• Home
  • /
  • Meldungen
  • /
  • Krise als Katalysator: Global planen 80% der Unternehmen eine Neuausrichtung und Transformation bis 2024

09.07.2021

Krise als Katalysator: Global planen 80% der Unternehmen eine Neuausrichtung und Transformation bis 2024

CFO Survey: Geschäfts- und Konjunkturaussichten für Deutschland im Sinkflug

© fotomek/fotolia.com

Die andauernde Covid-19 Pandemie und die damit verbundenen ökonomischen Auswirkungen zeigen immer deutlicher strukturelle Schwächen vieler Branchen und damit die Notwendigkeit für umfassende Transformationen auf. Auch in den Führungsetagen zahlreicher Unternehmen reift die Erkenntnis, dass Covid-19 ihre Geschäftsmodelle über die Pandemie hinaus verändern wird. Global sind 80% der Manager davon überzeugt, dass sich die Wertschöpfungsprozesse ihrer Unternehmen in den kommenden drei Jahren von Grund auf wandeln werden. Gleichzeitig erwarten 60% der Befragten eine positive ökonomische Entwicklung für die nächsten 12 Monate, wie die Studie „Navigating the New Reality: Restructuring for Growth“ von Strategy& zeigt.

Die aktuellen Szenarioanalysen in der Studie bestätigen den Optimismus der Führungskräfte: Für Deutschland wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3% im Jahr 2021 prognostiziert. Auch die gesamteuropäische Wirtschaft wird im laufenden Jahr eine Zunahme des BIP von 3,4% verzeichnen.

Krisen-Szenario mit klaren Gewinnern und Verlierern

Die andauernde Pandemie macht in diversen Branchen ein Krisen-Szenario mit klaren Gewinnern und Verlierern immer wahrscheinlicher. Schwer getroffene Sektoren werden sich durch anhaltende Einschränkungen langsamer als der Durchschnitt erholen und müssen auch in 2021 mit nur niedrigen Zuwächsen bei der Bruttowertschöpfung1 rechnen – so wie etwa der Veranstaltungssektor (+3,6%) oder der Non-Food-Handel (+3,2%). Die Reisebranche und das Gastgewerbe in Deutschland können zwar einen Zuwachs um 10,2% für 2021 erwarten, haben allerdings auch mittelfristig noch mit den schweren Auswirkungen des ersten Pandemiejahres 2020 zu kämpfen (-23,4%). Auf der anderen Seite erweist sich die Telekommunikationsbranche als krisenfest und wird 2021 um bis zu 2,1% wachsen. Daneben setzt auch die Pharma- und Life Sciences-Industrie ihren Aufschwung fort und erreicht bis Ende des Jahres bis zu 4,0% mehr Bruttowertschöpfung.

Corona-Krise deckt individuellen Transformations- und Restrukturierungsbedarf in Unternehmen auf

Die Krise hat für alle Unternehmen einen individuellen Transformations- und Restrukturierungsbedarf aufgedeckt, denn die beschleunigte Digitalisierung oder Trends zur Lokalisierung von Lieferketten und der konsequenten Verfolgung von ESG-Zielen betreffen Krisengewinner und -verlierer gleichermaßen, stellt die Analyse fest. Wer dagegen sein Unternehmen strategisch neu ausrichtet und beispielsweise technologische Innovationen für eine ESG-Transformation einsetzt, kann gestärkt aus der Krise hervorgehen, so die Empfehlung der Studienautoren.

Manager sind sich des Veränderungsdrucks bewusst

Die Mehrheit der Manager weltweit ist sich des Veränderungsdrucks bewusst: Im Hinblick auf ihre Transformation geben 78% der Unternehmen an, dass ihre Geschäftsprozesse in drei Jahren anders als heute aussehen werden; 32% erwarten, dass sie nicht nur ihre Prozesse neu ausrichten werden, sondern auch ihre Geschäftsfelder und die Wertschöpfung für Kunden. Die Umsetzung dieser Transformation erfolgt jedoch erst zögerlich: Bislang geben lediglich 23% an, ihr Geschäftsmodell konsequent neu zu konfigurieren. An Optimismus mangelt es allerdings nicht, da 50% der Befragten an Umsatzsteigerungen für ihr eigenes Unternehmen innerhalb des laufenden Jahres glauben.

