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10.08.2022

Unternehmen im Nachhaltigkeits-Blindflug: Acht von zehn Firmen brauchen bessere Daten zu ihren CO2-Emissionen

Eine deutliche Mehrheit der deutschen Unternehmen will in den kommenden Jahren klimaneutral werden. Doch bei der Umsetzung herrschen oft noch große Defizite. Häufig fehlt eine valide Datengrundlage zur Erfassung der eigenen Emissionen. Immerhin 65% der deutschen Unternehmen wollen bis spätestens 2035 klimaneutral sein, 82% bis 2045. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von YouGov unter rund 1.000 Führungskräften und 1.600 Arbeitnehmenden, die Microsoft Deutschland zum Stand der Nachhaltigkeit in deutschen Unternehmen in Auftrag gegeben hat. Bei der Umsetzung dieser Ziele hapert es allerdings noch: Zwar überwachen etwas mehr als die Hälfte (57%) der Unternehmen die eigenen CO2-Emissionen, doch erst 16% verfügen über eine detaillierte Datenbasis dafür. Jeder fünfte Unternehmensentscheider (19%) glaubt sogar, ganz ohne Daten als Basis ihrer Maßnahmen für Nachhaltigkeit auszukommen. Das gilt selbst dann, wenn die Berichtspflichten für große Unternehmen verschärft werden, wie es im Rahmen der neuen europäischen CSR-Richtlinie derzeit angedacht ist.

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©stockwerkfotodesign/123rf.com

Digitalisierung kann wesentlich zu CO2-Einsparungen beitragen

Nachhaltigkeit ist in jeder Facette auch ein Datenthema, denn nur was sich messen lässt, können wir auch gezielt managen, kommentieren die Studienautoren die Ergebnisse der Umfrage. Aber genau hier stellen sie Handlungsbedarf fest. Daten über die eigenen Emissionen zu erheben und zu kennen, sei unerlässlich, um strategische Ziele und Reduktionsmaßnahmen zu formulieren und Erfolge dieser Aktivitäten messbar zu machen. Allein durch die Unterstützung digitaler Tools könnten nach Berechnungen des Branchenverbands Bitkom und der Unternehmensberatung Accenture zwischen 23 und 34% der bis 2030 nötigen CO2-Einsparungen erzielt werden.

Derzeit greifen jedoch der aktuellen Umfrage zufolge nur 53% der Unternehmen auf neue Technologien zurück, um die eigene Lieferkette umweltfreundlicher zu gestalten. Lediglich die Hälfte der befragten Führungskräfte kontrollieren auch die ökologische Nachhaltigkeit ihrer Zulieferer und Partner. Die Unternehmen, die investieren wollen, planen eine Investitionswelle in Umweltdatenerfassung über die kommenden drei Jahre.

Um die nachhaltige Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zu ermöglichen, braucht es Investitionen in Innovationen. Denn ohne innovative Technologien und digitalen Fortschritt werden wir es nicht schaffen, sowohl unseren Wohlstand als auch unseren Planeten zu retten, warnen die Studienautoren.

Beschäftigte fordern mehr Engagement ihrer Unternehmen

Druck auf ein stärkeres Engagement für Nachhaltigkeit machen in den Unternehmen auch die Mitarbeiter: Viele Beschäftigte erwarten von ihren Arbeitgebern hier größere Anstrengungen. Während acht von zehn Führungskräften (82%) der Meinung sind, dass ihr Unternehmen auf einem guten Weg ist, die Klimaziele der Bundesregierung bis 2045 zu erreichen, sehen das gerade einmal zwei von zehn Beschäftigten (22%) ebenso. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Mitarbeiter von Beginn an in die Nachhaltigkeitsaktivitäten einzubeziehen, erklären die Autoren der Studie. Dafür brauche es vor allem einen transparenten Informationsfluss und die Schaffung einer passenden Unternehmenskultur.

Um das Nachhaltigkeitsengagement von Unternehmen und Mitarbeitern zu fördern, stellt Microsoft in einem aktuellen Whitepaper im Rahmen des #Fortschrittdialog Nachhaltigkeit praxisfertige Maßnahmen und Tipps vor. Neben den wichtigsten Umfrageergebnissen werden auch Lösungsansätze für den Einsatz moderner Analysetechnologien auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Branchen und Sektoren sowie Best-Practice-Beispiele aus dem Unternehmensalltag vorgestellt. Eine Checkliste enthält u.a. Tipps für die aktive Einbindung der Mitarbeiter in unternehmerische Nachhaltigkeitsaktivitäten.

Das Microsoft-Whitepaper zum #Fortschrittdialog Nachhaltigkeit kann hier herunter geladen werden.

(Pressemitteilung Microsoft Deutschland vom 10.08.2022)


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