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18.01.2022

Global CEO Survey: CEOs blicken optimistisch in das Wirtschaftsjahr 2022

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie zeigen sich die CEOs weltweit zuversichtlich. Der Rekord-Optimismus aus dem vergangenen Jahr konnte sogar noch einmal gesteigert werden: 77% der CEOs glauben, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten verbessern wird (Vorjahr: 76%). An einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums glauben in diesem Jahr lediglich 15% (Vorjahr: 14%). Das sind Ergebnisse des diesjährigen 25. Global CEO Survey der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, an dem fast 4.500 CEOs aus 89 Ländern teilgenommen haben.

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Deutsche CEOs zeigen sich im globalen Vergleich ähnlich optimistisch: 76% der deutschen Führungskräfte rechnen im kommenden Jahr mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums (Vorjahr: 80%). Doch es gibt auch skeptische Einschätzungen. Fast jeder fünfte deutsche CEO (19%, Vorjahr: 11%) glaubt der Studie zufolge an einen Rückgang des Weltwirtschaftswachstums.

Mehr als drei Viertel der CEOs rechnen mit einem Anstieg des Weltwirtschaftswachstums

Gerade in anspruchsvollen Zeiten kommt es für CEOs auf die richtige Blickführung an, denn wo wir hinschauen, dort landen wir, erklären die Studienautoren. Der Blick stelle die Weichen. Konzentrieren sich Unternehmenslenker nicht nur auf die Schwierigkeiten, sondern auf Chancen, helfe das, ihre Organisationen sicher durch die Krise zu navigieren. Der weiterhin hohe Optimismus zeigt, dass dies vielen CEOs bisher gelungen ist, so der Global CEO Survey.

Nun ist es der Analyse zufolge wichtig, den Fokus nicht zu verlieren, denn die Pandemie sei noch nicht vorüber – und gleichzeitig stellen die Digitalisierung oder der demographische Wandel Unternehmen vor neue Aufgaben. Firmen müssten sich nun noch schneller und umfassender transformieren. Diesen Veränderungen sollten CEOs mit Neugierde, Mut und Vertrauen entgegentreten, so die Empfehlung der Studienautoren.

Blick aufs eigene Unternehmen: Optimismus überwiegt, doch er bröckelt

Auch beim Blick auf das eigene Unternehmen bleiben die CEOs in Deutschland mehrheitlich optimistisch. 59% sind sehr zuversichtlich, dass ihre Organisation in den nächsten zwölf Monaten wächst. Mit Blick auf die Vorjahreszahlen wird jedoch deutlich, dass der Optimismus bröckelt: Im Vorjahr waren noch 81% der Befragten sehr zuversichtlich. Nur 9% gaben in diesem Jahr an, nicht zuversichtlich zu sein (Vorjahr: 2%).

Ein ähnliches Szenario zeigt sich beim Dreijahresausblick auf das eigene Unternehmen. 67% der deutschen CEOs sind sehr zuversichtlich, dass ihr eigenes Unternehmen in den nächsten drei Jahren wächst. Mit Blick auf die Vorjahreszahlen zeigt sich jedoch, dass auch hier der Optimismus etwas zurückgegangen ist – im letzten Jahr machten noch 92% diese Angabe.

Cyber-Risiken, Klimawandel und geopolitische Konflikte bereiten Sorgen

Die Sorge vor Cyber-Risiken wie Hacking, Überwachung und Desinformation ist schon lange keine Randerscheinung mehr und scheint unter den deutschen CEOs noch einmal zugenommen zu haben: 59% der CEOs gaben an, dass sie diesbezüglich sehr besorgt sind (weltweit: 49%). Besorgt sind sie darüber hinaus vor allem wegen des Klimawandels (38%, weltweit: 33%) und geopolitischen Konflikten (38%, weltweit: 32%). Auch makroökonomische Volatilität (dazu zählen etwa Arbeitslosigkeit und Inflation) schätzen die deutschen CEOs als besonders bedrohlich ein (34%, weltweit: 43%). Zudem bereiten ihnen Gesundheitsrisiken – z.B. Pandemien wie Covid-19, chronische Krankheiten oder Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit – Sorgen (31%, weltweit: 48%). Soziale Ungleichheit besorgt lediglich 7% der deutschen CEOs (weltweit: 18%).

