• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Risikokapital-Investoren zeigen sich von geopolitischen Spannungen unbeeindruckt

21.04.2022

Risikokapital-Investoren zeigen sich von geopolitischen Spannungen unbeeindruckt

Die weltweiten Risikokapital-Investitionen zeigen sich trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen und der Probleme mit den weltweiten Lieferketten recht robust.  So gingen die Investitionen im ersten Quartal 2022 gegenüber dem historischen Rekordquartal 4/21 zwar etwas zurück, liegen jedoch zumindest in Deutschland und Europa deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Beitrag mit Bild

© WrightStudio/fotolia.com

Das zeigt der neue Venture Pulse von KPMG, für den regelmäßig die globalen Venture Capital-Investitionen ausgewertet werden.

Die Summe des investierten Venture Capitals in Europa lag in den ersten drei Monaten 2022 bei 31,7 Milliarden Dollar – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021 (27,3 Mrd.). Angeführt wurden die Finanzierungsrunden in Europa von den Investitionen in Checkout.com (UK, 1 Mrd. Dollar), WeFox (Deutschland, 871 Mio. Dollar) und Bolt (Estland, 710 Mio. Dollar). Dazu kam eine ganze Reihe weiterer dreistelliger Millionendeals in Finnland, Frankreich, Türkei, Italien und Österreich, was die geografische Vielfalt und Breite des europäischen Innovationsökosystems verdeutlicht. In Deutschland wurden 3,8 Milliarden Dollar in Start-ups gesteckt, das ist eine halbe Milliarde (15 Prozent) mehr als im Vergleichszeitraum 2021 (3,3 Mrd.). Lediglich weltweit betrachtet ist ein leichter Rückgang zu beobachten: von 151,4 Milliarden (Q1/21) auf 144,8 Milliarden (Q1/22).

Ashkan Kalantary, Leiter des Bereichs Venture Services bei KPMG: „Ich gehe davon aus, dass die VC-Investitionen in Deutschland insbesondere im Bereich der Fintechs auf einem hohen Niveau bleiben. Da die Unternehmen weiterhin mit Engpässen und Preiserhöhungen innerhalb ihrer Lieferketten konfrontiert sind, werden auch Unternehmen aus dem Logistiksektor für VC-Investitionen zunehmend interessant. Außerdem könnte die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und Druck des Klimawandels Investitionen in Klimaschutz und alternative Energiequellen und -systeme verstärken. Und auch Cybersicherheit wird ein wichtiges Thema bleiben. Sollte die Volatilität anhalten und das IPO-Fenster geschlossen bleiben, müssten viele Unternehmen ihre Ausstiegspläne und -strategien allerdings wohl überdenken. Dann könnten verstärkt M&A-Transaktionen an strategische Investoren zu einer Option werden.“


Weitere Meldungen


Meldung

© bakhtiarzein/fotolia.com

29.01.2026

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten

Was lange als Thema klassischer Industrien galt, erreicht nun die Fintech-Szene: ESG-Anforderungen aus CSRD, Investorenlogiken und strenger Governance. Prof. Dr. Oliver Roll, Managing Partner bei Prof. Roll & Pastuch und Professor an der Hochschule Osnabrück, und Dr. Johann Thieme, Senior Director Financial Services, diagnostizieren einen klaren Paradigmenwechsel. Nachhaltigkeit wird vom „Nice-to-have“ zum Bewertungsmaßstab und zum

Ohne ESG kein Kapital: Wie Fintechs unter Druck geraten
Meldung

©pitinan/123rf.com

29.01.2026

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation

Für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft müssen private Unternehmen bis 2045 hohe Milliardensummen investieren. Doch in einer Studie warnen Wissenschaftler am Institut der deutschen Wirtschaft (IW): Die Finanzierung droht an den Eigenkapitalgrenzen der Banken zu scheitern. 867 Milliarden Euro Eigenkapital benötigt Um die zusätzliche Kreditnachfrage für den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft abzusichern, müssten europäische Kreditinstitute

Bankenregulierung: Eigenkapitalregeln blockieren Milliarden für die Transformation
Meldung

©ra2 studio/fotolia.com

27.01.2026

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie

Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213,3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3,1 % bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW

Deutsche Innovationsausgaben so hoch wie nie
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)