01.01.1970

Factoring und M&A – die perfekte Verbindung

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Mehr Cash für Targets ohne mehr Leverage – und zwar schnell: Factoring bietet bei M&A-Transaktionen klare Vorteile und sollte deshalb künftig eine deutlich größere Rolle spielen. Die Gründe erläuterte Jörg Diewald, Chief Commercial Officer bei GE Capital in Deutschland, kürzlich im Rahmen des German M&A and Private Equity Forums 2016 in Düsseldorf.

2015 war weltweit ein spannendes Jahr für die M&A-Branche. Erfreulich ist dabei die Tatsache, dass bei den Verhandlungen zwischen den Transaktionsparteien die Verbesserung der betrieblichen Wertschöpfung zunehmend in den Vordergrund rückt. Denn die optimale Nutzung der Assets zur Liquiditätsgenerierung ist nicht nur ein innerbetriebliches Thema, sondern kann auch die Finanzierung des Targets im Zusammenhang mit M&A-Transaktionen deutlich erleichtern – eine große Chance für Private-Equity-Gesellschaften und gleichzeitig für die Factoring-Industrie in Deutschland. Tatsächlich ermöglicht eine Finanzierung des Working-Capital-Bedarfs durch Factoring eine wesentlich höhere Liquiditätsausschöpfung gegenüber herkömmlichen Kreditlinien von Banken. So können in der Regel rund 90% des Werts der Forderungen in den Targets zeitnah in Liquidität umgewandelt werden. Der Liquiditätszufluss aus dem Forderungsverkauf führt zu einem geringeren Leverage, weil damit die Finanzierung des Working-Capital-Bedarfs des Targets abgedeckt wird.

Grundsätzlich sehe ich beim Thema Factoring im Rahmen von M&A-Transaktionen in Deutschland Nachholbedarf. In angelsächsisch geprägten Ländern werden Factoring-Experten schon seit einigen Jahren regelmäßig bei Beteiligungen, Übernahmen oder Kooperationen bereits im Bewertungsprozess herangezogen. Wir von GE Capital sind optimal darauf vorbereitet, bereits im Rahmen von Due-Diligence-Prozessen schnell und zuverlässig Angaben über die Liquiditätspotenziale des Forderungsbestands in den Targets bereitzustellen.

Entscheidung binnen 48 Stunden

Geschwindigkeit ist oft einer der entscheidenden Faktoren bei M&A-Transaktionen. Sobald uns die notwendigen Materialien – Information Memorandum und Open Account Ledger – vorliegen, können wir innerhalb von 48 Stunden eine belastbare Aussage darüber treffen, ob Factoring bei einem Target möglich ist und wie viel Liquidität aus dem Forderungsbestand des Targets gewonnen werden könnte.

Mit unseren Factoring-Lösungen bieten wir eine sinnvolle Verknüpfung von Liquiditätsbeschaffung, Datenmanagement und Beratungskompetenz in Verbindung mit einer hohen Transaktionssicherheit – auch international. Viele Gründe sprechen für Factoring, auch und gerade bei Unternehmensübernahmen und -beteiligungen. Darum sind wir überzeugt, dass Factoring als strategischer Baustein bei M&A-Transaktionen immer in Betracht gezogen werden sollte.


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© weyo/fotolia.com

27.08.2026

Wettbewerbsfaktor Subventionen

Europa unterstützt seine Industrie im internationalen Vergleich deutlich weniger als China und die USA. Das zeigen aktuelle Analysen von OECD und Internationalem Währungsfonds (IWF). Während die OECD Subventionen anhand der Bilanzen großer Industrieunternehmen untersucht, betrachtet der IWF die Unternehmenslandschaft breiter. Trotz unterschiedlicher Methoden kommen beide Studien zu einem ähnlichen Ergebnis: China gewährt mit Abstand die

Wettbewerbsfaktor Subventionen
Meldung

© anyaberkut/fotolia.com

26.08.2026

Angriffe auf deutsche Wirtschaft immer öfter von ausländischen Geheimdiensten

Ausländische Nachrichtendienste nehmen deutsche Unternehmen immer stärker ins Visier. 37% der Firmen, die von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen waren, konnten mindestens einen Angriff einem fremden Geheimdienst zuordnen. Im Vorjahr waren es 28%, 2023 erst 7%. Das zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung von 1.003 Unternehmen ab zehn Beschäftigten. Insgesamt waren 96% der Unternehmen nachweislich oder vermutlich

Angriffe auf deutsche Wirtschaft immer öfter von ausländischen Geheimdiensten
Meldung

©Maksim Kabakou/fotolia.com

25.08.2026

KfW Research erhöht Wachstumsprognose für Deutschland

Die deutsche Wirtschaft hat sich in diesem Jahr deutlich widerstandsfähiger gezeigt als allgemein angenommen. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % zum Vorquartal, im ersten Quartal gelang sogar ein Anstieg um 0,4 %. KfW Research hatte angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs eigentlich mit einem Rückgang des BIP im zweiten Quartal gerechnet. Mehr Wachstum trotz

KfW Research erhöht Wachstumsprognose für Deutschland
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)