• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Verband deutscher Kreditplattformen gegründet

01.08.2019

Verband deutscher Kreditplattformen gegründet

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© ferkelraggae/fotolia.com

Die vier größten Kreditplattformen in Deutschland gründen einen gemeinsamen Branchenverband und vereinbaren erstmals verbindliche Standards für die Kreditfinanzierung über Online-Plattformen.

Finanzierungen über Kreditplattformen haben sich als beliebte Alternative zum Bankkredit etabliert. Mit zunehmender Reife und Relevanz der Finanzierungsform sind jedoch nicht nur die Erwartungen von Privatanlegern und institutionellen Investoren sowie Kreditnehmern gestiegen, sondern auch die Ansprüche der Branche selbst an Qualität und Professionalität. Die vier dem Volumen nach größten Anbieter in Deutschland, auxmoney, creditshelf, Funding Circle und Kapilendo, haben sich nun zum Verband deutscher Kreditplattformen zusammengeschlossen, um diese Entwicklung im Interesse der gesamten Branche zu gestalten.

Die Verbandsmitglieder setzen sich für die Verbesserung des Zugangs zu Fremdfinanzierung für Unternehmen und Verbraucher und für einen fairen Wettbewerb im Kreditgeschäft ein. Die Mitgliedschaft im Verband steht grundsätzlich jedem Unternehmen offen, dessen Haupttätigkeit die unmittelbare Kreditfinanzierung durch private und institutionelle Investoren über eine Online-Plattform darstellt, das seinen Sitz in Deutschland und bereits ein Gesamtvolumen von mindestens 500.000 Euro an Krediten finanziert hat.

Kreditplattformen leisten einen positiven wirtschaftlichen Beitrag

Kreditplattformen ermöglichen privaten Anlegern oder institutionellen Investoren direkt in Privat- oder Unternehmenskredite zu investieren. Verbraucher und Unternehmen erhalten auf diese Weise einen neuen Zugang zu Finanzierungen. So verbessern Kreditplattformen die Kreditversorgung, fördern finanzielle Teilhabe und leisten einen wichtigen volkswirtschaftlichen Beitrag.

Aktuelle Zahlen belegen den positiven Trend: 2018 haben allein die vier größten Plattformen in Deutschland über 1.400 Unternehmenskredite und 73.000 Verbraucherkredite mit einem Gesamtvolumen von rund 728 Millionen Euro ermöglicht. So belebt die noch junge Branche den Wettbewerb im Kreditgeschäft.

„Kreditplattformen leisten einen immer wichtigeren Beitrag zur Finanzierung von Verbrauchern und Unternehmen“, sagt Pelin Wolk, geschäftsführender Vorstand des Verbands deutscher Kreditplattformen. „Bislang hat der Branche jedoch eine gemeinsame Stimme gefehlt und diese Lücke wollen wir schließen. Der Verband soll die Interessen von Kreditplattformen sowie ihrer Kreditnehmer und Investoren vertreten und das Vertrauen in die Branche stärken.“

Verbandsmitglieder geben sich verbindliche Grundsätze und Verhaltensregeln

Im ersten Schritt setzt sich der Verband deutscher Kreditplattformen für die professionelle, integre und transparente Gestaltung des Kreditplattformgeschäfts sowie für die Einhaltung einheitlicher Qualitätsstandards durch alle Marktteilnehmer ein. So haben die Verbandsmitglieder erstmals verbindliche Grundsätze für zentrale Bereiche wie Risikomanagement, Kundenbetreuung und Informationen über Konditionen und Gebühren für Kreditnehmer und Investoren vereinbart.

Geleitet wird der Verband von jeweils einem Vertreter der Gründungsmitglieder: Philipp Kriependorf (auxmoney), Ralph Pieper (Kapilendo), Marc von Ammon (creditshelf) und Pelin Wolk (Funding Circle). Wolk ist kommissarisch als geschäftsführender Vorstand des Verbands tätig. Mittelfristig wird ein hauptamtlicher Geschäftsführer den Verband leiten.

„Mit der Gründung des Verbands ist ein erstes Etappenziel erreicht, es liegen aber weiterhin große Ziele und Aufgaben vor uns“, so Pelin Wolk. „Als neu gegründeter Verband haben wir den Anspruch, intensiver in den Dialog mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft zu treten und die Öffentlichkeit künftig besser über branchenrelevante Entwicklungen zu informieren. In diesem Zusammenhang freuen wir uns auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Branchenverbänden.“

Der Verband deutscher Kreditplattformen wurde am 4. Juni 2019 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Mehr Informationen zum Verband deutscher Kreditplattformen stehen unter www.kreditplattformen.de zur Verfügung.

(Pressemitteilung Verband deutscher Kreditplattformen  vom 31.07.2019)


Redaktion

Weitere Meldungen


Gewinnwarnung
Meldung

© Jamrooferpix/fotolia.com

30.01.2023

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr

Die drohende Rezession, steigende Energiepreise und eine nachlassende Kaufkraft in der Bevölkerung lassen immer mehr Unternehmen vorsichtiger in die Zukunft blicken: Die Zahl der Gewinn- oder Umsatzwarnungen von Unternehmen aus dem DAX, dem MDAX und dem SDAX stieg im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr 35 auf 70. Der stärkste Anstieg der Warnungen wurde im DAX verzeichnet: Nach sieben negativen Prognosekorrekturen im Vorjahr wurden 2022 insgesamt 18 derartige Warnungen gezählt. Im MDAX stieg die Zahl von acht auf 15, im SDAX von 20 auf 37.

Gewinn- und Umsatzwarnungen 2022: Doppelt so viele Gewinnwarnungen wie im Vorjahr
M&A, Fusion, Übernahme
Meldung

©designer491/fotolia.com

27.01.2023

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen

Die weltweiten M&A-Aktivitäten werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2023 wieder zunehmen, da Investoren und Unternehmen zurzeit prüfen, inwiefern kurzfristige Risiken ihre langfristigen Strategien zur Unternehmenstransformation beeinflussen. Während die globale Deal-Aktivität durch makroökonomische Volatilität wie Rezessionsängste, steigende Zinsen, Rückgänge der Aktienbewertungen, geopolitische Spannungen und Unterbrechungen der Lieferkette getrübt bleibt, geben 60% der CEOs global an, dass sie dennoch nicht planen, Deals im Jahr 2023 zu verschieben.

Mehrheit der CEOs plant trotz volatilem Marktumfeld keine Verschiebung bei Transaktionen
Green Investment, Nachhaltigkeit, Dax, Aktien, Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsberichterstattung
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

26.01.2023

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger

Der Umbau der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit kommt deutlich voran. 84% der Verantwortlichen für Nachhaltigkeit in Unternehmen der Realwirtschaft sagen, das Thema sei wichtiger geworden. In der Finanzwirtschaft liegt der Wert mit 73% nicht viel niedriger, so der „Sustainability Transformation Monitor 2023“. Knapp die Hälfte der Befragten aus der Realwirtschaft (46%) gibt an, das Thema Nachhaltigkeit sei in ihrem Unternehmen „voll und ganz“ oder „überwiegend“ verankert. In der Finanzwirtschaft sind es immerhin noch knapp 40%. Mehr als ein Drittel sagt, das Thema sei „teilweise“ verankert.

Nachhaltigkeit wird in der Wirtschaft immer wichtiger
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank