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20.01.2017

Finanzierungsmonitor 2017: Zwei von drei Mittelständlern erwarten in diesem Jahr verschärfte Kreditkonditionen

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Rund zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit erschwerten Finanzierungsbedingungen. Schon 2016 fiel es jeder zweiten Firma schwerer, ein Darlehen zu erhalten. So war die kurzfristige Finanzierung des laufenden Geschäfts durch Hausbanken für sie gekennzeichnet durch ein Mehr an Bürokratie und längere Wartezeiten.

Rund zwei Drittel der mittelständischen Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit erschwerten Finanzierungsbedingungen. Schon 2016 fiel es jeder zweiten Firma schwerer, ein Darlehen zu erhalten. So war die kurzfristige Finanzierung des laufenden Geschäfts durch Hausbanken für sie gekennzeichnet durch ein Mehr an Bürokratie und längere Wartezeiten.

Das ergab der bereits zum zweiten Mal vom digitalen Kreditmarktplatz creditshelf erhobene „Finanzierungsmonitor“. Für die Studie wurden zusammen mit der TU Darmstadt mehr als 100 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen befragt.

Kleine und mittlere Firmen erwarten auch im neuen Jahr nicht, bei der Kreditaufnahme von der immer noch anhaltenden Niedrigzinsphase zu profitieren. „Im Gegenteil: Für 2017 herrscht Skepsis, wie unsere Studie zeigt. 64 Prozent der Betriebe halten schwierigere Kreditkonditionen durch steigende Zinsen für wahrscheinlich, 67 Prozent fürchten dies als Folge einer verschärften Regulierung und 63 Prozent aufgrund einer restriktiveren Kreditvergabe seitens der Hausbanken“, fasst Prof. Dr. Dirk Schiereck von der TU Darmstadt zusammen, der die Untersuchung wissenschaftlich begleitet hat. „Leider setzt sich damit unsere Beobachtung fort, dass der Mittelstand im vergangenen Jahr eher wenig von der angeblichen Kreditschwemme gespürt hat.“

Kreditzugang für jedes zweite Unternehmen verschlechtert

Dem „Finanzierungsmonitor 2017“ zufolge hat sich der Kreditzugang für jede zweite Firma im vergangenen Jahr verschlechtert. Ein Blick auf die Finanzierung der Rohstoffe und Waren für das laufende Geschäft ergibt, dass sich der Verwaltungsaufwand erhöht und die Wartezeiten verlängert haben: Nur noch 62 Prozent der Unternehmen bezeichnen den Umgang mit ihren Hausbanken als „unbürokratisch“, nach 75 Prozent in der Vorjahresstudie. Und obwohl 73 Prozent die Schnelligkeit der Kreditvergabe seitens der Institute loben, waren es im Vorjahr mit 81 Prozent doch noch deutlich mehr. Überdies empfindet jedes vierte Unternehmen seine Bank als unflexibel und wenig partnerschaftlich. Speziell in der Industrie ist die Stimmung gekippt. Während in der ersten Erhebung noch etwa zwei von drei Betrieben den unkomplizierten Umgang mit der Bank positiv hervorgehoben hatten, sind es in der aktuellen nur noch 53 Prozent.

Das Problem daran ist, dass die kurzfristige Finanzierung des laufenden Geschäfts von herausragender Bedeutung für die Unternehmen ist. Schließlich zahlen neun von zehn Firmen einen Teil ihrer Produktionsmittel über klassische Bankkredite. Doch es bahnt sich ein Wandel an. „Die Bindung zur Hausbank nimmt ab und viele Mittelständler stehen Online-Kreditplattformen aufgeschlossener gegenüber“, beobachtet creditshelf-Geschäftsführer Dr. Daniel Bartsch, der sein Angebot nicht als Konkurrenz zum Bankkredit sieht, sondern als eine sinnvolle Ergänzung. „Gerade in einer von geopolitischen Unsicherheiten geprägten Zeit legen kleine und mittlere Unternehmen großen Wert darauf, ihr laufendes Geschäft jederzeit zu tragfähigen Konditionen finanzieren zu können – das muss nicht mehr zwingend auf dem traditionellen Wege geschehen.“

(Pressemitteilung Creditshelf vom 17.01.2017)


Redaktion

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