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18.02.2016

KPMG: Prognosen der Analysten lassen lebhaften M&A-Markt erwarten

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Corporate Finance

2015 war weltweit ein Rekordjahr für M&A – das Volumen der Transaktionen stieg um 43 Prozent auf einen Rekordwert von gut 4,5 Billionen Dollar. Und auch 2016 ist der Markt vielversprechend gestartet: Im Januar wurden bisher bereits 118 Transaktionen angekündigt.

Leif Zierz, Global Head of Deal Advisory bei KPMG: „Insbesondere die Erschließung neuer Märkte und Kunden, die Anpassung an die digitale Vernetzung und die Refokussierung auf das Kerngeschäft hatten den M&A Markt 2015 zu neuen Höhen geführt. Rege M&A-Aktivitäten im Frühstadium und eine gut gefüllte Deal-Pipeline insbesondere in den Branchen Consumer, Immobilien und Handel deuten auch in Deutschland auf zahlreiche Transaktionsabschlüsse im ersten Halbjahr dieses Jahres hin.“

Bestätigt wird dies durch die Einschätzung von Analysten. Die weltweit 1.000 größten börsennotierten Unternehmen werden demzufolge Ende 2016 voraussichtlich ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von bis zu 16,2 aufweisen. Diese Prognose liegt um vier Prozent höher als ein Jahr zuvor, als die Analysten auf Jahressicht noch mit einem durchschnittlichen KGV von 15,5 rechneten. Für KPMG deutet diese erwartete Steigerung auf ein zunehmendes Marktvertrauen und einen erhöhten „Appetit“ der Unternehmen für Übernahmen hin. Zumal die Analysten damit rechnen, dass die durchschnittliche Verschuldungsquote der Unternehmen (Nettoschulden im Verhältnis zum EBITDA) bis Ende 2016 um rund 13 Prozent zurückgehen dürfte. Eine sinkende Verschuldungsquote erleichtert die Fähigkeit, Übernahmen zu finanzieren.

„Strategische Notwendigkeit für M&A“

Leif Zierz geht daher auch für 2016 von einem attraktiven Markt für Transaktionen aus: „Obwohl die Kapitalmärkte und das Geschäftsklima aktuell Unsicherheit verursachen, beobachten wir weltweit weiter rege Aktivität in bestimmten Sektoren, vor allem in den Bereichen Healthcare und Technologie. Günstige Finanzierungsmärkte, gesunde Bilanzen und profitable Unternehmen bilden die Grundlage für eine positive Entwicklung weltweit ebenso wie in Deutschland.“

Die Daten des KPMG M&A Predictor deuten für den deutschen Markt auf ein im internationalen Vergleich sogar noch positiveres Transaktionsumfeld hin. Für deutsche Unternehmen rechnen die Analysten mit einem durchschnittlichen KGV von 13,9; ein um fünf Prozent höherer Wert als noch vor einem Jahr (KGV 13,2). Bei der durchschnittlichen Verschuldungsquote gehen die Analysten davon aus, dass diese im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent sinken dürfte. Deutschland scheint sich damit im weltweiten Vergleich und den Analystenerwartungen als ein Wachstumsmotor für den M&A Markt herauszukristallisieren.

Leif Zierz: “Kleinere Firmenkäufe dominieren aktuell den deutschen Markt. Ich bin aber zuversichtlich, dass 2016 auch weitere Mega-Deals anstehen. Denn für Unternehmen dominieren die großen strategischen Herausforderungen als Motivation für M&A. Die Digitalisierung und die zunehmende Verschmelzung der Sektoren zwingen sie, sich strategisch neu aufzustellen. Deshalb erwarten wir, dass Unternehmen ihre Wachstums- und Diversifikationsstrategie weiterhin durch Transaktionen vorantreiben. Neben Technologieunternehmen sind aktuell vor allem Energie-, Rohstoff- oder Konsumgüterfirmen potenzielle Übernahmeziele.“

Den aktuellen „M&A Predictor“ von KPMG finden Sie hier.

(Pressemitteilung KPMG vom 08.02.2016)


Redaktion

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