Vor allem das Umsatzwachstum könnte von diesen Bedrohungen beeinträchtigt werden, gaben die deutschen CEOs an. So befürchten 74% von ihnen, dass Gesundheitsrisiken wie die Covid-19-Pandemie den Verkauf ihrer Produkte und Dienstleistungen erschweren könnten. 61% der deutschen CEOs sagen darüber hinaus, Cyber-Risiken könnten die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen, außerdem die Innovationsfähigkeit (59%).

Das Ausland sieht Deutschland als den drittwichtigsten Wachstumstreiber: 18% der CEOs ausländischer Unternehmen gaben an, dass Deutschland für ihr Unternehmenswachstum in den kommenden zwölf Monaten wichtig sei (Vorjahr: 17%). Nur die USA (41%, Vorjahr: 35%) und China (27%, Vorjahr: 28%) werden von den CEOs weltweit als noch wichtiger gesehen.

Fast ein Drittel der Unternehmen strebt CO2-Neutralität an

Fast ein Drittel der deutschen Unternehmen verfolgt laut der Studie das Ziel, CO2-neutral zu werden. Dies bedeutet, dass kurzfristig unvermeidbare CO2-Emissionen durch den Kauf von Zertifikaten aus globalen Klimaschutzprojekten kompensiert werden. 31% der deutschen CEOs gaben an, dass ihr Unternehmen sich zu CO2-Neutralität verpflichtet habe (CEOs weltweit: 26%). Zudem gaben 36% an, dass daran gearbeitet werde, eine solche Verpflichtung einzugehen (CEOs weltweit: 30%). Allerdings sagen 33% der deutschen CEOs, dass es keine Verpflichtung des eigenen Unternehmens in dieser Hinsicht gebe (CEOs weltweit: 41%).

17% der deutschen CEOs gaben an, dass sich ihr Unternehmen zu „Net-Zero“ verpflichtet habe. Dies bedeutet, dass der CO2-Ausstoß des Unternehmens auf null oder nahe null reduziert wird. Verbleibende Rest-Emissionen werden durch Projekte neutralisiert, die Treibhausgasemissionen aus der Atmosphäre entfernen – um so „Netto Null“ zu erreichen. Weltweit gaben 22% der CEOs an, bereits ein Net-Zero-Commitment eingegangen zu sein. 45% der deutschen CEOs gaben indes an, dass es keine Verpflichtung zu „Net-Zero“ in ihrem Unternehmen gebe (CEOs weltweit: 44%). 34% der deutschen CEOs sagten, dass daran gearbeitet werde, eine solche Verpflichtung einzugehen (CEOs weltweit: 29%).

Größter Treiber für CO2-Neutralität und „Net-Zero“ sind Kundenerwartungen

Die Gründe deutscher Unternehmen, CO2-neutral zu werden und/oder sich zu „Net-Zero“ zu verpflichten, sind vielfältig. Zum einen wird das Bekenntnis zu CO2-Neutralität oder „Net-Zero“ offenbar von außen beeinflusst: 83% der deutschen CEOs sagen, dass ihre Entscheidung von Erwartungen der Kunden beeinflusst wurde. Darüber hinaus geht es CEOs darum, Risiken des Klimawandels zu minimieren – 64% der Befragten stimmen dem zu.

Grün ist für viele CEOs längst kein Trend mehr, sondern ein echter Erfolgsfaktor, so das Fazit der Studienautoren. Dies sei eine gute Entwicklung und Resultat der veränderten Anforderungen von Kunden und Stakeholdern. Im Fokus der Unternehmen sollte nun vor allem stehen, Kompetenzen im Bereich ESG (Environmental, Governmental und Social) aufzubauen, denn um nicht nur nachhaltig erfolgreich zu sein, sondern vor allem auch erfolgreich nachhaltig, sollten CEOs die ESG-Faktoren stärker in ihre Strategie einbeziehen.

Den 25. PwC Global CEO Survey können Sie hier herunterladen.


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