Prioritäten liegen auf nachhaltiger Umsatzsteigerung statt auf Kostensenkungen

Mit Blick auf die strategischen Prioritäten 2021 legen die Manager den Fokus klar auf Initiativen zur nachhaltigen Umsatzsteigerung, statt wie bei früheren Krisen einseitig auf Kostensenkungen zu setzen. 51% möchten neue Geschäftsmodelle entwickeln und 37% die aktuelle Unternehmensstrategie überdenken. 28% wollen organisch in neuen Geschäftsfeldern und Märkten wachsen. Allerdings wird auch deutlich: 37% der Unternehmen planen einen Personalabbau innerhalb der nächsten 12 Monate, um Kosten zu sparen. Dieser Anteil ist bei Unternehmen mit pessimistischen Umsatzaussichten mit 54% noch einmal signifikant höher; dagegen wollen mehr als 40% der Befragten der Unternehmen mit einem positiven Ausblick ihr Wachstum mit konstantem oder reduziertem Personal stemmen, so die Analyse.

Wert des Unternehmens bei strategischen Entscheidungen im Fokus

Laut der Studienautoren gibt keine einheitliche Lösung für alle, um den Herausforderungen der kommenden Jahre gewachsen zu sein. Im Kern aller Planungen müsse aber die Frage stehen, wo der Wert des Unternehmens liegt und wie dieser in Zukunft generiert werden kann. Als Entscheidungsgrundlage für die Verteilung von Investments kann eine ehrliche Analyse dienen, welche Produkte, Lösungen, Märkte und Kunden aktuell einen Wert schaffen – und welche nicht. Wichtig ist auch, Gewinnszenarien nicht mehr linear aufzusetzen, sondern agil verschiedene Entwicklungen zu simulieren, so das Fazit der Studienautoren.

Weitere Ergebnisse der Studie “Navigating the New Reality: Restructuring for Growth” finden Sie hier.

(Pressemitteilung Strategy& vom 08.07.2021)


Redaktion

Weitere Meldungen


Erfolg, Startup, Start-up, Existenzgründung, Gründung, Karriere
Meldung

©Sunnystudio/fotolia.com

08.08.2022

Start-ups bleiben zuversichtlich: Die Lage für Gründerinnen und Gründer hat sich verbessert

In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Situation für Start-ups in Deutschland verbessert. Das sagen 42% der Gründerinnen und Gründer von Tech-Start-ups. Weitere 40% sehen keine Veränderung und nur 12% beklagen Verschlechterungen für die Start-up-Szene. Das sind Ergebnisse aus einer Befragung von rund 150 Tech-Start-ups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Mit Blick auf das eigene Start-up fällt die Bilanz nicht ganz so gut aus, aber auch hier liegen die positiven Einschätzungen mit 40% deutlich vor den negativen mit 19%. Keine Veränderung für das eigene Unternehmen sehen 39%.

Start-ups bleiben zuversichtlich: Die Lage für Gründerinnen und Gründer hat sich verbessert
Inflation
Meldung

©gesrey/123rf.com

04.08.2022

Kampf gegen Inflation: 66% der Unternehmen im produzierenden Gewerbe haben die Preise pauschal angehoben

Als Reaktion auf die stark angestiegenen Preise haben bereits 66% der deutschen Unternehmen im produzierenden Gewerbe pauschale Preiserhöhungen umgesetzt – weitere 5% planen dies. Vor allem kleineren Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen die Preisanstiege zu schaffen. Von diesen Mittelständlern haben 77% angegeben, dass sie als Konsequenz ihre Preise erhöht haben.

Kampf gegen Inflation: 66% der Unternehmen im produzierenden Gewerbe haben die Preise pauschal angehoben
Schwarmfinanzierungen, Crowdfunding, Geld, Klug
Meldung

©nanuvision/fotolia.com

04.08.2022

Finanzierung: Start-ups müssen im Schnitt noch 3,3 Mio. € Kapital einsammeln

8 von 10 Start-ups in Deutschland (79%) brauchen innerhalb der nächsten zwei Jahre frisches Kapital. Dabei ist die Zuversicht bei Gründerinnen und Gründern hoch, dass die Finanzierungsrunden erfolgreich verlaufen. Im Schnitt müssen diese Start-ups 3,3 Mio. € einsammeln – etwas weniger als noch vor einem Jahr, als der durchschnittliche Kapitalbedarf bei 4 Mio. € lag. Das sind Ergebnisse aus einer Befragung von rund 150 Tech-Start-ups im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Finanzierung: Start-ups müssen im Schnitt noch 3,3 Mio. € Kapital einsammeln
CORPORATE FINANCE - Die Erfolgsformel für Finanzprofis

Haben wir Ihr Interesse für CORPORATE FINANCE geweckt?

Sichern Sie sich das CORPORATE FINANCE Gratis Paket: 1 Heft + Datenbank