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01.08.2017

Wachstumsunternehmen: Welche Faktoren führen zum Erfolg?

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Wachstumsunternehmen sind häufig Branchenführer mit einem großen Spielraum für eine schnelle Expansion. Sie bieten innovative Produkte oder Dienstleistungen an oder bedienen ein im Trend liegendes Marktsegment mit starkem Wachstums­potential. Aufgrund dieser Eigenschaften sind Wachstums­unternehmen äußerst selten.

Wachstumsunternehmen sind häufig Branchenführer mit einem großen Spielraum für eine schnelle Expansion. Sie bieten innovative Produkte oder Dienstleistungen an oder bedienen ein im Trend liegendes Marktsegment mit starkem Wachstums­potential. Aufgrund dieser Eigenschaften sind Wachstums­unternehmen äußerst selten.

Erfolgreiche, schnellwachsende Unternehmen sind für die wirtschaftliche Entwicklung von besonderer Bedeutung. Der Erfolg von Unternehmen lässt sich zwar nicht mit Sicherheit im Voraus planen. Dennoch zeichnen sich Wachstumsunternehmen in Deutschland durch einige Merkmale aus, die sie vom Rest der Unternehmenslandschaft unterscheiden: Zu den Spitzenreitern beim Wachstum zählen Unternehmen, die Akademiker beschäftigen, die sich frühzeitig international ausrichten und die ein auf Forschung und Entwicklung (FuE) basierendes Geschäftsmodell aufweisen. Auch das Alter des Inhabers spielt eine erhebliche Rolle: Unternehmen mit jungen Chefs sind im Vorteil. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie von KfW Research auf der Basis des KfW-Mittelstandspanels.

„Schnell wachsende Unternehmen sind die Speerspitzen der wirtschaftlichen Entwicklung und die Garanten von neuen, zukunftssicheren Arbeitsplätzen“, unterstreicht KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner die Bedeutung von Wachstumsunternehmen. „Unsere Analyse zeigt: Offene Märkte, die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften in Kombination mit einer auf Forschung und Entwicklung basierenden Innovationsstrategie sind der Schlüssel zu ihrem Erfolg. Für Deutschland ist es eine zentrale Herausforderung, diese Rahmenbedingungen zu schaffen, zu erhalten und zu fördern.“

Die Hauptergebnisse der KfW-Studie im Einzelnen:

Einflussfaktor Fachkräfte:

Die Wahrscheinlichkeit, ein schnell wachsendes Unternehmen zu sein, steigt für Firmen mit Hochschulabsolventen in der Belegschaft um zwei Fünftel gegenüber solchen ohne. Auch in der Breite des Mittelstands zeigt sich: Das Fehlen von Fachkräften hat gravierenden Folgen für das Unternehmenswachstum und damit für die gesamte Volkswirtschaft. Wenn ab Mitte des nächsten Jahrzehnts verstärkt die „Baby-Boomer“-Generation aus dem Erwerbsleben ausscheidet, müssen die dadurch entstehenden Lücken im Erwerbspersonenpotenzial dringend geschlossen werden, damit der Rückgang nicht in einem dramatischen Fachkräftemangel resultiert.

Einflussfaktor internationale Ausrichtung:

Die Wahrscheinlichkeit, zu den schnell wachsenden Unternehmen zu zählen, steigt um gut ein Drittel bei Unternehmen, die Auslandsabsätze aufweisen, gegenüber Unternehmen mit lediglich regionalem Absatz. Grund hierfür ist neben der erhöhten Nachfrage nach eigenen Produkten und Dienstleistungen und den damit realisierten Größenvorteilen auch der günstigere Zugang zu Vorleistungen sowie zu neuem Wissen aus dem Ausland. Die Unterschiede zwischen regional und deutschlandweit aktiven Unternehmen sind dagegen vernachlässigbar.

Einflussfaktor Forschung und Entwicklung (FuE): 

FuE-treibende Unternehmen weisen eine um 45 % höhere Wahrscheinlichkeit auf, zu den schnell wachsenden Unternehmen zu zählen, als Unternehmen ohne eigene FuE.

Einflussfaktor Unternehmeralter:

Wachstumsunternehmen sind vor allem kleine und junge Unternehmen, die auch von jungen Inhabern geführt werden. Die höchste Wahrscheinlichkeit, ein Wachstumsunternehmen zu führen, haben mit 4,2 % Unternehmer, die jünger als 40 Jahre alt sind. Diese Wahrscheinlichkeit sinkt bis zu einem Alter von über 60 Jahren auf 1,1 %.

Die KfW-Analyse zeigt auch, dass Wachstumsunternehmen häufig eher schwache Bonitäten aufweisen – ein Ausdruck des zurückliegenden, ausgeprägten Wachstums. Das stellt die Unternehmen häufig vor Finanzierungshürden, der Zugang zu Finanzierungsalternativen zum Bankkredit ist für sie wesentlich. „Wachstumsunternehmen brauchen ein ausreichendes Angebot an Wagniskapital und beteiligungskapitalähnlichen Finanzierungen“, sagt KfW-Chefvolkswirt Zeuner. „Die aktuelle Weiterentwicklung der KfW Beteiligungsfinanzierung wird einen signifikanten Beitrag dazu leisten, die Finanzierungsbedarfe dieser Unternehmen zu decken.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung KfW Research vom 01.08.2017)


Redaktion

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