• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Unternehmen halten sich trotz Kreditangebot mit Investitionen zurück

29.05.2023

Unternehmen halten sich trotz Kreditangebot mit Investitionen zurück

Viele Betriebe haben Transformations- und Investitionspläne entwickelt – sie setzen sie aber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen noch zu wenig um.

Beitrag mit Bild

©tashatuvango/ fotolia.com

Die deutsche Wirtschaft ist im zurückliegenden Winterhalbjahr (Oktober 2022 bis März 2023) in eine Rezession gerutscht. Ausschlaggebend war ein kräftiges Minus beim privaten Konsum. Die Investitionen in den Bereichen Bau und Ausrüstung sind – gegenüber dem sehr schwachen Jahresendquartal 2022 – in den ersten drei Monaten dieses Jahres zwar wieder gestiegen. Legt man die konjunkturellen Frühindikatoren zugrunde, dann ist kurzfristig allerdings keine durchgreifende wirtschaftliche Besserung zu erwarten. Die Unsicherheit über die künftige Kosten- und Nachfrageentwicklung ist in der deutschen Wirtschaft weiterhin sehr hoch und führt zu einer abwartenden Haltung bei Investitionen.

Nachfrage nach Liquidität verhalten

Viele Betriebe haben Transformations- und Investitionspläne entwickelt – sie setzen sie aber aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – Energiepreise, Arbeitskräftemangel, komplexe bürokratische Auflagen und Prozesse – noch zu wenig um. Erfreulich wäre es, wenn sich das Investitionsvolumen im Bausektor in den kommenden Monaten zumindest stabilisiert und die Ausrüstungsinvestitionen im weiteren Jahresverlauf auf einem Wachstumskurs bleiben.

Vor diesem Hintergrund blieb die Nachfrage nach Liquidität im ersten Quartal 2023 verhalten, zugleich wurden auch nur wenige Investitionskredite nachgefragt. Das Gesamtvolumen der ausstehenden Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich Selbstständige in Deutschland lag im ersten Quartal 2023 laut aktuellen Zahlen der Bundesbank mit rund 1.136 Mrd. Euro nur 0,5 % über dem Wert des Vorquartals.

Kreditangebot ist vorhanden

Trotz Finanzierungsangebot ist die Nachfrage also noch verhalten. Für Unternehmen, die von einer Verschärfung des Kreditzugangs berichten, ist der erhöhte Zins ausschlaggebend.

Die konjunkturellen Perspektiven für Deutschland für den Rest dieses Jahres bleiben verhalten, im Jahresdurchschnitt könnte sich ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um rund 0,25 % ergeben.

Eine ausführliche Analyse zu diesen Aspekten finden Sie im aktuellen Quartalsbericht des Bankenverbandes „Unternehmensfinanzierung AKTUELL“.

(Bundesverband deutscher Banken vom 26.05.2023 / Viola C. Didier, RES JURA Redaktionsbüro)


Weitere Meldungen


Meldung

© Denis Junker / fotolia.com

04.06.2026

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck

Späte Zahlungen und steigende Forderungsausfälle setzen deutsche Unternehmen unter Druck. Die schwache Konjunktur verschärft die Situation – mit direkten Folgen für Liquidität und Lieferketten. Das aktuelle Atradius-Zahlungsbarometer für Deutschland zeichnet ein besorgniserregendes Bild der wirtschaftlichen Lage. „Während sich die Kreditbedingungen der Banken in ganz Westeuropa verschärfen, ist der Druck auf deutsche Unternehmen aufgrund ihrer starken

Zahlungsverzug setzt Unternehmen unter Druck
Meldung

© Olivier Le Moal/fotolia.com

03.06.2026

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking

Das weltweite Angebot an Stablecoins dürfte sich bis 2030 auf das Fünf- bis Zwölffache erhöhen. Digitale Bargeldinstrumente sind dabei, die Architektur des Zahlungsverkehrs grundlegend zu verändern – für Banken wird es damit zur dringenden strategischen Priorität, ihre Rolle in diesem Ökosystem neu zu definieren. Das hat die Studie „From Hype to Hard Value: Stablecoin and

Stablecoins: Neue Spielregeln im Wholesale Banking
Meldung

pitinan/123.rf.com

02.06.2026

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Das Vertrauen in Maschinen wächst dagegen: 39 % der Menschen in Deutschland nutzen Künstliche Intelligenz, um ihre Finanzplanung zu optimieren. Das zeigt der aktuelle „AI Sentiment Index 2026 – Fokusthema Finanzen“ von EY, für den weltweit rund 18.000 Menschen in 23 Ländern befragt wurden, darunter 1.000 in Deutschland. Damit

Finanzplanung per KI: Das Vertrauen wächst
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)