• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Drei Private-Equity-Megadeals in deutsche IT-Unternehmen sorgen 2019 für neues Rekordhoch

18.02.2020

Drei Private-Equity-Megadeals in deutsche IT-Unternehmen sorgen 2019 für neues Rekordhoch

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© pichetw/fotolia.com

Die Private-Equity-Investitionen in deutsche IT-Unternehmen sind 2019 abermals gestiegen. Im Vergleich zu 2018 ist das Investitionsvolumen um 48 Prozent angewachsen, von 6,4 auf rund 9,5 Milliarden Euro. Der Anstieg ist vor allem auf drei Megadeals zurückzuführen. Doch wie profitabel sind diese Investitionen aus Sicht der Private Equity Häuser?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die PwC Studie „Superior PE returns with investments in German IT assets?“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Die Analyse betrachtet Private Equity-Investitionen in den deutschen IT-Sektor zwischen 1999 und 2019, gibt Aufschluss über durchschnittliche Erträge und beleuchtet die Markt- und Wettbewerbssituation für IT-Investments.

Immer größere Transaktionen im Trend

2019 gab es insgesamt 76 Transaktionen im deutschen IT-Sektor mit Beteiligung von Private Equity-Investoren – 16 mehr als 2018. Ebenfalls gestiegen ist der durchschnittliche Transaktionsbetrag: Lag er 2018 noch bei 107 Millionen Euro, waren es 2019 125 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sind vor allem drei Megadeals, die im zurückliegenden Jahr stattfanden: Im Dezember 2019 übernahm Hellman & Friedman den Online-Marktplatz Autoscout24 für 2,9 Milliarden Euro; HG erwarb den Softwareentwickler und IT-Dienstleister P&I Personal & Informatik AG (Transaktionsvolumen: zwei Milliarden Euro). Und bereits im September 2019 hatte die Investitionsgruppe EQT den Netzbetreiber Inexio für rund eine Milliarde Euro übernommen. 2018 fanden demgegenüber nur zwei solcher Megadeals statt. „Wir beobachten klar eine Entwicklung hin zu immer größeren Transaktionen“, sagt Steve Roberts, Leiter Private Equity bei PwC. Das liege vor allem an der höheren Bewertung der IT-Unternehmen. Für die nächsten Jahre rechnet der Experte mit einer Fortsetzung des Wachstums und erwartet mehr Exits sowie weitere PE-Investitionen in Unternehmen, die sich auf Künstliche Intelligenz, Datenmanagement und -analyse spezialisiert haben.

Investitionen in deutsche IT hochprofitabel, aber auch riskant

Die PwC-Analyse nimmt darüber hinaus die Deals der vergangenen zwei Jahrzehnte in den Blick. „Investitionen in deutsche IT-Unternehmen sind sehr profitabel, aber auch riskant“, erläutert PwC-Experte Steve Roberts eines der Kernergebnisse. So beliefen sich die Money Multiples im Durchschnitt auf das 3,5-Fache der Anfangsinvestition. Jede zehnte Investition brachte sogar den 7,5-fachen Ertrag. Allerdings sind auch die Risiken vergleichsweise hoch: Bei mehr als 25 Prozent aller Deals standen am Ende Verluste. Private Equity-Experte Steve Roberts von PwC rät daher zu selektiven und wohlüberlegten Investitionen Die PwC-Analyse nimmt darüber hinaus die Deals der vergangenen zwei Jahrzehnte in den Blick. „Investitionen in deutsche IT-Unternehmen sind sehr profitabel, aber auch riskant“, erläutert PwC-Experte Steve Roberts eines der Kernergebnisse. So beliefen sich die Money Multiples im Durchschnitt auf das 3,5-Fache der Anfangsinvestition. Jede zehnte Investition brachte sogar den 7,5-fachen Ertrag. Allerdings sind auch die Risiken vergleichsweise hoch: Bei mehr als 25 Prozent aller Deals standen am Ende Verluste. Private Equity-Experte Steve Roberts von PwC rät daher zu selektiven und wohlüberlegten Investitionen. „Um erfolgreich zu investieren, braucht es tiefe Branchenkenntnisse des deutschen Technologiemarktes und des internationalen Wettbewerbs.“

Verkäufe an strategische Investoren viel profitabler als Börsengänge

Der PwC-Analyse zufolge ist es für PE-Investoren lohnenswert, schon sehr frühzeitig über den potenziellen Käufer des erworbenen Unternehmens nachzudenken, um strategische Kooperationen einzugehen, weitere Zukäufe vorzubereiten und den Verkaufsprozess zu planen. Denn: Verkäufe an strategische Investoren brachten in der Vergangenheit den 5- bis 5,5-fachen Ertrag auf die Anfangsinvestition – und waren damit deutlich profitabler als Verkäufe an andere Finanzinvestoren oder Börsengänge. Strategische Käufer, so PwC-Experte Steve Roberts, seien durchaus bereit, höhere Prämien für wachsende Unternehmen mit ausgereiftem Geschäftsmodell zu zahlen – vorausgesetzt, diese passen zu ihrem Kerngeschäft. Dann aber ließen sich Forschungs- und Entwicklungsaufwand sparen und Synergien realisieren, erläutert Roberts.

(Pressemitteilung PwC vom 18.02.2020)


Redaktion

Weitere Meldungen


Venture Capital
Meldung

© WrightStudio/fotolia.com

21.09.2022

Venture Capital: Investoren passen ihre Prioritäten dem Abschwung an

Noch im letzten Jahr befand sich der Venture-Capital-Markt in einer beispiellosen Boom-Phase. Seit Beginn des Jahres hat sich der Markt jedoch im Angesicht der sich eintrübenden Rahmenbedingungen deutlich abgekühlt. Investoren passen ihre Strategie der aktuellen Marktlage an. Waren es zu Zeiten günstigen Kapitals vor allem schnelle Wachstumsperspektiven, rücken nun Wirtschaftlichkeit und Robustheit der Start-ups stärker in den Mittelpunkt, stellt KfW Research im aktuellen Volkswirtschaft Kompakt fest.

Venture Capital: Investoren passen ihre Prioritäten dem Abschwung an
Lupe, Audit, Prüfung, Prüfer, Auditor, Vertrag, Anwalt, WP
Meldung

©Bits and Splits/fotolia.com

21.09.2022

Risk in Focus 2023: Cybercrime, geopolitische Unsicherheiten und Klimakrise bestimmende Themen

Der Krieg in der Ukraine, die Lebenshaltungskostenkrise, eine drohende Rezession und die Klimakrise bilden laut einer neuen Umfrage unter Internen Revisionen in Europa eine brisante Gemengelage. Inwieweit die einzelnen Organisationen die Risiken einschätzen bzw. ihre Risikobewertungen angepasst haben, zeigen die Ergebnisse der Studie „Risk in Focus 2023“, die das Deutsche Institut für Interne Revision DIIR jetzt mit seinen europäischen Partnerinstituten veröffentlicht hat.

Risk in Focus 2023: Cybercrime, geopolitische Unsicherheiten und Klimakrise bestimmende Themen
Green Investment, Nachhaltigkeit, Dax, Aktien, Sustainable Finance, Nachhaltigkeitsberichterstattung
Meldung

©pixbox77/fotolia.com

20.09.2022

Pfandbriefbanken beschließen Mindeststandards für Öffentliche Grüne Pfandbriefe

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken vdp organisierten Kreditinstitute haben Mindeststandards für die Emission von Öffentlichen Grünen Pfandbriefen ausgearbeitet. Nach den Veröffentlichungen von Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe und für Soziale Pfandbriefe ist dies bereits das dritte Nachhaltigkeits-Rahmenwerk des vdp, das Emittenten und Investoren Orientierung bietet.

Pfandbriefbanken beschließen Mindeststandards für Öffentliche Grüne Pfandbriefe
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank