• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Transparenz wird immer wichtiger: Anleger verlangen ESG-Daten, denen sie vertrauen können

03.06.2021

Transparenz wird immer wichtiger: Anleger verlangen ESG-Daten, denen sie vertrauen können

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

©Elnur Amikishiyev/123rf.com

ESG-Daten spielen für Anleger eine immer wichtigere Rolle. Fast 70% der Anleger sind der Ansicht, dass Unternehmen die Verantwortung haben, ihre ESG-Informationen – Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) – gegenüber den Investoren darzulegen, so die Ergebnisse einer Studie von Workiva, einem Anbieter von Softwarelösungen für die Finanzberichterstattung. Dabei stellen die Generation Z und jüngere Anleger im Millennial-Alter (18-34 Jahre) die höchsten Anforderungen an die ESG-Berichterstattung.

Fast zwei Drittel (65%) der 18- bis 34-Jährigen möchten wissen, ob ein Unternehmen ihren sozialen und moralischen Überzeugungen gerecht wird, bevor sie in es investieren, Fast die Hälfte (48%) der Befragten gab an, dass sie der ESG-Berichterstattung mehr vertrauen, wenn sie durch Zahlen und Daten anstelle qualitativer Beschreibungen untermauert werden.

ESG-Daten spielen bei Investment-Entscheidungen eine immer größere Rolle

Die Studie stellt fest, dass Transparenz in Bezug auf ESG-Angaben ein wesentlicher Bestandteil von Anlegerentscheidungen ist. Unternehmen sind zweifellos einem erhöhten Druck von Anlegern ausgesetzt, über ihre Fortschritte im Bereich ESG zu berichten.

Das Bewusstsein für ESG ist gerade bei jüngeren Anlegern besonders ausgeprägt

Jüngere Anleger wissen, was sie wollen. Das Bewusstsein für ESG ist in der jüngeren Generation besonders hoch. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (93%) ist sich der ESG-Themen bewusst. Von dieser Gruppe gab mehr als ein Drittel (36%) an, viel darüber zu wissen.

53% der Generation Z und Millennials glauben, dass ESG-Daten aufgrund des Klimawandels mehr und mehr an Bedeutung gewinnen werden.

Fast zwei Drittel (65%) der 18- bis 34-Jährigen möchten wissen, ob ein Unternehmen ihren sozialen und moralischen Überzeugungen gerecht wird, bevor sie in es investieren.

Anlegern fällt es schwer, den Umweltangaben von Unternehmen zu vertrauen

Auf die Frage, ob sie es schwierig finden, den Angaben der Unternehmen bezüglich ihrer Aktivitäten für Umwelt und Gesellschaft zu vertrauen, stimmten nur 15% der Befragten zu.

Darüber hinaus gaben 66% der Befragten an, dass es für sie schwer zu beurteilen ist, ob Unternehmen in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft richtig und korrekt vorgehen.

Millennials und Investoren der Generation Z fordern Datentransparenz

Fast die Hälfte (48%) der Befragten gab an, dass sie der ESG-Berichterstattung mehr vertrauen, wenn sie durch Zahlen und Daten anstelle qualitativer Beschreibungen untermauert werden. Dieser Anteil stieg bei den 18- bis 34-Jährigen auf 59%.

72% der Anleger sind der Meinung, dass Unternehmen es ihnen leichter machen sollten, ESG-Bemühungen anhand von Daten zu beurteilen.

53% der befragten Anleger gaben an, dass sie eher in ein Unternehmen investieren würden, das seine ESG-Berichterstattung nachweisen kann. Bei Anlegern der Generation Z und Millennials stieg diese Einschätzung auf 63%.

Diese Studie unter Privatanlegern steht im Einklang mit großen institutionellen Investoren und Vermögensverwaltern, die die Vorteile der Berücksichtigung von ESG-Kennzahlen als wichtigen Faktor beim Aufbau ihres Anlageportfolios hervorheben – genauso wie dem Trend hin zu neuen Vorschriften rund um die nichtfinanzielle Berichterstattung.

Engagement für Unternehmenstransparenz als Wettbewerbsvorteil

Die Studienergebnisse geben Unternehmen einen Ansporn, sich ernsthaft mit der Berichterstattung über ESG und andere nichtfinanzielle Daten zu befassen, erklären die Studienautoren. Sie gehen davon aus, dass es ein echter Wettbewerbsvorteil ist, moderne Anleger von heute mit einem Engagement für Unternehmenstransparenz zu gewinnen.

Laut der Studienautoren zeigt die Studie auch, dass Anleger Gewinnwachstum, mehr Datentransparenz und Fortschritte in allen ESG-Bereichen sehen wollen. Dies erfordert eine technische Lösung, die Genauigkeit liefert und den komplexen Prozess der Erfassung und Berichterstattung nichtfinanzieller Daten vereinfacht.

(Pressemitteilung Workiva vom 02.06.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

26.09.2022

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022

Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge des Russland-Ukraine-Kriegs machen sich im M&A-Markt bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2022 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich weniger Fusionen und Übernahmen statt als im vorangegangenen Halbjahr. Die Anzahl der Transaktionen sank von 1.884 auf 1.436 – ein Rückgang um 23,8%. Davon entfielen 1.061 auf Deutschland, 104 auf Österreich und 271 auf die Schweiz. Die Höhe der Unternehmenskäufe fiel um 34,8% von 107,4 auf 67,3 Mrd. €.

M&A-Aktivitäten in der DACH-Region: Zurückhaltung in der ersten Jahreshälfte 2022
Meldung

©aksanakoval / 123rf

23.09.2022

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg

Laut des M&A-Marktreports zum Bereich Environmental, Social & Governance Technology (ESG) des M&A-Beratungsunternehmens Hampleton Partners zielten in der ersten Jahreshälfte 2022 weltweit 93 Deals auf ein ESG-Unternehmen ab – das ist ein Anstieg von 173% gegenüber dem ersten Halbjahr 2019. Der Environmental, Social & Governance Technology M&A Market Report von Hampleton Partners untersucht Transaktionen, die in den letzten fünf Jahren auf Unternehmen abzielten, die sich auf ESG-Techunterstützung spezialisiert haben. Der Schwerpunkt liegt auf Software, Outsourcing-Services und Beratung sowie auf Technologielösungen im weiteren Sinne.

Das Klima im Fokus: M&A-Transaktionen im ESG-Sektor im Anstieg
Dividende
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

23.09.2022

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger

Noch nie schütteten die DAX-Konzerne so viel Dividenden aus wie in diesem Jahr: 51 Mrd. € gingen an die Investoren. Im Jahr zuvor waren es nur 36 Mrd. € gewesen. Deutsche Anleger haben allerdings wenig vom Geldregen durch die DAX-Dividenden, denn die Wertpapiere von Deutschlands Top-Index befinden sich mehrheitlich – zu 53% – in der Hand ausländischer Investoren. Anleger aus Deutschland besitzen lediglich etwas weniger als ein Drittel (30%) der Wertpapiere der wichtigsten Wirtschaftsunternehmen des Landes. Bei mindestens 24 der 40 DAX-Konzerne liegt der Analyse zufolge die Mehrheit der Aktien in Depots im Ausland. Deutsche Investoren halten dagegen nur bei vier Unternehmen mehr als 50% der Anteile.

Rekord-Dividende der DAX-Konzerne fließt zum Großteil an ausländische Anleger
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank