• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • CEO Outlook 2022: Deutsche Unternehmen erwarten eine Rezession

23.12.2022

CEO Outlook 2022: Deutsche Unternehmen erwarten eine Rezession

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat das geopolitische Gefüge schlagartig geändert  - mit gewaltigen Auswirkungen für die deutsche und die globale Wirtschaft. Wie der „KPMG CEO Outlook 2022“ zeigt, überlagern Inflationssorgen und geopolitische Unsicherheiten in den deutschen Unternehmen zurzeit andere Herausforderungen wie ESG oder die digitale Transformation. Die beiden letztgenannten Themen bleiben aber laut der jährlichen, weltweiten Befragung von CEOs großer Unternehmen langfristig die wichtigsten Trends.

Beitrag mit Bild

©scandinavianstock/123rf.com

Zwischen Rezession und Resilienz

91% der CEOs großer deutscher Unternehmen erwarten für die kommenden zwölf Monate eine Rezession, die nach Einschätzung der großen Mehrheit kurz und mild ausfallen wird. Sie nehmen ihre Unternehmen als robust genug wahr, die Krise gut zu bewältigen. Neun von zehn deutschen Unternehmen haben die Rezession antizipiert und Anpassungen vorgenommen. Mittelfristig überwiegen daher die positiven Wachstumsaussichten.

Ohne ESG geht nichts mehr

Drei von vier CEOs berichten von steigenden Erwartungen an die ESG-Berichterstattung. Fast jedem zweiten Unternehmen fällt es jedoch schwer, eine überzeugende ESG-Story zu formulieren. Die derzeit größten Herausforderungen bei der ESG-Umsetzung sind andere akute geschäftliche bzw. wirtschaftliche Themen und unzureichende Budgets.

Mehr Tempo bei der digitalen Transformation

Disruptionsrisiken, die durch neue Technologien entstehen, bleiben ein wichtiges Thema für die befragten CEOs. Die digitale Transformation in den zurzeit besonders unsicheren Zeiten voranzutreiben, wird so zu einer besonderen Herausforderung, stellen die Studienautoren fest. Hinzu kommt: Viele Unternehmen seien sich bei der Bemessung des Mehrwerts von Digitalisierungsprojekten unsicher, was als großes Hemmnis wahrgenommen werde.

Als Erfolgsfaktoren für das Erreichen der Digitalisierungsziele werden der Studie zufolge insbesondere eine schnellere Umsetzung, das Eingehen von Partnerschaften und eine aggressive digitale Anlagestrategie genannt. Cyber Security ist ebenso von zentraler Bedeutung: Für 82% der CEOs in Deutschland ist die Cybersicherheitsstrategie entscheidend für das Vertrauen ihrer Stakeholder und als Quelle für Wettbewerbsvorteile.

Zuversichtlich ins Recruiting

Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist die Frage, wie Unternehmen im umkämpften Bewerbermarkt Toptalente für sich gewinnen können, etwas in den Hintergrund gerückt. Aufgrund der erwarteten Rezession ziehen zwei Drittel der Unternehmen einen Einstellungsstopp in Betracht oder haben diesen bereits vorgenommen. In den nächsten drei Jahren wollen aber mehr als 70% ihre Belegschaft ausbauen.

Dabei spielt das Thema Diversität eine immer wichtigere Rolle. 80% der (überwiegend männlichen) befragten CEOs sehen die Gleichstellung der Geschlechter in den eigenen Führungsetagen als wichtigen Faktor, um die gesetzten Wachstumsziele zu erreichen. Die Wirksamkeit von Diversitätsprogrammen steht zudem unter wachsender Beobachtung.

Die im Zuge der Covid-19-Pandemie deutlich zugenommene Hybrid- und Remote-Arbeit hat sich nach Einschätzung der CEOs nur in vergleichsweise wenigen Fällen negativ auf die Zusammenarbeit, Produktivität und Innovation ausgewirkt. Dennoch wollen 89% der CEOs ihre Büromitarbeiter künftig wieder vor Ort sehen.

Den „KPMG CEO Outlook 2022: Wachsen in turbulenten Zeiten“ können Sie hier herunterladen.

(KPMG-Meldung vom 22.12.2022)


Weitere Meldungen


Meldung

©EtiAmmos/fotolia.com

19.03.2026

Automobilzulieferer vor schwieriger Dekade

Die Kfz-Zulieferindustrie steuert auf eine tiefgreifende Zäsur zu: Bis 2035 wird die Nachfrage nach Automobilkomponenten zwar jährlich um 3,5 % steigen. Davon profitieren aber längst nicht alle Unternehmen. Gewinner sind die Hersteller von Fahrzeugsoftware, Batterien und Elektrofahrzeugkomponenten. Sie können mit Wachstumsraten zwischen 13 und 16 % pro Jahr rechnen. Produzenten von Komponenten für Verbrennungsmotoren verlieren deutlich –

Automobilzulieferer vor schwieriger Dekade
Meldung

pitinan/123rf.com

18.03.2026

Trendwende bei Investitionen in Sicht?

Die Investitionstätigkeit in Deutschland verzeichnet eine durchwachsene Entwicklung. Die staatlichen Investitionen sind zum Jahresende 2025 sprunghaft gestiegen, die privaten Wohnbauinvestitionen haben nach langem Rückgang einen Wendepunkt erreicht. Dagegen mussten die Unternehmensinvestitionen im vierten Quartal einen deutlichen Rückschlag hinnehmen – trotz zuvor eher positiver Signale. Dies zeigt der Investitionsmonitor März 2026 von KfW Research. Staat investiert

Trendwende bei Investitionen in Sicht?
Meldung

© bluedesign/fotolia.com

17.03.2026

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs

Nach dem kräftigen Anstieg zum Jahresbeginn brechen die Erwartungen über die Konjunktur Deutschlands im März ein. Sie liegen mit minus 0,5 Punkten um minus 58,8 Punkte unter dem Vormonatswert. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 62,9 Punkten um plus 3,0 Punkte über dem

Einbruch der Konjunkturerwartungen infolge des Nahost-Kriegs
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)