• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Deutsche Börse gründet Corporate Venture Capital-Plattform

22.06.2016

Deutsche Börse gründet Corporate Venture Capital-Plattform

Beitrag mit Bild

Corporate Finance

Als weiteren bedeutsamen Teil ihrer Wachstumsstrategie „Accelerate“ startet die Deutsche Börse heute DB1 Ventures, eine Plattform für Corporate Venture Capital. Das Team von DB1 Ventures sitzt primär in Frankfurt. Ziel der Plattform ist es, neue Beteiligungen einzugehen und aktiv die bestehenden Minderheitsbeteiligungen der Deutschen Börse zu verwalten. Die Deutsche Börse besitzt bereits diverse Anteile an Unternehmen in der Frühphase und auch an bereits etablierten Firmen. Der neue Ansatz zielt darauf ab, bestehende und neue Investments aktiv zu verwalten, um das volle Potenzial dieser strategischen Beteiligungen auszuschöpfen.

DB1 Ventures wird ausschließlich in Unternehmen investieren, die für die Deutsche Börse von strategischem Interesse sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf FinTech-Unternehmen in der Anfangs- und Wachstumsphase, um so für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu knüpfen. Die anfänglichen Mittel für DB1 Ventures stellt die Deutsche Börse aus ihrem Budget bereit. Die strategischen Investments werden von einem Investment Committee der Deutschen Börse überwacht, dessen Vorsitz der Deutsche Börse CEO Carsten Kengeter inne hat und das funktions- und geschäftsbereichsübergreifend aufgestellt ist.

DB1 Ventures investiert in junge FinTech-Unternehmen

„DB1 Ventures soll verstärkt und aktiv in junge und im Wachstum befindliche Unternehmen investieren, die für unsere Kunden, Produkte, geografische Ausrichtung und Technologie von unmittelbarer oder naheliegender strategischer Bedeutung sind. Im Rahmen unseres aktiven Managements werden wir zudem vielversprechende Partnerschaften mit einigen aktuellen Beteiligungen in unserem Portfolio vertiefen und ausweiten“, sagte Carsten Kengeter, CEO der Deutschen Börse.

Ankur Kamalia, Managing Director der Deutschen Börse, Head of Venture Portfolio Management und Verantwortlicher für DB1 Ventures, ergänzte: „Dieser duale Ansatz ermöglicht es uns, unsere Fachkenntnisse als Anbieter von Marktinfrastruktur einzubringen und dadurch Wertschöpfungspotenziale für FinTech-Unternehmen zu kreieren. Im Gegenzug profitieren wir von neuen Ideen und technologischen Entwicklungen im Frühstadium. Gleichzeitig verwalten wir weiterhin aktiv unser bestehendes Portfolio an Beteiligungen, was auch Veräußerungen einschließt.“

Studie „Future of FinTech in Capital Markets” erforscht Bedeutung von FinTech-Unternehmen

Darüber hinaus hat die Deutsche Börse in Zusammenarbeit mit Celent, einem Finanztechnologie-Research und -Beratungsunternehmen, die Bedeutung von FinTech-Unternehmen und ihre möglichen Auswirkungen auf etablierte Anbieter von Marktinfrastruktur analysiert. Die neue Studie „Future of FinTech in Capital Markets“ beschreibt die verschiedenen Möglichkeiten für Marktinfrastrukturanbieter, mit FinTech-Unternehmen zusammenzuarbeiten und vertiefende strategische Partnerschaften einzugehen. Seit 2008 hat der Kapitalzufluss in FinTech-Werte um das Sechsfache zugenommen. Weltweit wurden im vergangenen Jahr rd. 1.200 Transaktionen im FinTech-Sektor getätigt mit einem Kapitaleinsatz in Höhe von rund 19 Mrd. USD. CVCs machen inzwischen ca. 25%der weltweiten Kapitalflüsse im FinTech-Sektor aus.

FinTech-Hub der Deutschen Börse zu Stärkung des FinTech-Clusters in Frankfurt

Im April 2016 eröffnete die Deutsche Börse ihren FinTech-Hub in Frankfurt, um die hessische Regierung bei ihrer Initiative zur Errichtung eines FinTech-Clusters in Frankfurt zu unterstützen. Die Deutsche Börse hat sich zum Ziel gesetzt, die Start-Up- und Investment-Kultur in Deutschland zu fördern. Im Januar 2016 beteiligte sich die Deutsche Börse zudem an der Kapitalbeschaffungsrunde für Digital Asset Holdings, einen Entwickler von Distributed Ledger-Technologien im Finanzdienstleistungssektor. Die Mission von Digital Asset, die 2015 gegründet wurde, besteht in der Steigerung von Effizienz, Sicherheit, Compliance und Abwicklungsgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Kostenreduzierung durch die Einführung von Distributed Ledger-Technologien. Die Software von Digital Asset verbessert grundlegend die Effizienz in der Post-Trade-Verarbeitung, indem Kosten, Latenz, Fehler, Risiken und Kapitalbedarf reduziert werden. Im November 2015 tätigte die Gruppe Deutsche Börse ein Investment in den IFM FinTech Opportunities Fund von Illuminate. Dieser Fonds ist spezialisiert auf FinTech-Unternehmen in Bereichen wie Compliance, Regulierung und Konnektivität, die zur Wachstumsstrategie der Deutschen Börse – dem Ausbau ihres Dienstleistungsportfolios – passen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung Deutsche Börse vom 21.06.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

irrmago/123rf.com

18.02.2026

Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie

Der Stellenabbau in der deutschen Industrie hält an: Im Lauf des Jahres 2025 sank die Zahl der Beschäftigten bei Industrieunternehmen in Deutschland um 124.100 bzw. 2,3 %. Damit setzte sich der Negativtrend des Vorjahres fort, als bereits 56.000 Jobs gestrichen wurden. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sank die Zahl der Industriejobs in Deutschland um 266.200 – ein

Umsatzrückgänge und Arbeitsplatzabbau in der deutschen Industrie
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

17.02.2026

Wachstumsmotor Hightech

Ein Hightech-Potenzial von rund 1,7 Billionen Euro bietet deutschen Unternehmen die Chance, im internationalen Technologiewettbewerb entscheidend aufzuholen. In zentralen Schlüsseltechnologien liegen die Voraussetzungen, um Wertschöpfung zu skalieren und industrielle Stärke in zukünftigen Leitmärkten auszubauen – während andere Nationen wie die USA und China diese Hebel bereits systematisch nutzen und damit den Handlungsdruck für Deutschland erhöhen.

Wachstumsmotor Hightech
Meldung

©JulienEichinger/fotolia.com

17.02.2026

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten

Mittel- und Osteuropa gewinnt für deutsche Unternehmen in deren globalen Strategien weiter an Gewicht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von KPMG und dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, für die 115 Unternehmen hinsichtlich ihrer Geschäftserwartungen in der Region befragt wurden. 63 % der Firmen erwarten demnach, dass die Länder Mittel- und Osteuropas in den kommenden fünf Jahren

Deutsche Unternehmen blicken optimistisch gen Osten
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)