• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • IPOs: Augen auf bei Investments in Börsenneulinge

02.06.2021

IPOs: Augen auf bei Investments in Börsenneulinge

Autokonzerne auf der Überholspur

© moomsabuy/fotolia.com

Derzeit suchen viele Unternehmen den Weg an die Börse, dieser Hype spült aber auch eine Fülle von Firmen mit durchwachsener Qualität an den Markt. Alexander Dominicus, Portfoliomanager des MainFirst Top European Ideas Fund und des MainFirst Germany Fund, erklärt, worauf Stock-Picker achten sollten, um gute Geschäftsmodelle zu identifizieren.

Börsengänge können für Marktteilnehmer gute Investitionsmöglichkeiten sein, allerdings präsentieren sich diese Unternehmen im Rahmen des IPOs in den meisten Fällen zum ersten Mal den potenziellen Neuinvestoren. „Diese Unternehmen sind zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt, ihre Chancen und Risiken oft noch nicht ausreichend beleuchtet,“ erläutert Alexander Dominicus von der Multi-Investment Boutique MainFirst Asset Management. „Deshalb ist es wichtig, nicht blind in vermeintliche Hype-Unternehmen zu investieren.“

Besonders Themen wie Technologie, E-Mobilität und erneuerbare Energien seien so stark nachgefragt, dass teilweise über schlechte Geschäftsmodelle hinweggesehen werde und Bewertungen von Rekord zu Rekord springen würden. Dabei könne es passieren, dass Unternehmen, trotz einer hohen Bewertung, niedrigmargig und unprofitabel agierten. „Bewertungen orientieren sich oftmals nur am Umsatz,“ so Dominicus. „Hier ist Vorsicht geboten. Es ist fraglich, wann Investoren in diesen Fällen ihr eingesetztes Kapital in Form von Cashflows und Dividenden zurückbekommen.“

Investoren müssen ihre Hausaufgaben machen

Investoren sollten bei Börsengängen genauer hinsehen: „Dabei gilt es, hinter die Kulissen einer gut gemachten Marketingpräsentation zu blicken,“ erläutert Dominicus. Ein Indiz für ein eher mäßiges Geschäftsmodell könne beispielsweise sein, wenn es bei Investmentpitches vordergründig um Megatrends und Marktpotentiale geht. Dominicus macht klar: „Marktpotential wird erst dann interessant, wenn das Unternehmen überzeugend erklären kann, wie es in der Lage ist, die Größe des Marktes auch in nachhaltige Gewinne umzumünzen.“ Dazu gehörten Lösungen, die von Wettbewerbern nicht darstellbar seien, oder ein Kundennutzen, der gegenüber bisherigen Produkten einen Mehrwert biete. „Erfolgreiche Firmen bieten ihren Kunden überlegene Problemlösungen, welche sich in Qualität und Preis differenzieren,“ so Dominicus. Dies seien häufig Nischenspieler, die bessere Geschäftsmodelle haben und langfristig mehr Rendite für Investoren erzielen.

Gute Geschäftsmodelle sind entscheidend

Insgesamt sei es für Investoren entscheidend, gute Geschäftsmodelle zu identifizieren, denn auch in den vergangenen Monaten seien Unternehmen mit Wachstumspotenzial an den Markt gekommen: „Wenn Firmen in einem Markt mit hohen Eintrittsbarrieren agieren, hochprofitabel sind und stark wachsen, kann es sinnvoll sein, als Investor auch höhere Bewertungsmultiples zu akzeptieren.“ Nach Einschätzung von Dominicus kann ein solches Investment dann durchaus Potenzial für Alpha bieten. „Als Investor hat man in dieser Phase die Möglichkeit gute Firmen zu finden, bevor sie andere entdecken und kann folglich davon profitieren, wenn Unternehmen sich über die Zeit an der Börse einen guten Ruf aufbauen und Wachstumspotentiale entfalten“, so der Portfolio Manager.

(Pressemitteilung MainFirst Asset Management vom 02.06.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Rechtssystem, EU-Recht, Europa, §, Paragraf, Paragraph, Europarecht
Meldung

©bluedesign/fotolia.com

29.02.2024

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds

Der Rat der EU hat am 26.02.2024 neue Vorschriften angenommen, um die europäischen Kapitalmärkte und den Anlegerschutz in der EU zu stärken. Mit der nun angenommenen Richtlinie wird die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds geändert, die für Verwalter von Hedge-Fonds, Private-Equity-Fonds, Privatschuldenfonds, Immobilienfonds und anderen alternativen Investmentfonds in der EU gilt. Außerdem wird der

Neue Vorschriften für Verwalter alternativer Investmentfonds
Rotstift, Krise, sparen, Taschenrechner, Konjunktur
Meldung

© Erwin Wodicka /fotolia.com

29.02.2024

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung

Die deutsche Wirtschaft setzt ihre ausgeprägte Schwächephase auch im Winterhalbjahr 2023/24 fort. Das Bruttoinlandsprodukt ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal merklich gesunken (0,3 % ggü. dem Vorquartal). Ein erneuter Rückgang in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist sehr wahrscheinlich. Mehr noch: Die konjunkturellen Stimmungsindikatoren deuten auf keine rasche Belebung der deutschen Wirtschaft

Schwache Konjunktur und hohe Unsicherheit drücken Stimmung
Handshake with chinese flag background
Meldung

© Creativa Images/fotolia.com

28.02.2024

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief

Chinesische Käufer kommen bei Firmenübernahmen in Europa immer seltener zum Zug: Die Zahl der Transaktionen sank im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr von 139 auf 119. Im Jahr 2016 – auf dem Höhepunkt des Booms chinesischer M&A-Transaktionen in Europa – waren noch 309 Zukäufe chinesischer Unternehmen registriert worden. Auch das Transaktionsvolumen sank erneut: Der

Chinesische Firmenübernahmen in Europa sinken auf 12-Jahres-Tief
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank