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20.03.2025

Bis Ende des Jahres dürften fast 26.000 Unternehmen pleitegehen

Bis Ende des Jahres dürften etwa 25.800 Unternehmen in Deutschland in die Pleite rutschen: Das ist das Ergebnis einer neuen IW-Studie.

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©marteck/fotolia.com

In den vergangenen Jahren meldeten immer mehr Unternehmen Insolvenz an. Zu viel Bürokratie, die hohen Energiepreise und die hartnäckige Wirtschaftsflaute belasten die Firmen stark. Auch im Jahr 2025 dürften nochmals mehr Unternehmen Konkurs anmelden als im Vorjahr, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Bis Ende des Jahres dürften demnach etwa 25.800 Unternehmen in Deutschland in die Pleite rutschen. Damit steigt die Zahl der insolventen Unternehmen nun schon im vierten Jahr in Folge – im Vergleich zu 2021 dürfte sich ihre Zahl nahezu verdoppeln. Ein Ende des Trends ist noch nicht in Sicht.

Krisen belasten Unternehmen schwer

Die Krisen der vergangenen Jahre haben die deutsche Wirtschaft hart getroffen. Die Corona-Pandemie leitete die Trendwende bei den Insolvenzen ein: In den Jahren vor der Pandemie meldeten von Jahr zu Jahr weniger Unternehmen Insolvenz an. Während der Pandemie wurde ein Tiefpunkt erreicht, da die Antragspflicht ausgesetzt wurde. Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 stiegen dann die Energiepreise sprunghaft an, steigende Preise und die folgenden Rezessionsjahre setzten den Unternehmern stark zu.

Die Krisen sind allerdings nicht der einzige Treiber für die Pleiten: Deutschland wird als Wirtschaftsstandort zunehmend unattraktiver. Die hohe Regulierung und Bürokratie in Deutschland verhindern Investitionen und treiben die Insolvenzen weiter in die Höhe. Hinzu kommt: Hierzulande gibt es im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA nur wenige Gründer. Vor allem der Fachkräftemangel und die hohen Auflagen für Unternehmen halten viele davon ab, den Schritt zu wagen.

Neue Regierung muss Trendwende bei Insolvenzen schaffen

Nicht jede Insolvenz ist zwangsläufig ein Problem: Unternehmenspleiten sind teilweise normal, nicht jedes Geschäftsmodell ist auch langfristig ein Erfolg. Umso wichtiger ist es, dass die Politik Gründern keine Steine in den Weg legt, sondern Innovationen fördert. „Die neue Bundesregierung muss die Kehrtwende schaffen, die Wirtschaft wieder ankurbeln und Deutschland als Wirtschaftsstandort wieder attraktiv machen“, sagt Studienautor und IW-Insolvenzexperte Klaus-Heiner Röhl. „Die ausufernde Bürokratie, eine marode Infrastruktur und der Fachkräftemangel hemmen die Neugründungen und treiben die Insolvenzen weiter nach oben. Das muss sich schleunigst ändern.“

(IW Köln vom 19.03.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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