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05.08.2016

Ohne Exit-Strategie der Briten wird Transaktionsvolumen weiter schrumpfen

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Käufer wenden sich von Europa ab. Bis Ende 2016 werden laut einer aktuellen Umfrage werden sowohl Anzahl als auch Volumen der Transaktionen sinken. Die Asien-Pazifik-Region profitiert hingegen vom Brexit.

Käufer wenden sich von Europa ab. Bis Ende 2016 werden laut einer aktuellen Umfrage werden sowohl Anzahl als auch Volumen der Transaktionen sinken. Die Asien-Pazifik-Region profitiert hingegen vom Brexit.

Solange die Briten sich nicht entscheiden, wann und wie sie aus der EU austreten wollen, wird die Zahl globaler Transaktionen insgesamt abnehmen. Davon sind 70 Prozent der weltweit mehr als 1.000 M&A-Experten überzeugt, die im Rahmen einer Studie von Intralinks zu den Folgen des Brexit aus M&A-Insider-Sicht befragt wurden.

Auch die Transaktionsanzahl wird abnehmen

Nicht nur die Zahl, auch das Volumen der Transaktionen wird abnehmen: 67 Prozent der Experten gauben, dass die Transaktionsvolumina bis Ende 2016 schrumpfen werden. Was ihren eigenen Standort im Vereinigten Königreich angeht, sind die M&A-Experten dagegen positiv gestimmt. Entgegen anderslautender Medienberichte sehen 82 Prozent keine drohende Versetzung ins Ausland auf sich zukommen.

Der Brexit wird weltweit sehr unterschiedlich aufgenommen. Während die Regionen Asien-Pazifik (APAC) und Nordamerika eine positive Auswirkung auf die eigene Wirtschaft erwarten (61 bzw. 54 Prozent), sind 73 Prozent der EMEA-Experten und sogar 82 Prozent der UK-Befragten sicher, dass sie mit negativen Auswirkungen rechnen müssen.

„Die Mehrheit der amerikanischen und asiatischen Experten scheinen sich sicher zu sein, dass trotz europäischer Turbulenzen ‚Business as usual‘ gilt“, kommentiert Philip Whitchelo, VP Strategy & Product Marketing bei Intralinks. „Und nicht ganz zu Unrecht – die APAC-Region wirkt anziehend auf ausländische Investoren, denn sie sehen größere Wachstumschancen in den Emerging Markets. Daher kann sich der Brexit für diese Region durchaus positiv auswirken. Die Käufer wenden sich von Europa ab – in Richtung Asien.“

Schlechte Stimmung in Deutschland

Zudem ist auch die Nachfrage von Assets aus UK und Europa gefährdet. 66 Prozent der M&A-Experten weltweit halten einen Nachfrage-Einbruch in den nächsten sechs Monaten für wahrscheinlich. Die Deutschen sind noch skeptischer: hierzulande sehen sogar 77 Prozent einen kommenden Verfall. In UK und den USA ist die schlechte Stimmung etwas milder, dort glauben nur 48 respektive 46 Prozent an die Abnahme. Insgesamt sind 55 Prozent der globalen Dealmaker der Meinung, dass europäische Transaktionswerte im Zuge des Brexit abnehmen werden.

Das Aufbegehren der Briten könnte weitreichende Folgen haben: 61 Prozent der M&A-Experten halten es für wahrscheinlich, dass im nächsten Jahr weitere Länder die EU verlassen. 38 Prozent glauben jedoch nicht an eine globale Rezession als Folge des Brexit.

„Das M&A-Niveau reagiert sensibel auf Unsicherheiten am Markt. Deshalb beunruhigt die beispiellose politische Umwälzung im Vereinigten Königreich die M&A-Experten“, so Whitchelo weiter. „Interessant ist jedoch, dass die Ergebnisse der Umfrage manches Gerücht entlarven – etwa die Geschichte, dass M&A-Akteure von London nach Paris oder Frankfurt umsiedeln müssten. Wenn sich die Lage weiterhin stabilisiert, werden sich die Auswirkungen auf den M&A-Markt in Grenzen halten.“

(Pressemitteilung Intralinks vom 03.08.2016)

 


Redaktion

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