• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Wie Corona die Private Equity- und Venture Capital-Branche verändert

04.08.2020

Wie Corona die Private Equity- und Venture Capital-Branche verändert

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© WrightStudio/fotolia.com

Ein Forschungspapier der Abteilung „Forschung und Marktanalyse“ des „European Investment-Fund“ (EIF) hat untersucht, wie sich COVID-19 auf den Venture Capital- und Private Equity-Markt ausgewirkt hat und ob die momentane Situation mit der Finanzkrise 2008 zu vergleichen ist.

Daraus resultierend stellten die Forscher Prognosen für die weitere Entwicklung der Märkte auf. Zum Vergleich wurden in der Studie unter dem Titel „The market sentiment in European Private Equity and Venture Capital: Impact of COVID-19“ die aktuellen Daten mit den Datensätzen der letzten drei EIF Forschungspapiere verglichen, welche im März 2020 kurz vor der Pandemie fertig gestellt wurden, berichtet das Business Angels Netzwerk Deutschland.

Kann man die Corona-Krise mit der Finanzkrise 2008 vergleichen?

Die Finanzkrise 2008 fügte dem damaligen Markt großen Schaden zu. Die Gesamtsumme von private Equity Fundraising in Europa sank um 76% (Venture Capital 55%). Außerdem sanken Investitionen in der Seed- Phase, stattdessen wurde nun in späteren Unternehmensphasen investiert. Ob sich so ein Szenario in der Corona-Krise wiederholt, dass kann die Studie nicht mit Sicherheit feststellen. Klar sei, dass das Potential für einen vergleichbaren Absturz besteht, doch es gebe auch Argumente, welche für einen glimpflicheren Ausgang der Krise sprechen:

Trotz der bereits enormen Belastungen der Corona-Krise ist der Markt nicht eingebrochen, der Markt ist erfahrener und reifer als noch vor zwölf Jahren. Der Untersuchung zufolge gibt es ein hohes Maß an Geldreserven und es bestehe eine hohe Bereitschaft europäischer Institutionen den Markt zu unterstützen. Fakt sei, dass das Private Equity- und Venture Capital-Ökosystem stagniere, doch die genauen Ausmaße werden stark unterschiedlich wahrgenommen.

Wie nimmt das Private Equity- und Venture Capital-Ökosystem die Corona-Krise war?

Wie zu erwarten verschlechterten sich die jetzigen Erwartungen der Investoren im Vergleich zu den Erwartungen am Anfang des Jahres. Business Angels machten sich laut der Studie besonders Sorgen über die Finanzierung ihres Portfolios und das Finden von Co-Investoren. Venture Capital-Fond Manager waren vor allem besorgt über zukünftiges Fundraising und die Exit-Optionen der nahen Zukunft.

Große Herausforderungen durch die COVID-19 Pandemie

Die Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie werden das europäische Private Equity- und Venture Capital-Ökosystem vor große Herausforderungen stellen. Deswegen empfiehlt die Studie eine starke Reaktion der Institutionen, damit innovative Unternehmen weiter gefördert werden und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Europas gewährleistet ist. Der EIF habe angekündigt, als einer der größten Player der europäischen Private Equity- und Venture Capital-Szene, die momentanen Aktivitäten auszuweiten und Fonds zusätzlich zu unterstützen.

(Pressemitteilung Business Angels Netzwerk Deutschland vom 04.08.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


IPO
Meldung

© moomsabuy/fotolia.com

08.12.2022

Markt für Börsengänge 2022 eingebrochen – Belebung im Jahresverlauf 2023 erwartet

In Deutschland sind im Jahr 2022 so wenige Unternehmen an die Börse gegangen wie zuletzt während der Finanzkrise 2009. Der Börsengang der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG war der einzige im Prime Standard. 2021 waren es noch zwölf Börsengänge, von denen drei ein Emissionsvolumen in Milliardenhöhe erzielten. Dennoch stieg das Gesamtemissionsvolumen um 6% auf rund 9,1 Mrd. € (2021: 8,6 Mrd. €). Nach dem Börsengang der Deutschen Telekom war der Porsche-IPO der größte Börsengang, der jemals in Deutschland durchgeführt wurde.

Markt für Börsengänge 2022 eingebrochen – Belebung im Jahresverlauf 2023 erwartet
©stockwerkfotodesign/123rf.com
Meldung

©stockwerkfotodesign/123rf.com

08.12.2022

Biodiversität rückt auf die Agenda des Finanzsektors

Das weltweite Artensterben und die Zerstörung von Ökosystemen kann sich zunehmend auch zum finanziellen Risiko für deutsche Finanzunternehmen entwickeln. Zwar misst die Branche dem Schutz von Biodiversität und Ökosystemen eine hohe bis sehr hohe Relevanz zu, doch ist der Umsetzungsgrad für die Integration von Biodiversitätsaspekten in interne Prozesse und Risikostrategien bislang gering. Auch wird der Wissensstand zu dem Thema innerhalb der Branche von den Befragten als eher gering eingeschätzt. Bur ein Bruchteil der Befragten hat bereits Prozesse zum Risiko- und Chancenmanagement von Biodiversitätsaspekten implementiert.

Biodiversität rückt auf die Agenda des Finanzsektors
KI, Künstliche Intelligenz, Roboter, Zukunft, Industrie 4.0
Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

07.12.2022

Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen in Deutschland noch halbherzig

Weltweit wächst der Markt für Anwendungen Künstlicher Intelligenz rasant, und doch räumen Unternehmen in Deutschland der Bedeutung des Themas für ihre wirtschaftliche Zukunftsrelevanz noch nicht den Stellenwert ein, der in anderen Ländern vorherrscht. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „State of AI in the Enterprise“, die untersucht, wie Unternehmen sich einen Weg in eine Zukunft voller unerschlossener Wertquellen bahnen.

Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen in Deutschland noch halbherzig
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank