• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Klimaschutztechnologien bleiben attraktiv für Risikokapitalgeber

10.02.2023

Klimaschutztechnologien bleiben attraktiv für Risikokapitalgeber

Mit dem 53. Weltwirtschaftsforum in Davos diskutierten Politik und Wirtschaft einmal mehr auf der großen Bühne die Folgen des Klimawandels. Eine wichtige Erkenntnis: Die nachhaltige Transformation gelingt nur mit den richtigen Technologien. Das wissen inzwischen auch viele Investoren. So zählt Climate-Tech für Risikokapitalgeber weiterhin zu den beliebtesten Investitionsfeldern.

Beitrag mit Bild

©arthonmeekodong/123rf.com

Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland in ihrem Bericht „State of Climate Tech 2022“. Demnach entfiel 2022 rund ein Viertel des weltweiten Venture Capitals (VC) auf den Bereich der Klimaschutztechnologien.

Märkte für Klimatechnologie bleiben stabil

Insgesamt investierten Wagniskapitalgeber in den ersten neun Monaten des Jahres mehr als 50 Milliarden US-Dollar in Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels, 2 Milliarden Dollar davon konnten sich deutsche Startups sichern.

„Die Märkte für Klimatechnologie zeigen sich erfreulich stabil. Befürchtungen, dass der Einmarsch von Russland in die Ukraine, die hohe Inflation und die Kurskorrektur an den Kapitalmärkten das Vertrauen der Anleger stark beschädigen würde, scheinen sich nicht zu bewahrheiten“, sagt Nicole Röttmer, Partnerin und Climate Leader bei PwC Deutschland.

Zugleich konstatiert der Bericht, dass Venture Capital inzwischen vor allem in die Klimatechnologien fließt, die besonders stark zur Emissionssenkung beitragen. Entfielen im vergangenen Jahr global betrachtet noch 39 Prozent der Investitionen auf diese Segmente, floss 2022 bereits mehr als jeder zweite VC-Dollar (52 Prozent) dorthin. Hierzulande profitierten 2022 dabei vor allem Klimatechnologie-Startups aus der Bau- und Energiewirtschaft.

„Aber auch IT-Wirtschaft und Industrie sowie industrielle Climate-Tech-Startups weckten mit innovativen Lösungen zur Analyse von Treibhausgasemissionen das Interesse der Investoren“, so Röttmer.

Deutsche Startups aus diesen Segmenten konnten im Berichtszeitraum Wagniskapital in Höhe von 1,2 Milliarden US-Dollar einsammeln.

Investitionen müssen weiter steigen

Nichtsdestotrotz verzeichnet der PwC-Report auch weniger positive Trends: Einerseits sinken seit 2021 sowohl die Anzahl als auch der Gesamtwert kleinerer Deals von unter 5 Millionen US-Dollar. Im Erhebungszeitraum (Q1 bis Q3/2022) schlossen deutsche Startups nicht einmal halb so viele Deals wie 2021 in dieser Kategorie ab.

„Da kleinere Summen vor allem in den frühesten Finanzierungsphasen getätigt werden, weist dieser Abwärtstrend auf eine schwache Pipeline hochwertiger Startups hin“, sagt Rainer Kroker, Partner und ESG Leader bei PwC Deutschland.

Darüber hinaus investieren Wagnis-Kapitalgeber zwar weiterhin in Klimatechnologie, allerdings längst nicht mehr so viel wie im vergangenen Jahr. Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2021 sanken die Barmittel zwischen Januar und September dieses Jahres weltweit um ein knappes Drittel (30 %).

„Insgesamt bleiben die Risikokapitalinvestitionen in deutsche Climate-Tech-Unternehmen zwar einigermaßen stabil, aber eben auch deutlich unter dem, was es zum Stopp des Klimawandels braucht. Denn um die beim letzten Welt-Klimagipfel nochmals verschärften Emissionsziele zu erreichen, brauche es in Deutschland und anderswo deutlich mehr Anstrengungen,“ resümiert Kroker.

(Pressemitteilung PwC vom 02.02.2023)


Weitere Meldungen


Meldung

© bluedesign/fotolia.com

09.09.2026

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung

Deutschland kann nach Einschätzung der KfW seine Wachstumsschwäche überwinden. Eine neue Studie von KfW Research hält im kommenden Jahrzehnt ein dauerhaftes Potenzialwachstum von mehr als 1% pro Jahr für erreichbar. Seit 2015 ist das Potenzialwachstum von knapp 2% auf nur noch leicht über null gesunken. Produktivität als zentraler Hebel Entscheidend für eine Trendwende seien Fortschritte

Deutschland mit realistischer Chance auf deutliche Wachstumssteigerung
Meldung

peshkova/123rf.com

08.09.2026

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen

Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Einsatz von KI wirklich, und was bringt ihnen die Technologie wirtschaftlich? Eine Deutschland-Auswertung des McKinsey-Reports „The State of AI in 2026: On the Road to ROI“ zeigt: Zwischen Nutzung und messbarem Geschäftswert liegt noch eine deutliche Lücke. Für die weltweite Studie wurden 1.719 Führungskräfte und Fachleute aus 97 Ländern

KI-Investitionen steigen – der CFO kann den ROI oft noch nicht messen
Meldung

©zapp2photo/fotolia.com

07.09.2026

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel nachhaltig. Insgesamt 30 % der deutschen Mittelständler mit Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 % sogar mit einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein Viertel

Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus
CORPORATE FINANCE Beratermodul

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das Beratermodul CORPORATE FINANCE im 3 Monate Start-Abo (1 Monat gratis)