• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Private Equity-Geschäftsklima: Stimmung im Private Equity-Markt wird freundlicher

27.05.2021

Private Equity-Geschäftsklima: Stimmung im Private Equity-Markt wird freundlicher

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© alexlmx/fotolia.com

Nachdem die Erholung des Geschäftsklimas auf dem deutschen Private Equity-Markt im Zuge des Corona-Einbruchs zuletzt nur schleppend vorankam, hat sie nun an Dynamik zugelegt. Der Geschäftsklimaindikator des Spätphasensegments gewinnt im ersten Quartal 2021 18,7 Zähler auf -12,2 Saldenpunkte und liegt somit nur noch knapp im roten Bereich, so das aktuelle German Venture Capital Barometer, das die KfW zusammen mit dem Bundesverband deutscher Kapitalgesellschaften e.V. (BVK) berechnet. 

Dabei steigen sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch der Geschäftserwartungen. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage legt um 19,4 Zähler auf -15,4 Saldenpunkte zu, der Indikator für die Geschäftserwartungen klettert um 17,9 Zähler auf -9,0 Saldenpunkte.

Erholung des Marktumfelds geht weiter

Die Klimaindikatoren des deutschen Private Equity-Markts geben zwar insgesamt ein gemischtes Bild ab, zum Jahresstart legen die meisten von ihnen jedoch zu. Ein aufflammender Konjunkturoptimismus führt wohl zu einer insgesamt verbesserten Einschätzung über die Lage mittelständischer Unternehmen – die typische Zielgruppe von Private Equity-Beteiligungen – , wodurch die Qualität und die Stärke des Dealflows wieder positiv beurteilt werden, der Wertberichtigungsdruck sinkt und die Bereitschaft für Neuinvestitionen durch die Private Equity-Investoren deutlich zunimmt. Gleichzeitig sinkt die Zufriedenheit mit den Einstiegsbewertungen – ein fast zwangsläufiges Übel der Markterholung. Auch die Beurteilung der Exitmöglichkeiten ist mit einem deutlichen Anstieg zurück im grünen Bereich. Hier wird vor allem das IPO-Klima sehr gut bewertet. Die boomenden Aktienmärkte und somit der Ausblick auf eine mögliche starke IPO-Pipeline dürften hierfür ausschlaggebend sein. Die Beurteilung der Möglichkeiten für Trade-Sales hat sich seit dem Corona-Einbruch zwar auch stetig erholt, die Klimaampel steht hier aber noch auf gelb. Der Exitweg scheint also noch nicht gänzlich wieder frei zu sein.

Konjunkturoptimismus macht sich bemerkbar

„Nachdem das Geschäftsklima ein halbes Jahr stagnierte, lässt der deutsche Private Equity-Markt zum Jahresbeginn 2021 den Corona-Schock nun doch wieder ein Stück weiter hinter sich“, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. „Die positive Entwicklung dürfte mit den zunehmend besseren Konjunkturaussichten für mittelständische Unternehmen zu tun haben, auf denen bei Private Equity-Beteiligungen der Fokus liegt – geht es den Mittelständlern besser, sind auch die Investoren zufriedener.“

Investoren beurteilen Qualität und Stärke des Dealflows wieder positiv

“Während im Venture Capital-Markt der Optimismus schneller zurückgekehrte, ist die Zurückhaltung bei den Private Equity-Investoren verständlich. Die Pandemie hat im Mittelstand tiefere Spuren hinterlassen und viele Unternehmen vor zum Teil auch existenzielle Herausforderungen gestellt“, ergänzt Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BVK. „Aber die freundlicheren Einschätzungen hinsichtlich Fundraising, Exits und Dealflow sowie insbesondere die zunehmende Bereitschaft für Neuinvestitionen zeigen, dass die Beteiligungsgesellschaften wieder nach vorn blicken.

Enttäuschung der Mittelstandsinvestoren über neues Fondsstandortgesetz

Auffällig ist jedoch die kritischere Einschätzung des steuerlichen Rahmens. Hier dürfte die Enttäuschung der Mittelstandsinvestoren über das neue Fondsstandortgesetz entscheidend sein, denn sie wurden von Beginn an von den angedachten Verbesserungen hinsichtlich der Umsetzbesteuerung von Fondsmanagementleistungen ausgenommen. Laut Hinrichs ist dies eine verpasste Chance des Gesetzgebers, die deutsche Mittelstandsfinanzierung zu stärken.

Weitere Informationen zum German Venture Capital Barometer sind hier zu finden.

(Pressemitteilung Bundesverband deutscher Kapitalgesellschaften vom 27.05.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Gewinnwarnung
Meldung

© Jamrooferpix/fotolia.com

30.01.2023

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr

Die drohende Rezession, steigende Energiepreise und eine nachlassende Kaufkraft in der Bevölkerung lassen immer mehr Unternehmen vorsichtiger in die Zukunft blicken: Die Zahl der Gewinn- oder Umsatzwarnungen von Unternehmen aus dem DAX, dem MDAX und dem SDAX stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr 35 auf 70. Der stärkste Anstieg der Warnungen wurde im DAX verzeichnet: Nach sieben negativen Prognosekorrekturen im Vorjahr wurden 2022 insgesamt 18 derartige Warnungen gezählt. Im MDAX stieg die Zahl von acht auf 15, im SDAX von 20 auf 37.

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr
M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

27.01.2023

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen

Die weltweiten M&A-Aktivitäten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder zunehmen, da Investoren und Unternehmen zurzeit prüfen, inwiefern kurzfristige Risiken ihre langfristigen Strategien zur Unternehmenstransformation beeinflussen. Während die globale Deal-Aktivität durch makroökonomische Volatilität wie Rezessionsängste, steigende Zinsen, Rückgänge der Aktienbewertungen, geopolitische Spannungen und Unterbrechungen der Lieferkette getrübt bleibt, geben 60% der CEOs global an, dass sie dennoch nicht planen, Deals im Jahr 2023 zu verschieben.

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen
Green Investment, Nachhaltigkeit, Dax, Aktien, Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsberichterstattung
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

26.01.2023

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger

Der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit kommt deutlich voran. 84% der Verantwortlichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen der Realwirtschaft sagen, das Thema sei wichtiger geworden. In der Finanzwirtschaft liegt der Wert mit 73% nicht viel niedriger, so der „Sustainability Transformation Monitor 2023“. Knapp die Hälfte der Befragten aus der Realwirtschaft (46%) gibt an, das Thema Nachhaltigkeit sei in ihrem Unternehmen „voll und ganz“ oder „überwiegend“ verankert. In der Finanzwirtschaft sind es immerhin noch knapp 40%. Mehr als ein Drittel sagt, das Thema sei „teilweise“ verankert.

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank