• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Ökonomen sehen deutlich schlechtere wirtschaftspolitische Lage

14.11.2023

Ökonomen sehen deutlich schlechtere wirtschaftspolitische Lage

In Deutschland kritisieren Wirtschaftsexpertinnen und -experten, dass die Wirtschaftspolitik planlos erscheint und zu wenig auf Marktmechanismen setzt.

Beitrag mit Bild

©JulienEichinger/fotolia.com

Wirtschaftsexpertinnen und -experten sehen eine deutlich verschlechterte wirtschaftspolitische Lage in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegenüber dem Vorquartal. Dies zeigt der Economic Experts Survey (EES), eine globale vierteljährliche Umfrage des ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik.

Sie bewerteten die Wirtschaftspolitik in Deutschland und Österreich mit jeweils -16 Punkten und in der Schweiz mit -8 Punkten, auf einer Skala von -100 bis +100. Diese Bewertungen weichen vom weltweiten Durchschnitt von +0,5 Punkten ab. „In Deutschland kritisieren die Experten, dass die Wirtschaftspolitik planlos erscheint und zu wenig auf Marktmechanismen setzt“, sagt ifo-Forscher Niklas Potrafke.

Wie sieht es in den anderen Ländern aus?

In Großbritannien allerdings sanken die Bewertungen noch stärker, um 27 Punkte, in Italien um 21 und in Spanien nur um 2 Punkte. In Frankreich hingegen schätzten die örtlichen Experten die Wirtschaftspolitik leicht positiver ein, +1 Punkt. In den USA waren die örtlichen Experten mit +9 Punkten deutlich positiver gestimmt, in China waren es +4 Punkte, aber viel weniger als in Indien (+34 Punkte). Japan schnitt dagegen mit -13 Punkten fast so schlecht wie Deutschland ab.

An der Umfrage vom 26.09.-11.10.2023 nahmen 1.541 Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus 128 Ländern teil.

(ifo Institut vom 10.11.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
Meldung

©DenysRudyi/fotolia.com

26.01.2026

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust

96 % der europäischen Topmanager und 85 % der Bürger halten daher den Schutz der europäischen Wirtschaftsinteressen für zwingend notwendig. Das ist eines der Ergebnisse des aktuellen „European Competitiveness Barometer“ der Boston Consulting Group (BCG), für das 850 Topmanager und 6.400 Bürger in 30 europäischen Ländern befragt wurden. Vier von fünf der befragten Führungskräfte und Bürger fordern

Topmanager warnen: Ohne Kurswechsel droht Standortverlust
Meldung

© Kara / fotolia.com

26.01.2026

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau

Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee kommt langsamer voran als politisch geplant. Das zeigt eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG). Zwar haben sich die neun Anrainerstaaten auf ein gemeinsames Ziel von 120 Gigawatt (GW) Offshore-Windleistung bis 2030 verständigt, doch aktuell sind erst rund 34 GW installiert. Um das Ziel zu erreichen, müsste

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen bremsen Offshore-Ausbau
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)