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16.10.2025

Kaum Verbesserungen beim Kreditzugang für KMU

Trotz verbesserter Rahmenbedingungen bleiben Bankkredite für viele Unternehmen schwer zugänglich. Erst eine spürbare wirtschaftliche Erholung wird für Entspannung sorgen.

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Die Zurückhaltung deutscher Unternehmen bei der Aufnahme von Bankkrediten hält an. Im dritten Quartal 2025 gaben nur 19,5 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an, Kreditgespräche mit Banken geführt zu haben – der niedrigste Wert seit Ende 2023. Dies ist bemerkenswert, da die durchschnittlichen Kreditzinsen mit rund 3,5 % nun etwa zwei Prozentpunkte unter dem Höchststand von Oktober 2023 liegen und somit günstiger sind. Auch der erwartete Wachstumsschub durch das Fiskalpaket der Bundesregierung hat die Kreditnachfrage bisher nicht beleben können.

Viele haben Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme

Die Hürden beim Kreditzugang bleiben insbesondere für den Mittelstand hoch. 33,9 % der KMU bewerten das Verhalten der Banken in Kreditverhandlungen als restriktiv. Nach sechs Anstiegen in Folge ist dieser Wert erstmals leicht rückläufig. Besonders betroffen waren im dritten Quartal KMU im Einzelhandel. Fast die Hälfte berichtet von Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme. Die strikten Maßstäbe der Banken dürften vor allem auf Risikoüberlegungen beruhen: Die Quote notleidender Kredite bei KMU stieg im zweiten Quartal auf über 4 %, und die Unternehmensinsolvenzen bleiben erhöht.

Die leichte Lockerung der Kreditvergabepolitik zeigt sich auch bei Großunternehmen. 20,4 % meldeten ein restriktives Verhalten der Banken– ein Rückgang um 1,1 Prozentpunkte. „Wir erwarten, dass sich die Kreditzugangsbedingungen erst dann merklich entspannen, wenn sich der erhoffte Konjunkturaufschwung tatsächlich einstellt und die wirtschaftlichen Unsicherheiten abnehmen“, sagt Stephanie Schoenwald, Ökonomin bei KfW Research. „Solange werden die Banken vorsichtig und die Kreditnachfrage verhalten bleiben.“

(KfW vom 16.10.2025 / RES JURA Redaktionsbüro – vcd)


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