerbeimmobilien um 3,9% (Q1/2020: 5,4%).

Die Aufwärtsentwicklung der Preise für Wohn- und Gewerbeimmobilien hält zwar weiterhin an, allerdings setzt sich die bereits seit einigen Quartalen nachlassende Dynamik fort, erklären die Autoren des vdp-Immobilienpreisindex.

Die COVID-19-Krise treffe die Teilmärkte unterschiedlich, so die Studie. Während die Preise bei Wohnimmobilien weiterhin stiegen, entwickelten sich die Transaktionsdaten für Gewerbeimmobilien in den einzelnen Objektarten im zweiten Quartal differenziert: Büroimmobilien verteuerten sich nochmals um 6,3% (Q1/2020: 8,4%), die Preise für Einzelhandelsimmobilien gaben hingegen um -1,3% (Q1/2020 -1,1%) weiter nach.

Immobilienmarkt zeigt sich in der Krise robust

Der Immobilienmarkt zeigt sich auch in der Krise bislang weiterhin recht robust, so die Einschätzung der Studienautoren. Ein massiver Preisrückgang, wie er bisweilen prognostiziert wurde, sei derzeit trotz des pandemiebedingten, dramatischen Einbruchs der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal 2020 um -10,1% noch nicht zu erkennen. Aber natürlich müsse beobachtet werden, wie sich der weitere Verlauf der Pandemie auf die Volkswirtschaft und die Einkommenssituation privater Haushalte auswirken wird. Davon werde es auch abhängen, wie sich die Immobilienpreise im zweiten Halbjahr und in den Folgejahren entwickeln.

Preisentwicklung im zweiten Quartal 2020 im Überblick:

  • Wohn-/Gewerbeimmobilien gesamt: +5,5%
  • Wohnimmobilien in Deutschland: +6,0%
  • Wohnimmobilien in Top 7-Städten: +2,8%
  • Gewerbeimmobilien: +3,9%
  • Büroimmobilien: +6,3%
  • EZH-Immobilien: – 1,3%

Wie in den Quartalen zuvor überstieg das Preiswachstum bei Wohnimmobilien laut des vdp-Immobilienpreisindex auch im zweiten Quartal 2020 das Wachstum bei Gewerbeimmobilien. Demnach verteuerten sich Wohnimmobilien deutschlandweit im Durchschnitt um 6,0%. Treiber dieser Entwicklung waren sowohl die Preise für selbst genutztes Wohneigentum als auch für Mehrfamilienhäuser mit Steigerungsraten von 6,8% bzw. 5,2%. Der Anstieg der Neuvertragsmieten belief sich auf 3,1%.

Deutlich geringere Preisdynamik in Top 7-Städten

In den Top 7-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart ist nach Angaben des vdp weiterhin eine sich abflachende Dynamik zu beobachten. Die Preise für Wohnimmobilien verteuerten sich im zweiten Quartal 2020 in den Metropolen erneut deutlich geringer als im gesamten Bundesgebiet. Zu der Steigerungsrate von 2,8% trug das Preiswachstum bei selbst genutztem Wohneigentum von 4,6% überdurchschnittlich bei, während die Preise für Mehrfamilienhäuser nur um 2,3% stiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legten die Neuvertragsmieten in den Top 7-Städten um 1,6% zu.

Preisrückgang bei Einzelhandelsimmobilien setzt sich fort

Die Preise für Gewerbeimmobilien entwickelten im zweiten Quartal 2020 langsamer – mit einem Plus von 3,9%. Büroimmobilien verteuerten sich sogar um 6,3%. Die Preise für Einzelhandelsimmobilien gaben dagegen um -1,3% nach. Bei dieser Objektart scheint die Pandemie den schon vorher zu beobachtenden Strukturwandel zugunsten des Onlinehandels weiter zu verstärken. Folglich reduzierten sich auch die Neuvertragsmieten für Einzelhandelsflächen im Jahresvergleich um 1,8%.

(Pressemitteilung Verband deutscher Pfandbriefbanken vom 10.08.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© habrda/ fotolia.com

12.08.2022

Automobilbranche setzt Transformationspfad um und kämpft sich mit Erlös- und Kostenoptimierung aus der Krise

Angesichts der steigenden Material- und Energiekosten sowie der Engpässe in den Lieferketten steht die Optimierung von Kosten- und Erlösstrukturen ganz oben auf der Topmanagement-Agenda in der Automobilindustrie. 45% der Befragten sehen dies derzeit als sehr wichtig an, 18% als wichtig. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Branchenbefragung der Managementberatung Horváth.

Automobilbranche setzt Transformationspfad um und kämpft sich mit Erlös- und Kostenoptimierung aus der Krise
M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

12.08.2022

Großbritannien überholt Deutschland und wird zum Top-Investitionsstandort in Europa

Trotz Brexit und Covid ist das Vereinigte Königreich so attraktiv wie eh und je für ausländische Investoren. Laut dem jüngsten M&A-Attractiveness Index Score, der vom Mergers and Acquisitions Research Centre der Bayes Business School veröffentlicht wurde, ist das Vereinigte Königreich nun das Top-Ziel in Europa für eingehende und inländische Investitionen. Die jüngste jährliche Rangliste – die erste, die die tatsächlichen Auswirkungen der Covid-Pandemie auf die einzelnen Länder als Ziele für ausländische Direktinvestitionen berücksichtigt – vergleicht die Geschäftsaktivitäten und die Attraktivität für Investoren von 148 Ländern weltweit.

Großbritannien überholt Deutschland und wird zum Top-Investitionsstandort in Europa
Meldung

©aksanakoval / 123rf

11.08.2022

M&A-Markt: Unternehmen setzen auch in turbulenten Zeiten auf Übernahmen

Die weltweite M&A-Rekordjagd hält trotz hoher Inflation und drohender Rezession an. Und es zeichnet sich ab, dass das Transaktionsvolumen in diesem Jahr mit 4,7 Billionen USD den zweithöchsten Wert seit der Jahrhundertwende erreichen könnte. Lediglich im Ausnahmejahr 2021 war es mit 5,9 Billionen USD höher. Das hat der „Global M&A Report Midyear 2022“ der Unternehmensberatung Bain & Company ergeben.

M&A-Markt: Unternehmen setzen auch in turbulenten Zeiten auf Übernahmen
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank