• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Managerhaftung: Cyberangriffe und Datenverlust sind größte Risiken für Führungskräfte

06.12.2018

Managerhaftung: Cyberangriffe und Datenverlust sind größte Risiken für Führungskräfte

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© kebox/fotolia.com

Das Spektrum der potenziellen Haftungsquellen für Führungskräfte ist so breit wie nie zuvor, wobei Cyberangriffe und Datenverlust 2018 die größten Risiken darstellen. Deshalb sollten Führungskräfte die Schutzmaßnahmen dringend prüfen.

Das geht aus dem jährlichen Directors Liability Report „D&O: Personal Exposure to Global Risk“ hervor, den Willis Towers Watson gemeinsam mit der Anwaltskanzlei Allen & Overy veröffentlicht hat. „Das Risiko von Cyberangriffen und Datenverlust hat inzwischen regulatorische Untersuchungen als oberste Priorität der Vorstände abgelöst“, sagt Mathias Pahl, Head of Corporate Risk and Broking bei Willis Towers Watson. „Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen haben angegeben, im vergangenen Jahr einen signifikanten Cyberangriff oder einen erheblichen Datenverlust erlitten zu haben. Zum Vergleich: 2017 lag dieser Wert nur bei 30 Prozent.“

Ausmaß der Bedenken in diesem Jahr auffallend

Der D&O Report analysiert seit 2012 die sich wandelnde Risikokultur des oberen Managements von Unternehmen. Der Rückblick auf die letzten Jahre zeigt auf, dass die Haftungsrisiken für die Unternehmensleitung stetig zunehmen. Zum ersten Mal sind die Bedenken vom Thema Cybersicherheit beherrscht – insbesondere von der Kombination aus Datenverlust und Cyber-Angriff. Mehr als die Hälfte aller Befragten (52 Prozent) bezeichnet das Risiko von Datenverlust, Datenverletzung oder Risiken im Zusammenhang mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als sehr oder äußerst besorgniserregend. Rund 50 Prozent gaben an, dass Cyber-Angriffe ihnen das gleiche Maß an Respekt einflößen. Geldbußen und Reputationsschäden belegen, dass diese Furcht durchaus berechtigt ist.

„Die Breite und die Tiefe der von den Führungskräften geäußerten Bedenken ist in diesem Jahr besonders auffällig“, erklärt Mathias Pahl. Von Gesundheit und Sicherheit über kriminelle Aktivitäten bis hin zu einem erhöhten Risiko für Beschäftigungsansprüche und aus dem Klimawandel ist das Spektrum der potenziellen Haftungsquellen für Manager so breit wie nie zuvor. Eine weitere zentrale Bedrohung ist außerdem das zunehmend professionelle Vorgehen der Klägeranwälte, welche Ansprüche gegen Manager weltweit geltend machen. „Noch nie zuvor war es für Führungskräfte wichtiger, sich über den Umfang ihres persönlichen Haftpflichtschutzes im Klaren zu sein“, ergänzt Mathias Pahl.

Weitere wichtige Umfrageergebnisse:

  • Regulatorische Risiken bleiben unter den wichtigsten drei Bedenken: 43 Prozent der großen Arbeitgeber und 38 Prozent der börsennotierten Unternehmen haben in den vergangenen zwölf Monaten einen regulatorischen Anspruch unter Beteiligung einer Führungskraft festgestellt.
  • 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sich der regulatorische Fokus auf die persönliche Verantwortung der Direktoren auf deren Entscheidungsprozesse auswirkt.
  • 72 Prozent der befragten börsennotierten Unternehmen sind besorgt über das aktuelle Wirtschaftsklima; 72 Prozent über geopolitische Risiken – ein Anstieg um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften, die sich auf das Geschäft eines Unternehmens auswirken, stellen in diesem Jahr für 37 Prozent der Befragten ein Risiko dar; 2017 lag dieser Wert noch bei 18 Prozent.

Um den vollständigen Report herunterzuladen klicken Sie hier.

(Pressemitteilung Willis Towers Watson vom 06.12.2018)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© Dan Race/fotolia.com

26.11.2022

KfW-Konjunkturkompass Herbst 2022: Rezession in Deutschland nur aufgeschoben

Der Kaufkraftschwund, die enorme Unsicherheit infolge von Ukraine-Krieg, Energiekrise und Covid-Pandemie, der Zinsanstieg und die schwache Weltwirtschaft belasten die Konjunktur in Deutschland. Nach dem von überraschend starken Nachholeffekten beim privaten Konsum getriebenen Zuwachs im Sommer wird Deutschland im Schlussquartal 2022 in die Rezession rutschen.

KfW-Konjunkturkompass Herbst 2022: Rezession in Deutschland nur aufgeschoben
Meldung

© adiruch na chiangmai/fotolia.com

25.11.2022

M&A-Markt: Kaufpreise für europäische Mittelständler stabil bei 10,0x EBITDA, trotz des turbulenten Marktumfelds

Die durchschnittlichen Kaufpreise für europäische Mittelständler hielten sich im dritten Quartal 2022 trotz aller Marktturbulenzen auf stabilem Niveau. Der Argos Index Mid Market blieb bei seinem Stand aus dem Vorquartal von 10,0x EBITDA.

M&A-Markt: Kaufpreise für europäische Mittelständler stabil bei 10,0x EBITDA, trotz des turbulenten Marktumfelds
Inflation
Meldung

©gesrey/123rf.com

25.11.2022

Finanzmarktexperten erwarten weitere Inflationssteigerungen

Vom ZEW Mannheim befragte Finanzexpertinnen und -experten gehen davon aus, dass im Zeitraum 2022 bis 2024 die Inflationsrate im Euroraum das EZB-Inflationsziel von 2,0% deutlicher übersteigen wird, als noch im August 2022 angenommen. Die Entwicklungen von Energie- und Rohstoffpreisen sowie Löhnen im Euroraum führten bei den Experten erneut zu gestiegenen Inflationserwartungen. Das sind die Ergebnisse der Sonderfrage zum ZEW-Finanzmarkttest im November 2022. Darin äußerten die rund 190 Befragten ihre Einschätzung zu den Entwicklungen von Inflationsraten in der Eurozone für die Jahre 2022 bis 2024.

Finanzmarktexperten erwarten weitere Inflationssteigerungen
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank