• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Bankenregulierung: VÖB warnt vor negativen Folgen für langfristige Finanzierungen

08.12.2016

Bankenregulierung: VÖB warnt vor negativen Folgen für langfristige Finanzierungen

Beitrag mit Bild

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, stellt in einer neuen Publikation mögliche negative Effekte der Bankenregulierung auf die Rahmenbedingungen für langfristige Finanzierungen dar.

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, stellt in einer neuen Publikation mögliche negative Effekte der Bankenregulierung auf die Rahmenbedingungen für langfristige Finanzierungen dar.

Hierzu Prof. Dr. Liane Buchholz, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB: „Unternehmer und Privatkunden finanzieren ihre Investitionen in der Regel über langlaufende und festverzinste Bankkredite. Banken übernehmen bei langfristigen Finanzierungen insbesondere die Zinsänderungsrisiken ihrer Kunden. Dies ermöglicht berechenbare und planbare Finanzierungen. Zudem leisten Banken mit der Transformation von Fristen und Risiken wichtige Funktionen für die Volkswirtschaft und sorgen für einen stabileren Finanzmarkt. Einige Regulierungsvorhaben könnten jedoch die Rahmenbedingungen für langfristige Finanzierungen verschlechtern und damit die Kapazitäten der Banken zur Vergabe langfristiger Kredite einschränken.“

Als Beispiel nennt Buchholz die Leverage Ratio, die risikoarmes und margenschwaches Geschäft in den Bereichen Fördergeschäft, Immobiliendarlehen sowie in der Staats- und Kommunalfinanzierung benachteiligen könnte.

Schließlich plädiert Buchholz dafür, „die Banken- und Finanzmarktregulierung daraufhin zu überprüfen, inwiefern Regeln und Vorhaben der auf Langfristigkeit ausgerichteten Finanzierungskultur in Europa schaden. Die Alternativen zur Langfristfinanzierung durch Kreditinstitute sind ein intensiveres Engagement des weniger regulierten Kapitalmarktes oder die verstärkte Vergabe kurzfristiger Kredite durch das Bankensystem. Beide Optionen dienen weder der Stabilität des Finanzsystems noch der besseren Finanzierung der Realwirtschaft oder der Bevölkerung.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung VÖB vom 06.12.2016)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©tadamichi/fotolia.com

16.07.2026

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter

Der deutsche Markt für Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem Plus von 7,6% im Jahr 2024 stieg das Marktvolumen 2025 um 6,1% auf 22,6 Milliarden Euro. Die 25 umsatzstärksten Gesellschaften legten im Durchschnitt sogar um 8,1% zu. Das zeigen erste Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2026, die im August erscheinen soll. Deloitte erreicht erstmals Platz

Wirtschaftsprüfer wachsen trotz Rezession weiter
Meldung

©tashatuvango/ fotolia.com

14.07.2026

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief

Die Investitionsbereitschaft deutscher Mittelständler ist so niedrig wie seit Beginn der Erhebung 1995 nicht mehr. Nur noch 52% der Unternehmen wollen in den kommenden sechs Monaten investieren. Das zeigt eine Umfrage der DZ Bank und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken unter mehr als 1.000 Firmen. Hohe Kosten bremsen Unternehmen Die Geschäftserwartungen bleiben schwach:

Investitionsbereitschaft im Mittelstand fällt auf Allzeittief
Meldung

©pitinan/123rf.com

14.07.2026

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt

Die staatliche Kaufprämie hat den deutschen Elektroautomarkt im zweiten Quartal deutlich belebt. Mit knapp 208.400 Neuzulassungen wurde ein neuer Quartalsrekord erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Absatz um 54%. Von dem Wachstum profitieren jedoch vor allem ausländische Hersteller. Deutsche Konzerne wachsen langsamer Die deutschen Autobauer steigerten ihre Elektroverkäufe zwar um 31%, ihr gemeinsamer Marktanteil sank

Elektroprämie befeuert den deutschen E-Auto-Markt
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)