• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • German Private Equity Barometer: Stimmungsdämpfer zum Jahresauftakt

28.05.2019

German Private Equity Barometer: Stimmungsdämpfer zum Jahresauftakt

Autokonzerne auf der Überholspur

© pichetw/fotolia.com

Die Stimmung auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt lässt auch nach dem Jahreswechsel weiter nach: Der Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers sinkt im 1. Quartal 2019 um 3,1 Zähler auf 64,7 Saldenpunkte. Dabei werden sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Geschäftserwartung pessimistischer bewertet. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage sinkt um 2,7 Zähler auf 70,7 Saldenpunkte, der Indikator für die Geschäftserwartung um 3,5 Zähler auf 58,6 Saldenpunkte.

Auf dem VC-Markt kann das Geschäftsklima seinen Rekordwert aus dem Schlussquartal des Vorjahres nicht halten und kühlt sich zum Jahresbeginn relativ deutlich um 12,6 Zähler auf 66,7 Saldenpunkte ab. Die VC-Investoren korrigieren sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartung nach unten. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage sinkt auf 71,1 Saldenpunkte (-11,5), der Indikator für die Geschäftserwartung fällt auf 62,4 Saldenpunkte (-13,7). Das VC-Marktumfeld zeigt sich allerdings weiterhin stark. Das Fundraisingklima steigt auf ein neues Hoch und toppt den bisherigen Bestwert aus dem Schlussquartal 2017. Auch setzt die Bewertung der Stärke des Dealflows ihren Aufwärtstrend fort und klettert auf ein Rekordhoch. Zudem zeigt sich bei den Einstiegspreisen eine deutliche Entspannung.

Im Spätphasensegment hat sich das Geschäftsklima nach dem deutlichen Stimmungsabschwung im zweiten Halbjahr 2018 zum Jahresbeginn stabilisiert. Der entsprechende Indikator legt im 1. Quartal 2019 leicht zu, um 3,5 Zähler auf 63,2 Saldenpunkte. Die Investoren bewerten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartung wieder etwas besser. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage steigt auf 70,4 Saldenpunkte (+3,4), der Indikator für die Geschäftserwartung auf 56,0 Saldenpunkte (+3,6). Trotz des Stimmungseinbruchs im zweiten Halbjahr 2018 zeigt sich das Marktumfeld bisher sehr stabil. Das Fundraisingklima ist auf sehr hohem Niveau, die Bewertungen von Höhe und Qualität des Dealflows sowie der Innovationstätigkeit der Unternehmen liegen im „guten“ Bereich. Außerdem hat sich die Unzufriedenheit der Spätphaseninvestoren mit den Einstiegspreisen zum Jahresbeginn deutlich entspannt. Dagegen hat sich das Exitumfeld stark eingetrübt, insbesondere die Bewertungen des IPO-Exitkanals. Hier hat sich die Meinung innerhalb von vier Quartalen gedreht: Von einem Bestwert im Auftaktquartal 2018 auf deutlich unter Durchschnitt aktuell.

„Das seit einiger Zeit sehr gute Fundraisingklima hat bisher die Einstiegspreise hoch gehalten“, sagt KfW-Ökonom Dr. Georg Metzger. „Auch die zunehmende Zahl an Investitionsgelegenheiten hatte daran nichts geändert. Offenbar ist nun aber die negative Stimmung an den Aktienmärkten auf die Einstiegspreise durchgeschlagen. Die Beteiligungsinvestoren dürften dies für neue Engagements nutzen.“

Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied ergänzt: „Die aktuell leichte Stimmungsabkühlung bedeutet eine Stabilisierung auf hohem Niveau und unterstreicht nur, dass der Beteiligungsmarkt durchaus in der Lage ist, zu korrigieren und nicht, wie bereits von einigen Beobachtern postuliert, ungebremst in eine Blase hineinläuft. Dazu passt auch, dass wir offenbar den Höhepunkt beim Preisniveau erreicht haben. Mit Blick auf die Zukunft der Branche gilt es nun insbesondere, das gute Fundraising-Umfeld zu nutzen und neue Mittel für die Investitionen der Zukunft zu sichern. Denn die Nachfrage nach Beteiligungskapital durch Unternehmen jeglicher Größe ist ungebremst.“

(Pressemitteilung KfW vom 28.05.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


CO2, Treibhausgase
Meldung

dmitrydemidovich/123rf.com

26.02.2024

Digitalisierung kann 2030 mehr als 70 Mio. Tonnen CO2 einsparen

Windräder, die mithilfe von Sensoren ihre Rotorblätter optimal an die Windstärke anpassen, Felder, die auf Basis von Satellitendaten sparsamer gedüngt werden, Fabriken, die dank KI hocheffizient produzieren und dabei Energie einsparen: Digitale Technologien können wesentlich dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele im Stichjahr 2030 erfüllt. Wie die neue Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ zeigt, kann der

Digitalisierung kann 2030 mehr als 70 Mio. Tonnen CO2 einsparen
Gender, pay gap, Lohnunterschied, Entgelttransparenz
Meldung

©BachoFoto/fotolia.com

26.02.2024

Gender Investment Gap: Startup-Gründerinnen erhalten viel weniger Geld als Männer

„Gender Pay Gap“ auch bei Deutschlands Gründerinnen: Startups, die von einem Team auf die Beine gestellt wurden, das ausschließlich aus Frauen besteht, erhielten im vergangenen Jahr nur einen Bruchteil der Summe, die an Jungunternehmen mit rein männlichen Gründungsteams floss. Konkret: 102 Millionen Euro gingen an Startups mit einem rein weiblichen Gründungsteam – das sind 2 %

Gender Investment Gap: Startup-Gründerinnen erhalten viel weniger Geld als Männer
Investition, Investment, Wachstum, Erfolg
Meldung

©Sondem/fotolia.com

22.02.2024

KMU in Deutschland sind im EU-Vergleich größer

Die KMU in Deutschland sind im Durchschnitt größer als die KMU in der EU insgesamt. Dies zeigt sich beispielsweise in der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten je KMU.

KMU in Deutschland sind im EU-Vergleich größer
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank