• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • ZEW: Aktien und Rohstoffe stehen hoch im Kurs, Kryptowährungen sind unattraktiv

17.06.2021

ZEW: Aktien und Rohstoffe stehen hoch im Kurs, Kryptowährungen sind unattraktiv

Beitrag mit Bild

© m.mphoto/fotolia.com

Angesichts zunehmender Inflationserwartungen und keiner beziehungsweise sehr geringer Zinserträge bei Sparbüchern und ähnlichen Möglichkeiten konventioneller Geldanlage zeichnen Finanzmarktexperten/-innen auf Sicht von sechs Monaten ein differenziertes Bild bei unterschiedlichen Anlageklassen: Während sich eine Investition in Aktien, Rohstoffe oder Immobilien lohnt, ist der Ausblick für Kryptowährungen und konventionelle Staatsanleihen deutlich negativ. Inflationsindexierte Anleihen sowie Grüne Anleihen werden von den Finanzanalysten leicht positiv bewertet.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Sonderfrage im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests, an dem sich rund 160 Finanzmarktexpertinnen und –experten im Juni 2021 beteiligt haben.

Befragt wurden die Finanzanalysten zum Rendite-Risikoprofil von Aktien, Staatsanleihen, Inflationsindexierten Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Grünen Staats- und Unternehmensanleihen, Rohstoffen, Immobilien und Kryptowährungen auf Sicht der kommenden sowie im Rückblick auf die vergangenen sechs Monate. Aktien und Rohstoffe bewerten sie für das kommende halbe Jahr mit rund 77 Prozent und 75 Prozent positiv; auch Immobilien zahlen sich als Geldanlage laut Analysten aus (67 Prozent).

Kyptowährungen haben hingegen deutlich an Attraktivität eingebüßt: Rund 73 Prozent der Experten/-innen sehen in ihnen keine lohnenswerte Anlage auf Halbjahressicht. Auch konventionelle Staatsanleihen (86 Prozent) und Unternehmensanleihen (56 Prozent) schneiden im Rendite-Risiko-Portfolio mit einer negativen Beurteilung deutlich schlechter ab. Bei Inflationsindexierten Staatsanleihen und Grünen Anleihen gibt es hingegen keine deutliche Tendenz für die kommenden Monate; hier überwiegen die positiven Beurteilungen leicht. „Finanzmarktexpertinnen und -experten schätzen das Rendite-Risiko-Profil von Anlagen, die einen gewissen Schutz vor Inflation bieten, derzeit positiver ein als das von Anlagen, die nur einen geringen oder keinen Schutz bieten. Bei Kryptowährungen ist nicht davon auszugehen, dass die Befragten diesen aktuell einen hohen Inflationsschutz beimessen“, erklärt Frank Brückbauer, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“.

Auch mit Blick auf die Entwicklung in den vergangenen sechs Monaten beurteilen die Finanzmarktexpertinnen und -experten die Anlageklassen sehr unterschiedlich. Für die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) hat sich das Rendite-Risiko-Profil von Rohstoffen positiv entwickelt, das von Aktien (40 Prozent) und Kryptowährungen (52 Prozent) negativ. Staatsanleihen, Inflationsindexierte Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Grüne Anleihen und Immobilien werden mit Blick auf das Rendite-Risiko-Profil als unverändert bewertet.

Insgesamt beurteilen die Finanzanalysten Grüne Staats- und Unternehmensanleihen besser als konventionelle Staats- und Unternehmensanleihen „Nachhaltige Geldanlagen werden aus Expertensicht in Zukunft noch an Relevanz gewinnen. Die Nachfrage nach Grünen Anleihen dürfte kurzfristig deutlich schneller wachsen als das Angebot. In diesem Fall würden sich die Preise von Grünen Anleihen besser entwickeln als die von vergleichbaren konventionellen Anleihen“, so Frank Brückbauer.

(Pressemitteilung ZEW vom 16.06.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

© furuoda/fotolia.com

10.09.2026

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein

Der Markt für elektrische Lkw entwickelt sich weltweit mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Während China beim Hochlauf bereits weit vorangeschritten ist, steht Europa vor einer starken Wachstumsphase. Die USA dürften dagegen noch länger von Dieselantrieben geprägt bleiben. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Boston Consulting Group (BCG). China führt bei elektrischen Lkw In China entfielen 2025

2035 könnte fast jeder zweite Lkw elektrisch sein
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)