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09.03.2018

Kreditmärkte im Euroraum: heterogen aber gesund

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© ferkelraggae/fotolia.com

Seit etwas mehr als einem Jahr belebt sich in der Eurozone das Kreditneugeschäft mit Unternehmen wieder und verleiht dem konjunkturellem Aufschwung im Währungsraum eine neue Qualität. Dabei zeigen sich bedeutende Unterschiede: Während der Kreditmarkt in Frankreich boomt und auch in Deutschland kräftig wächst, ist seine Dynamik in Italien und Spanien deutlich geringer. Das liegt vor allem daran, dass sich dort Großunternehmen in immer stärkerem Maß über die Ausgabe von Wertpapieren refinanzieren. Der Kreditkanal aber funktioniert auch in diesen beiden Ländern.

Nach der Finanzkrise befand sich im Euroraum das Kreditneugeschäft mit Unternehmen im Abwärtstrend. Selbst als sich die Konjunktur ab 2014 erholte, zeigte es zunächst kein nachhaltiges Wachstum. Doch seit rund einem Jahr belebt sich das Kreditneugeschäft wieder und verleiht dem Aufschwung im Euroraum eine neue Qualität.

Nach wie vor gibt es auf nationaler Ebene starke Unterschiede. Während in Frankreich der Kreditboom die Aufsicht auf den Plan gerufen hat, schrumpft das Neugeschäft mit Unternehmenskrediten in Italien weiter. Das liegt dort allerdings in erster Linie – wie in Spanien – am rückläufigen Geschäft mit Großkrediten, weil Großunternehmen zu ihrer Refinanzierung verstärkt auf Eigenmittel oder direkt auf den Kapitalmarkt zurückgreifen.

Insgesamt hat sich das Bild am Markt für Unternehmenskredite im Euroraum in den letzten Quartalen merklich aufgehellt. Und es sieht danach aus, dass diese positive Dynamik noch weiter trägt – ein gutes Zeichen für Wirtschaft und Kreditmärkte der Eurozone. Ein kleines Fragezeichen bleibt jedoch hinter den Entwicklungen in Italien.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: KfW vom 08.03.2018)


Redaktion

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