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01.09.2016

M&A-Kanzleien: Welche Kanzleien bei Übernahmen ihr Geld wert sind

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Übernahmen und Fusionen sind ein komplexes Geschäft, oft beschäftigen sie gleich mehrere Großkanzleien. Ein aktuelles Ranking des Handelsblatt Research Institute zeigt, welche Anwälte mit Topleistung punkten.

Übernahmen und Fusionen sind ein komplexes Geschäft, oft beschäftigen sie gleich mehrere Großkanzleien. Ein aktuelles Ranking des Handelsblatt Research Institute zeigt, welche Anwälte mit Topleistung punkten.

Sechs Großkanzleien sind mit von der Partie, wenn Bayer seinen US-Wettbewerber Monsanto übernehmen sollte.
Der Versuch der Leverkusener, das Saatgut- und Pflanzenschutzunternehmen aus Missouri zu übernehmen, ist einer der spektakulärsten Deals in der Welt der Fusionen und Unternehmenskäufe (auf Englisch: Mergers and Acquisitions, M&A). Käme er zustande, würde Bayer den größten Kauf eines deutschen Unternehmens im Ausland stemmen. Jüngst gab es Anzeichen, dass Bayer sein 64-Milliarden-Dollar-Angebot noch aufstocken könnte.

So viele Diels wie lange nicht mehr

„Diese Megatransaktionen werden weiter zunehmen“, sagt Maximilian Schiessl, M&A-Anwalt bei Hengeler Mueller. Die als Berater und Begleiter aktiven Anwälte dürfte es freuen. Sie profitieren immer – auch von geplatzten Deals. Die Faustregel: „Das Honorar für eine Kanzlei macht bei komplexen Großtransaktionen 0,5 Prozent der Investitionssumme aus“, sagt Christoph Seibt, M&A-Anwalt von Freshfields.

Welche M&A-Kanzleien ihr Geld wert sind, zeigt das exklusive Ranking der WirtschaftsWoche. In mehreren Stufen hat das Handelsblatt Research Institute (HRI) – mit Ökonomieprofessor Bert Rürup an der Spitze – die Elite der Transaktionskanzleien in Deutschland ermittelt.

Der Bedarf an Beratung ist groß. Laut einer Studie der Kanzlei Freshfields bewerkstelligten die 50 MDax-Unternehmen im vergangenen Jahr weltweit 99 Firmenübernahmen und Fusionen mit sieben Milliarden Dollar Gesamtvolumen. Die 30 Dax-Konzerne brachten es gar auf 135 Transaktionen mit über 60 Milliarden Dollar Volumen. Zuletzt gab es so viele Deals vor neun Jahren. Zu Firmenübernahmen und Fusionen kommen noch Abspaltungen von Unternehmensteilen hinzu, die an die Börse gebracht werden.

In den vergangenen zehn Jahren fanden die meisten Transaktionen in der Chemiebranche statt, und die meisten von Deutschen gekauften Unternehmen sind in den USA.

Gerade Großkanzleien mit ihren Büros weltweit profitieren von den internationalen Deals, etwa wenn eine Transaktion gleich 30 Länder betrifft.

Monsanto, Kuka, Airbus, Thyssengas

Neben Bayers Übernahmeplänen sorgten weitere Deals für Aufsehen. Der chinesische Hausgerätehersteller Midea steht vor der Übernahme des Roboterherstellers Kuka, der US-Investor KKR hat die Rüstungselektronik von Airbus gekauft, ein Konsortium aus dem Energiekonzern Electricité de France (EDF) und dem niederländischen Infrastruktur-Fonds DIF will für 700 Millionen Euro den Gasnetzbetreiber Thyssengas übernehmen.

Beim Bayer-Monsanto-Deal berät Allen & Overy Bayer, den beteiligten Banken steht Clifford Chance bei. Beide schafften es im Ranking unter die Topkanzleien der M&A-Sozietäten. Für das Ranking hat das HRI im ersten Schritt über 500 M&A-Experten identifiziert, denen im zweiten Schritt alle M&A-Anwälte zur Bewertung vorgelegt wurden. Eigenbewertungen waren dabei ausgeschlossen. Die Rücklaufquote betrug 26 Prozent.

Die daraus entstandene Liste von 55 Anwälten begutachteten wiederum für die Unternehmensseite Sebastian Biedenkopf, Chefjurist bei Bosch, Thomas Götze, Rechtsabteilungsleiter Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht der Deutschen Bahn, und Martin Schlag, Jurist bei Thyssenkrupp.
Für die wissenschaftliche Seite votierten als Juroren Achim Schunder, Leiter Zeitschriften des Verlags C.H.Beck, und Felix Hey, geschäftsführender Gesellschafter des juristischen Fachverlags Dr. Otto Schmidt. Das Ergebnis: 17 Kanzleien gelang mit 29 besonders hervorgehobenen Experten die Aufnahme im M&A-Ranking.

Weitere Informationen finden Sie hier.

(Quelle: WirtschaftsWoche-online vom 30.08.2016)

Redaktion

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