• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Übernahmen – geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft in der Chemie- und Pharmaindustrie?

09.12.2016

Übernahmen – geeignetes Mittel zur Steigerung der Innovationskraft in der Chemie- und Pharmaindustrie?

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie zeichnet sich seit geraumer Zeit ein klarer Übernahme-Trend ab. Fast 60 Prozent der Unternehmen in diesem Bereich waren kürzlich an M&A-Prozessen aktiv beteiligt.

In der chemischen und pharmazeutischen Industrie zeichnet sich seit geraumer Zeit ein klarer Übernahme-Trend ab. Fast 60 Prozent der Unternehmen in diesem Bereich waren kürzlich an M&A-Prozessen aktiv beteiligt.

Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung BearingPoint, für die 80 Führungskräfte aus der Chemie- und Pharmabranche befragt wurden. Als nachhaltige Alternative zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit dienen laut Studie Kooperationen mit Start-ups und Inkubatoren.

Übernahmen als Innovationstreiber

Eine Erklärung für die steigende Anzahl der Akquisitionen ist laut Studie die Tatsache, dass dabei neben dem reinen Wachstum und der Erschließung neuer geographischer Märkte auch der Wunsch nach der Stärkung der Innovationskraft und somit die Sicherung der Zukunftsfähigkeit eine entscheidende Rolle spielt. 52 Prozent der befragten Führungskräfte sehen M&A-Deals als geeignetes Mittel, die Innovationskraft der eigenen Organisationen zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es jedoch, einige Aspekte zu beachten.

Das Bewahren der Unternehmenskultur im Zuge der Übernahme ist essentiell zum Erhalt der Innovationskraft. Dass bei der Akquisition eines dynamischen, innovativen Unternehmens die Kultur erhalten bleiben muss, glauben auch über 70 Prozent der Studienteilnehmer. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht das Übertragen klassischer Konzernstrukturen und -prozesse auf die erworbene Firma als klare Gefährdung für eine nachhaltige und erfolgreiche Integration. Eine weitere Herausforderung in diesem Prozess sind für 75 Prozent der Befragten die oft langsamen und unklaren Entscheidungswege des erwerbenden Unternehmens. Und immer noch die Hälfte sieht intransparente Konzern-Governance als klares Integrationshindernis bei Akquisitionen.

Die Alternative zu M&A

Übernahmen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen sind jedoch nur eine Möglichkeit zur Steigerung der Innovationskraft. Als eine Alternative gilt die gezielte Investition in Start-ups bzw. Inkubatoren. Über 50 Prozent der Studienteilnehmer stehen dieser Kooperationsform offen gegenüber. Nur für jeden Fünften stellt die Investition in kürzlich gegründete Unternehmen grundsätzlich keine Alternative zu M&A-Deals dar. Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind interne Innovationsleistungen. Etwa jeder Zweite der Befragten glaubt, dass Innovationen eher durch eigenes Potenzial vorangetrieben werden.

„Die Zusammenarbeit mit kleinen, dynamischen Unternehmen zu Zwecken der Innovationssteigerung ist bisher ein neuer, wenig erprobter Ansatz in der Chemie- und Pharmaindustrie, aber klar auf dem Vormarsch. Start-ups bringen frische Ideen und fördern die Weiterentwicklung von Großunternehmen. Um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte sich ein Unternehmen sowohl mit klassischen M&A-Transaktionen als auch mit alternativen Investitionsformen auseinandersetzen. Dabei ist es erfolgsentscheidend, für jedes Unternehmen individuell die beste Form auszuwählen und systematisch umzusetzen“, kommentiert Jens Raschke, Partner bei BearingPoint.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung BearingPoint vom 08.12.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Startup on Display of Vending Machine.
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

28.09.2022

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich wieder erholt. Nach dem coronabedingten Knick im Jahr 2020 stieg die Zahl der Start-ups 2021 auf 61.000 an. Im Corona-Jahr 2020 war ihre Zahl auf 47.000 gesunken. Der Anstieg im vergangenen Jahr ist vor allem auf die wiederbelebte Gründungstätigkeit zurückzuführen. Durch diesen Basiseffekt ist auch die Zahl der Start-up-Gründungen gestiegen. Zugleich hat sich die Struktur der Gründungstätigkeit verändert: Es gründeten deutlich mehr Jüngere („U30“), was sich ebenfalls positiv auf die Zahl der Start-ups auswirkt, da die Projekte jüngerer Gründerinnen und Gründer häufiger Start-up-Merkmale aufweisen.

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an
Finanzen, Krise, Verknappung
Meldung

© djvstock/fotolia.com

27.09.2022

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet

Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungsengpässe, Inflation – Unternehmen sehen sich parallel mit diversen Krisen konfrontiert. Zudem müssen Firmen ihre Digitalisierung vorantreiben und den gestiegenen ESG-Anforderungen nachkommen. Diese vielfältigen Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen „Restrukturierungsstudie 2022“ von Roland Berger wider: 92% der befragten Experten und Expertinnen erwarten eine Zunahme der Restrukturierungsfälle. Mehr als die Hälfte sieht die Unternehmen nur bedingt oder gar nicht auf exogene Schocks vorbereitet.

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet
Working Capital Management
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

27.09.2022

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht

Die Automobilindustrie war in den vergangenen Jahren mit gleich mehreren großen Herausforderungen konfrontiert: Lockdowns infolge neuer Corona-Wellen, unterbrochene Lieferketten, starke Nachfrageschwankungen sowie ein Mangel an wichtigen Materialien und Bauteilen – Stichwort Chipkrise – setzten der Branche zu. Trotz dieser widrigen Umstände ist es den Unternehmen gelungen, ihre Umsätze zwischen 2017 und 2021 um 9% zu steigern und die Kapitalbindungsdauer um einen Tag zu verringern. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Herstellern und Zulieferern: Während die Original Equipment Manufacturer die Kapitalbindungsdauer seit 2017 von 19 auf 14 Tage drücken konnten, ist diese Kennzahl bei den Zulieferern in den vergangenen fünf Jahren auf 56 Tage gestiegen (plus sechs Tage).

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank