• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Fondsmanager nach Sommerloch wieder in Kauflaune

03.11.2017

Fondsmanager nach Sommerloch wieder in Kauflaune

Beitrag mit Bild

Paradiesische Finanzierungsbedingungen und nachhaltig gute Geschäfte im deutschen Mittelstand versetzen die Private Equity Manager trotz hoher Unternehmensbewertungen und einer Verschärfung der Außenwirtschaftsverordnung in Kauflaune.

Paradiesische Finanzierungsbedingungen und nachhaltig gute Geschäfte im deutschen Mittelstand versetzen die Private Equity Manager trotz hoher Unternehmensbewertungen und einer Verschärfung der Außenwirtschaftsverordnung in Kauflaune.

Das ist das Ergebnis des neuen Private Equity Panels, für das CMS Deutschland und das Magazin „FINANCE“ dreimal jährlich rund 50 Private-Equity-Häuser anonym befragen. „Im MidCap-Segment gibt es bereits Transaktionen, bei denen keine Banken mehr angefragt werden, zumal die Debt-Funds auch deutlich höhere Multiple mitgehen“, beschreibt CMS-Partner Jacob Siebert die günstigen Finanzierungsbedingungen der Kreditfonds. Für das Jahresendgeschäft am M&A- und Private-Equity-Markt sind das hervorragende Vorzeichen: „Der Käufermarkt wird uns sicherlich weiter begleiten“, so Siebert.

Neue Bestmarken bei den Finanzierungsbedingungen

Sah es im Frühsommer noch so aus, als würden die deutschen Private Equity Manager die exorbitant hohen Unternehmensbewertungen nutzen, um Kasse zu machen, hat sich der Wind über die Sommermonate wieder gedreht: Der Anteil der PE-Manager, die sich und ihre Fonds eher auf der Verkäuferseite sehen, ist von 70 auf 51 Prozent zurückgegangen. Dazu kommt, dass die Finanzierungsbedingungen am deutschen Private-Equity-Markt ein weiteres Mal neue Bestwerte erreichen. Die Verfügbarkeit von Finanzierungen für Unternehmensübernahmen war noch nie seit Auflage des Panels 2010 so gut wie aktuell. Der Punktewert von 8,66 liegt nur noch knapp unter dem absoluten Maximum von 10 Punkten. Im Frühjahr waren es noch 8,09 Punkte.

Kaufpreise extrem hoch

Die Trendwende hin zu einem Käufermarkt ist umso bemerkenswerter, als die Kaufpreise für die Zielunternehmen nach Einschätzung der Panelisten nach wie vor extrem teuer sind. Gleichzeitig schätzen sie die Geschäftsaussichten ihrer eigenen Portfoliounternehmen für die nächsten zwölf Monate mit einem Wert von 7,49 Punkten sehr positiv ein – so viel wie seit sechs Jahren nicht mehr. Eine baldige Preiskorrektur ist da eher nicht zu erwarten. „Wer nicht die Zeit oder die Nerven hat, auf eine Reduzierung der Kaufpreise zu warten, die derzeit nicht ersichtlich ist, der muss sich auch um Neuinvestments kümmern. Auch wenn die Kaufpreise aus Käufersicht schmerzhaft hoch sind“, ist CMS-Partner Tobias Schneider überzeugt.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt

Die extrem hohen Unternehmensbewertungen dürften den einen oder anderen PE-Manager gleichwohl zum Exit verlocken. Schließlich gilt der Verkauf erfolgreicher deutscher Nischenanbieter an expansionswillige ausländische Strategen als besonders attraktiv. Doch ausgerechnet dieser Exit-Kanal könnte von politischer Seite erschwert werden. Grund ist die neue Außenwirtschaftsverordnung, die seit dem 18. Juli 2017 in Kraft ist. Danach können deutsche Regierungsstellen den Verkauf deutscher Unternehmen ins Ausland künftig kritischer prüfen und gegebenenfalls auch leichter verhindern. Die Branche ist entsprechend verunsichert, nahezu jeder Zweite kann die möglichen Auswirkungen der neuen Außenwirtschaftsverordnung nach eigener Aussage noch nicht abschätzen. „Vor allem bei der Planung einer Transaktion muss berücksichtigt werden, ob das Zielunternehmen selbst ein Geschäft betreibt, auf das die neue Außenwirtschaftsverordnung ein besonderes Auge wirft und ob ein Erwerber zum Kreis derjenigen gehört, die unter die neue Außenwirtschaftsverordnung fallen, denn die zeitlichen Implikationen einer behördlichen Prüfung können enorm sein“, warnt CMS-Partner Schneider.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Pressemitteilung CMS vom 02.11.2017)


Redaktion

Weitere Meldungen


Meldung

©Alexander Limbach/fotolia.com

15.01.2026

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen

Weltweit planen Unternehmen, 2026 ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,7 % des jährlichen Umsatzes zu verdoppeln. 39 % der Unternehmen planen für 2026 KI-Investitionen in Höhe von mindestens 50 Millionen US-Dollar. Deutschland liegt mit 52 % über dem globalen Durchschnitt und belegt damit innerhalb der Europäischen Union (EU-Durchschnitt: 38 %) den Spitzenplatz. Das

Unternehmen verdoppeln KI-Investitionen
Meldung

©garagestock/123rf.com

14.01.2026

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung

Die deutschen Banken beachten klimabedingte Risiken aus regulatorischen Gründen immer stärker bei ihrer Kreditvergabe an Unternehmen. Im deutschen Mittelstand bekommen das vor allem größere Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten zu spüren. So berichteten 37 % der großen Mittelständler, die 2024 in Kreditverhandlungen waren, dass Nachhaltigkeit in den Gesprächen mit Banken und Sparkassen thematisiert wurde. Das

Nachhaltigkeit gewinnt bei Kreditverhandlungen mit größeren Mittelständlern an Bedeutung
Meldung

© alexlmx/fotolia.com

13.01.2026

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation

Der wirtschaftliche Druck auf Unternehmen in Deutschland bleibt hoch. Inmitten umfassender Transformations- und Restrukturierungsprozesse stehen viele Organisationen vor der Herausforderung, einen Stellenabbau professionell, fair und zugleich wirksam umzusetzen, häufig unter erheblichem Zeit- und Kostendruck sowie mit begrenzten Vergleichswerten. Gleichzeitig wird über Restrukturierungen in der Praxis noch immer selten offen gesprochen. Um hier Transparenz zu schaffen,

Restrukturierungen 2026: Unternehmen setzen auf Transformation
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)