• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • DAX-30: Pensionsverpflichtungen auf Rekordniveau

15.08.2016

DAX-30: Pensionsverpflichtungen auf Rekordniveau

Beitrag mit Bild

Zum 31.07.2016 ist der Rechnungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 zum dritten Mal in Folge gesunken. Er hat nun für eine Duration von 15 Jahren das Rekordtief von 1,34 Prozent (nach der Mercer Yield Curve) erreicht. Die rechnerischen Pensionsverpflichtungen bewegen sich damit auf einem Rekordniveau. Allein bei den DAX-Unternehmen, die zum Ende 2015 einen Verpflichtungsumfang von 361,3 Mrd. Euro ausgewiesen haben, macht der Zinsrückgang ca. 65 Mrd. Euro aus.

Der Rechnungszins nach IAS 19 ist stark abgesunken und erreicht neuen Tiefststand. Die Prognose für den Rechnungszins nach HGB wurde nach unten korrigiert.

Zum 31.07.2016 ist der Rechnungszinssatz für Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 zum dritten Mal in Folge gesunken. Er hat nun für eine Duration von 15 Jahren das Rekordtief von 1,34 Prozent (nach der Mercer Yield Curve) erreicht. Die rechnerischen Pensionsverpflichtungen bewegen sich damit auf einem Rekordniveau. Allein bei den DAX-Unternehmen, die zum Ende 2015 einen Verpflichtungsumfang von 361,3 Mrd. Euro ausgewiesen haben, macht der Zinsrückgang ca. 65 Mrd. Euro aus, wie eine Kalkulation der Unternehmensberatung Mercer zeigt.

Rechnungszins nach IAS 19 sinkt stark

Der Rechnungszins nach IAS 19 ermittelt sich auf der Basis von hochwertigen Unternehmensanleihen, deren Währung und Laufzeit der bewerteten Verpflichtung entspricht. Von Bedeutung sind damit vor allem die lang laufenden Unternehmensanleihen. Bedingt durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und verschärft durch die Brexit- Entscheidung Großbritanniens ist das Zinsniveau mit Ausnahme von März und April dieses Jahres jeden Monat gegenüber dem Vormonat gesunken. Während der Rechnungszins nach der Mercer Yield Curve zum 31.12.2015 bei einer Duration von 15 Jahren noch bei 2,42 Prozent lag, ist er zum Ende des ersten Quartals 2016 auf 2,02 Prozent gefallen und liegt mittlerweile nur noch bei 1,34 Prozent. Ähnlich sind die Auswirkungen bei anderen Durationen. Für einen gemischten Bestand können sich die Pensionsverpflichtungen dadurch allein in diesem Jahr um 15 bis 25 Prozent erhöhen.

Prognose für Rechnungszins nach HGB nach unten korrigiert

Durch die Durchschnittsbildung beim HGB-Rechnungszins sind die Auswirkungen hier weniger dramatisch. Allerdings musste der hochgerechnete Rechnungszins zum 31.12.2016, bei dem jeweils ab Berechnung ein unverändertes Zinsniveau unterstellt wird, kontinuierlich nach unten korrigiert werden. Die Prognose zum 31.12.2016 liegt nunmehr auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinses bei 4,00 Prozent. Das ist nur noch geringfügig mehr als die 3,89 Prozent, die zum Ende 2015 noch auf Basis des 7-Jahres-Durchschnittszinses ermittelt wurden.

Diese Prognose wird allerdings von Monat zu Monat stabiler. Selbst wenn das Zinsniveau schlagartig auf 0 Prozent absinken und bis zum Jahresende so bleiben würde, läge der HGB-Durchschnittszins nur um etwa 5 Basispunkte unter den derzeit prognostizierten 4,00 Prozent.

(Pressemitteilung Mercer vom 05.08.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©fotomek/fotolia.com

24.06.2026

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken

Die Europäische Bankenaufsicht (European Banking Authority – EBA) konsultiert den überarbeiteten EU-weiten Stresstest. Dieser ist stärker risikoorientiert. Bei der Methodik, den Templates und Anleitungen, die bei dem Stresstest 2027 angewendet werden sollen, sind zum Beispiel die Datenanforderungen an die beaufsichtigten Unternehmen gesunken. Zudem sollen die Anforderungen des Stresstests mit aufsichtlichen Standards harmonisiert werden. Dadurch sinkt

EU-Stresstest 2027: Mehr Proportionalität, neue Klimarisiken
Meldung

©7razer/fotolia.com

23.06.2026

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export

Zehn Jahre nach dem Brexit zeigt sich die britische Wirtschaft insgesamt robust, bleibt aber deutlich hinter ihrem Potenzial zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des weltweit führenden Kreditversicherers Allianz Trade. Das hat auch Folgen für Deutschland und die Europäische Union (EU), die mit einer dauerhaft geringeren Handelsdynamik, stärkerem Wettbewerb und hoher Unsicherheit durch

10 Jahre Brexit bremst britische Wirtschaft und deutschen Export
Meldung

©putilov_denis/fotolia.com

22.06.2026

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken

Die Softwarebranche muss sich auf tiefgreifende Veränderungen ihrer Geschäftsmodelle einstellen. Weil KI-Agenten zunehmend selbst Arbeit verrichten und nicht mehr nur als Werkzeug bedient werden, verschiebt sich, wofür Kundinnen und Kunden zu bezahlen bereit sind. Statt Entwicklungsstunden oder pauschaler Lizenzen werden künftig verstärkt messbare Ergebnisse wie behobene Sicherheitslücken oder gelöste Tickets abgerechnet. Das ist eine zentrale

KI bringt Geschäftsmodelle der Softwarebranche ins Wanken
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)