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23.01.2020

IPO-Markt in Europa macht trotz schwachen Jahres 2019 Hoffnung

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© moomsabuy/fotolia.com

Auch wenn 2019 insgesamt als IPO-Jahr nicht überzeugt hat und die Zahl der Börsengänge in Europa überschaubar blieb, bot gerade das zweite Halbjahr dennoch vereinzelte Lichtblicke und die Aussicht, dass sich die Zurückhaltung der Unternehmen bei Neuemissionen wieder legen könnte.

Das ist eine der Erkenntnisse der jüngsten IPO-Analyse des Finanzierungsspezialisten FCF Fox Corporate Finance. So sank zwar das Emissionsvolumen im zweiten Halbjahr auf 6,49 Mrd. € und damit um 24 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode – im zweiten Halbjahr 2018 hatte es 8,54 Mrd. € betragen. Doch bei der Anzahl der Börsengänge fällt der Rückgang weniger deutlich aus: Insgesamt waren im zweiten Halbjahr 2019 20 IPOs in Europa zu verzeichnen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 23 gewesen. Zudem fiel die zweite Hälfte 2019 unter diesem Aspekt besser aus als die erste Hälfte, in der nur 16 Unternehmen den Gang an die Börse wagten. Das emittierte Volumen lag in beiden Jahreshälften 2019 auf nahezu gleichem Niveau (1. Halbjahr: 6,52 Mrd. €).

Unter regionalen Aspekten war die Verteilung der IPOs in Europa in den vergangenen sechs Monaten ausgeglichen: Die Regel waren ein bis zwei Börsengänge je Land; lediglich Frankreich ragte mit vier IPOs heraus. Bemerkenswert ist aber, dass es je nach Größe der Börsengänge Unterschiede gibt. „In manchen Segmenten ist zumindest wieder eine leichte Zunahme der IPO-Aktivitäten erkennbar“, erläutert Arno Fuchs, CEO von FCF. Im Bereich der Small Cap IPOs (IPOs mit einem Emissionsvolumen zwischen 50 und 100 Millionen Euro) etwa gab es im zweiten Halbjahr drei Börsengänge, nachdem es im ersten Halbjahr nur ein einziger war. Auch bei Micro (Emissionsvolumen bis 50 Millionen Euro) und Medium Caps (100 bis 250 Millionen Euro) stieg die Anzahl der IPOs von sechs auf sieben bzw. von drei auf fünf. Lediglich bei den Large Caps (mehr als 250 Millionen Euro) ließ sich ein leichter Rückgang feststellen, von sechs auf fünf IPOs.

Dass das Interesse von europäischen Unternehmen an Börsengängen unter dem Strich leicht zugenommen hat, führt Arno Fuchs auch auf die Wertentwicklung an der Börse zurück: „Europaweit haben die Aktienindizes im vergangenen Jahr trotz Störfeuern wie dem Brexit und den globalen Handelskonflikten mitunter deutlich zugelegt. Das macht viele Unternehmenslenker auf den Aktienmarkt als mögliches Finanzierungsinstrument aufmerksam“, so der FCF-CEO. Hoffnung, dass dieses Interesse weiter steigt, macht dem Finanzierungsexperten vor allem die Kursentwicklung von jungen Börsenkandidaten: „Die durchschnittliche Performance der IPOs zeigt, dass diese vom Markt und dessen Teilnehmern zum Teil sehr gut angenommen werden“, so Arno Fuchs. Das werde besonders bei einem Blick auf die Entwicklung von Large Cap IPOs (IPOs mit mehr als 250 Millionen Euro Emissionsvolumen) deutlich: Mit einem Plus von 37 Prozent auf Sicht der vergangenen zwei Jahre übertraf der FCF Large Cap IPO Index seine Benchmark, den MSCI Europe Large Cap Index deutlich, um ganze 34 Prozentpunkte. Zudem haben alle Unternehmen aus dem Large Cap Bereich, die im zweiten Halbjahr 2019 an die Börse gegangen sind, ausnahmslos eine sehr positive Wertentwicklung nach IPO aufzuweisen. So liegt die Schweizer Software ONE AG seit dem Börsendebüt um ca. 40 Prozent im Plus. „Gerade bei Large Cap IPOs wird deutlich, in welchem Umfang sowohl die emittierenden Unternehmen, als auch deren Aktionäre von dem Börsengang profitieren können. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen IPOs als sehr gute Option sehen, um an Eigenkapital zu kommen“, sagt Arno Fuchs.

(Pressemitteilung FCF vom 23.01.2020)


Redaktion

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