19.01.2021

Unternehmen kämpfen sich durch die Krise

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© Sergey Nivens/fotolia.com

Rund ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie verläuft der wirtschaftliche Aufholprozess hierzulande langsamer als erhofft. Das zeigt eine erste Trendauswertung der Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn, für die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mehr als 10.000 Unternehmensantworten ausgewertet hat.

Die Erhebung macht deutlich, dass sich die deutschen Unternehmen durch die Krise kämpfen. Zwar haben sich die Exporterwartungen in der Industrie leicht verbessert; vom Vorkrisenniveau ist die hiesige Wirtschaft Anfang 2021 aber noch weit entfernt, stellen die Studienautoren fest.

Das Auslandsgeschäft hilft

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld kommt den deutschen Unternehmen derzeit ihre internationale Vernetzung zugute. Der Trendauswertung des DIHK zufolge rechnen aktuell 30% der Industrieunternehmen mit besseren Exportgeschäften, 22% mit schlechteren. Besonders zuversichtlich bewerten etwa die Betriebe der pharmazeutischen Industrie, der Elektrotechnik, der chemischen Industrie sowie aus Maschinenbau und Metallerzeugnissen ihre Aussichten auf den Weltmärkten, so die Umfrage.

Zum Vergleich: Im Herbst 2020 erwarteten insgesamt nur 26% der Befragten bessere Ausfuhren, 30% schlechtere. Insbesondere die Nachfrage aus China nach deutschen Produkten zeigt sich derzeit stabil. In der Exportrangliste der deutschen Unternehmen hat die Volksrepublik im vergangenen Jahr Frankreich auf den dritten Platz verdrängt und wird Rang zwei nach den USA voraussichtlich auch 2021 behaupten können.

Leichter Anstieg bei der Investitionsbereitschaft

Die Investitionsabsichten der Unternehmen verbessern sich leicht – von einem niedrigen Niveau aus. Im Durchschnitt stieg die Investitionsbereitschaft der Betriebe gegenüber Herbst 2020 von minus 15 auf minus 9 Punkte. Den Stand von Jahresbeginn 2020 (plus 6 Punkte) haben die Investitionsabsichten damit jedoch noch nicht wieder erreicht. Deutlich mehr investieren wollen der Umfrage zufolge momentan vor allem die Pharmaunternehmen, im Maschinen- und Fahrzeugbau erholen sich die Pläne hingegen nur wenig.

Nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages werden die Unternehmen auch in diesem Jahr ihre Flexibilität und Anpassungsfähigkeit beweisen müssen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen.

(Pressemitteilung Deutscher Industrie- und Handelskammertag vom 19.01.2021)


Redaktion

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