• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Unternehmen halten sich trotz vorhandenem Kapital bei Investitionen zurück

15.03.2016

Unternehmen halten sich trotz vorhandenem Kapital bei Investitionen zurück

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

Corporate Finance

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren viel zusätzliches Eigenkapital aufgebaut. Dadurch sind sie weniger abhängig von externen Geldgebern, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Neuen Investitionen steht also eigentlich nichts im Weg. Doch wegen schlechter Wirtschaftsaussichten halten sich die Firmen zurück.

Noch immer investieren deutsche Unternehmen weniger als 2007, dem Jahr vor der Finanzkrise. Zumindest am Geld hapert es aber nicht, wie die IW-Studie zeigt. Im Gegenteil: Angesichts der historisch niedrigen Zinsen sind Kredite sehr günstig, zudem haben die Unternehmen seit fast 20 Jahren immer mehr Eigenkapital angehäuft: Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die in Deutschland 99% aller Unternehmen stellen, haben ihren Eigenkapitalanteil von 1997 bis 2012 mehr als verdreifacht – von gut 7 auf 24%. Auch Großunternehmen erhöhten ihr Eigenkapital im selben Zeitraum um gut vier Prozentpunkte auf knapp 30%.

Unternehmen können investieren

Finanziell gesehen sind die Unternehmen auf Investitionen daher gut vorbereitet. Denn eine Unternehmensfinanzierung durch Eigenkapital ist in der Regel unabhängiger und krisenfester als eine durch fremdes Geld. Zudem kann eine hohe Eigenkapitalquote helfen, günstigere Kreditkonditionen auszuhandeln.

„Die deutschen Unternehmen könnten jetzt investieren, beispielsweise in die Digitalisierung“, sagt IW-Finanzökonom Markus Demary. Doch bislang halten sie sich zurück. „Das liegt vor allem am schwächelnden Wirtschaftsumfeld.“

Politische Projekte bergen Probleme

Negativ, so die IW-Wissenschaftler, wirken sich verschiedene politische Projekte aus: Zum einen reguliert Europa seine Banken immer strenger, dadurch werden sie vorsichtiger bei der Kreditvergabe. Zum zweiten will die Politik die Finanzierung über Anleihen am Kapitalmarkt zulasten der Bankkredite, wie in den USA, fördern. Dabei, so die IW-Studie, fahren kleine und mittelständische Unternehmen mit ihrer Hausbank häufig besser.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung IW vom 15.03.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Startup on Display of Vending Machine.
Meldung

© tashatuvango/fotolia.com

28.09.2022

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an

Der Bestand an innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland hat sich wieder erholt. Nach dem coronabedingten Knick im Jahr 2020 stieg die Zahl der Start-ups 2021 auf 61.000 an. Im Corona-Jahr 2020 war ihre Zahl auf 47.000 gesunken. Der Anstieg im vergangenen Jahr ist vor allem auf die wiederbelebte Gründungstätigkeit zurückzuführen. Durch diesen Basiseffekt ist auch die Zahl der Start-up-Gründungen gestiegen. Zugleich hat sich die Struktur der Gründungstätigkeit verändert: Es gründeten deutlich mehr Jüngere („U30“), was sich ebenfalls positiv auf die Zahl der Start-ups auswirkt, da die Projekte jüngerer Gründerinnen und Gründer häufiger Start-up-Merkmale aufweisen.

Start-up-Report 2022: Zahl der Start-ups überwindet Corona-Knick und steigt im Jahr 2021 wieder an
Finanzen, Krise, Verknappung
Meldung

© djvstock/fotolia.com

27.09.2022

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet

Pandemie, Ukrainekrieg, Versorgungsengpässe, Inflation – Unternehmen sehen sich parallel mit diversen Krisen konfrontiert. Zudem müssen Firmen ihre Digitalisierung vorantreiben und den gestiegenen ESG-Anforderungen nachkommen. Diese vielfältigen Herausforderungen spiegeln sich auch in der aktuellen „Restrukturierungsstudie 2022“ von Roland Berger wider: 92% der befragten Experten und Expertinnen erwarten eine Zunahme der Restrukturierungsfälle. Mehr als die Hälfte sieht die Unternehmen nur bedingt oder gar nicht auf exogene Schocks vorbereitet.

Restrukturierungsstudie: Energiekrise, hohe Inflation und steigende Zinsen – Unternehmen sind auf externe Schocks nicht vorbereitet
Working Capital Management
Meldung

© Coloures-pic/fotolia.com

27.09.2022

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht

Die Automobilindustrie war in den vergangenen Jahren mit gleich mehreren großen Herausforderungen konfrontiert: Lockdowns infolge neuer Corona-Wellen, unterbrochene Lieferketten, starke Nachfrageschwankungen sowie ein Mangel an wichtigen Materialien und Bauteilen – Stichwort Chipkrise – setzten der Branche zu. Trotz dieser widrigen Umstände ist es den Unternehmen gelungen, ihre Umsätze zwischen 2017 und 2021 um 9% zu steigern und die Kapitalbindungsdauer um einen Tag zu verringern. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Herstellern und Zulieferern: Während die Original Equipment Manufacturer die Kapitalbindungsdauer seit 2017 von 19 auf 14 Tage drücken konnten, ist diese Kennzahl bei den Zulieferern in den vergangenen fünf Jahren auf 56 Tage gestiegen (plus sechs Tage).

Working Capital Report: Hersteller verbessern Working Capital Management, Zulieferer nicht
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank