• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • KfW Kreditmarktausblick: Wachstumsdynamik wird sich nicht halten können

28.06.2019

KfW Kreditmarktausblick: Wachstumsdynamik wird sich nicht halten können

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

Corporate Finance

Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen in Deutschland (ohne Wohnungsbau und Finanzunternehmen) hat im 1. Quartal 2019 um 6,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugelegt und setzt damit die Dynamik des Schlussquartals 2018 fort (+6,6%). Dabei überrascht das kräftige Wachstum des Neugeschäfts mit längerfristigen Krediten angesichts der insgesamt enttäuschenden Konjunkturentwicklung und der gedämpften Stimmung der Unternehmen in Deutschland seit dem zweiten Halbjahr 2018.
Trotz des konjunkturellen Gegenwinds sind die Unternehmensinvestitionen zu Jahresbeginn in Deutschland mit 1,9% überraschend stark gewachsen. Hierfür dürften auch Sondereffekte im zweiten Halbjahr 2018 ausschlaggebend gewesen sein. Dazu zählen Investitionen von Unternehmen in ihre Fahrzeugflotte, die wegen der vorangegangenen Probleme der Automobilbranche, rechtzeitig neue Modelle über das neue „WLTP“-Prüfverfahren zum Verkauf registrieren zu lassen, nachgeholt werden konnten. Soweit diese Investitionen kreditfinanziert wurden, haben sie sich auch in den langfristigen Kreditneuzusagen niedergeschlagen.
Kreditmarkt wächst aufgrund von Sondereffekten im 1. Quartal unerwartet stark
Für den weiteren Jahresverlauf ist zu erwarten, dass sich das Wachstum der Unternehmensinvestitionen abschwächen wird, da der positive „Kfz-Effekt“ nur vorübergehender Natur gewesen sein dürfte. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten vor allem durch die Handelskonflikte und den weiter ungelösten Brexit sollte sich zudem das – laut Bank Lending Survey bis zuletzt noch intakte – Investitionsmotiv bei der Kreditaufnahme abschwächen. Beides macht eine Wachstumsabschwächung des Kreditneugeschäftes in den kommenden Quartalen wahrscheinlich.
Eine Lösung im Handelsstreit zwischen den USA und China oder mehr Klarheit im Brexit-Prozess könnte hingegen die Investitionstätigkeit stimulieren und mittelbar auch positive Impulse für das Kreditgeschäft setzen.
Nachlassende Dynamik des Kreditneugeschäftes erwartet
Laut des Kreditmarktausblicks dürfte der Wachstumstrend des Kreditneugeschäftes in den kommenden Quartalen wieder nach unten gerichtet sein. Die verhaltenen Wirtschaftsaussichten bei nach wie vor hohen Unsicherheiten dürften die – zuletzt noch sehr kräftige – Kreditnachfrage tendenziell dämpfen. Zudem sei davon auszugehen, dass Banken in einem solchen Umfeld bei der Kreditvergabe etwas vorsichtiger werden. Die fetten Jahre am Kreditmarkt dürften laut der KfW demnächst vorbei sein.
Der aktuelle KfW-Kreditmarktausblick ist hier abrufbar.
(Pressemitteilung KfW vom 28.06.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Gewinnwarnung
Meldung

© Jamrooferpix/fotolia.com

30.01.2023

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr

Die drohende Rezession, steigende Energiepreise und eine nachlassende Kaufkraft in der Bevölkerung lassen immer mehr Unternehmen vorsichtiger in die Zukunft blicken: Die Zahl der Gewinn- oder Umsatzwarnungen von Unternehmen aus dem DAX, dem MDAX und dem SDAX stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr 35 auf 70. Der stärkste Anstieg der Warnungen wurde im DAX verzeichnet: Nach sieben negativen Prognosekorrekturen im Vorjahr wurden 2022 insgesamt 18 derartige Warnungen gezählt. Im MDAX stieg die Zahl von acht auf 15, im SDAX von 20 auf 37.

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr
M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

27.01.2023

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen

Die weltweiten M&A-Aktivitäten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder zunehmen, da Investoren und Unternehmen zurzeit prüfen, inwiefern kurzfristige Risiken ihre langfristigen Strategien zur Unternehmenstransformation beeinflussen. Während die globale Deal-Aktivität durch makroökonomische Volatilität wie Rezessionsängste, steigende Zinsen, Rückgänge der Aktienbewertungen, geopolitische Spannungen und Unterbrechungen der Lieferkette getrübt bleibt, geben 60% der CEOs global an, dass sie dennoch nicht planen, Deals im Jahr 2023 zu verschieben.

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen
Green Investment, Nachhaltigkeit, Dax, Aktien, Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsberichterstattung
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

26.01.2023

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger

Der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit kommt deutlich voran. 84% der Verantwortlichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen der Realwirtschaft sagen, das Thema sei wichtiger geworden. In der Finanzwirtschaft liegt der Wert mit 73% nicht viel niedriger, so der „Sustainability Transformation Monitor 2023“. Knapp die Hälfte der Befragten aus der Realwirtschaft (46%) gibt an, das Thema Nachhaltigkeit sei in ihrem Unternehmen „voll und ganz“ oder „überwiegend“ verankert. In der Finanzwirtschaft sind es immerhin noch knapp 40%. Mehr als ein Drittel sagt, das Thema sei „teilweise“ verankert.

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank